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1. Pecha Kucha Inklusion: Nicht labern, sondern in 6 Minuten 40 Sekunden erklären

Das Netzwerk Inklusion Frankfurt hatte eingeladen – 19 Teilnehmer machten bei den Vorträgen mit der Stoppuhr mit.

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Vortrag
Fotos: Joachim Börner

Am Montag, 10. Juni 2013, hatte das Netzwerk Inklusion Frankfurt in die Ernst-Reuter-Schule II zur 1. Pecha Kucha Inklusion eingeladen. Und die Resonanz war groß: Vertreter der Stadt Frankfurt, öffentlicher Einrichtungen sowie von Vereinen, die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigen – sie kamen, um ihre Arbeit und ihre Projekte im Rahmen von Pecha-Kucha-Kurzvorträgen vorzustellen. Nach einer kurzen Eröffnung der Veranstaltung durch die Sprecherin des Netzwerkes, Alexandra Cremer, sowie dem Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule II, Herrn Gerhard Schneider, begann die Vortragsreihe.

Maximal 20 Folien, zügige Taktung

Pecha Kucha (gesprochen Petscha Kutscha) ist ursprünglich eine Vortragstechnik aus Japan, bei der zu dem Inhalt passende Folien an eine Wand projiziert werden. Die Anzahl der Folien ist dabei auf 20 Stück begrenzt, und jede von ihnen darf nur 20 Sekunden gezeigt werden. Die Gesamtdauer eines Vortrags beträgt somit maximal 6 Minuten 40 Sekunden und sorgt für zügige Taktung der Einzelbeiträge.

Eine Herausforderung für jede Rednerin und jeden Redner, denn Alexandra Cremer nahm es mit der Zeitvorgabe recht genau. Eine Minute vor Ablauf der Zeit hielt sie ein entsprechendes Zeichen hoch, zum Ende jedes Vortrags gab es das „Applaus bitte“-Zeichen. Wer es schaffte, unter sechs Minuten zu bleiben, dem wurde sogar „frenetischer Beifall“ zuteil. Genau dieses Konzept ermöglichte auf der einen Seite, die begrenzte Zeit einzuhalten und sorgte gleichzeitig für Kurzweil im Publikum, was der ganzen Veranstaltung – trotz der Ernsthaftigkeit des Themas – Leichtigkeit und Unterhaltsamkeit verlieh.

Vernetzung und Wissenstransfer

Im Fokus der Veranstaltung stand die stärkere Vernetzung der Institutionen untereinander, Wissenstransfer, Synergienutzung und die künftig engere Kooperation der Institutionen an gemeinsamen Herausforderungen und Projekten im Zusammenhang mit Inklusion. Aus dem Teilnehmer-Feedback war ersichtlich, dass dieses Format der Veranstaltung allen Anwesenden in Kürze einen guten Überblick über aktuelle Projekte vermittelte und als Auftakt für das anschließende Netzwerken äußerst hilfreich war. Die Anwesenden waren sich einig, dass dieser Abend sehr gelungen und informativ war und gerne häufiger stattfinden sollte.

Von Herbst 2013 bis Frühjahr 2014 wird es Veranstaltungen für Grundschulen, weiterführende Schulen und Kitas geben, die bereits inklusiv arbeiten. Dabei können dann die Vor- und Nachteile sowie Herausforderungen der Inklusion der einzelnen Schulen vorgestellt werden. Dabei wird es Zeit geben, miteinander zu diskutieren, sich gegenseitig zu inspirieren und voneinander zu lernen.

Das ist das Netzwerk Inklusion Frankfurt

Das Netzwerk Inklusion Frankfurt wurde im Dezember 2011 gegründet von Eltern, Pädagogen und Mitarbeitern sozialer Einrichtungen, die für inklusive Bildung und ein inklusives Schulwesen eintreten „und die Streichungen und Verschlechterungen wie sie die hessische Landesregierung betreibt, nicht zulassen wollen.“

Webseite:www.netzwerk-inklusion-frankfurt.de

Teilnehmende Institutionen des 10. Juni 2013:

1. Bürgerinstitut
2. Caritasverband Frankfurt e. V.
3. CeBeef
4. Diakonie
5. FBAG – Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft
6. frankfurter werkgemeinschaft e.V. (fwg)
7. Gemeinsam Leben Frankfurt
8. Gemeinsam Lernen Hessen
9. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Frankfurt
10. IGEL Offenbach
11. InteGREATer
12. LVL – Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie
13. Netzwerk Inklusion Frankfurt
14. Offenes Haus der Kulturen e.V.
15. Praunheimer Werkstätten
16. Stadt Frankfurt – Beauftragte für Menschen mit Behinderung
17. Stadt Frankfurt – Jugend- und Sozialamt
18. VDK Sozialverband
19. Xenos – Mehrgenerationenhaus

(PM)

Hessen
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