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15 Promotionsstellen für Schwerbehinderte

Die Bundesagentur für Arbeit startet das Projekt „PROMI – Promotion inklusive“. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Doktorhut (Foto: Krause & Sohn)

Doktorhut (Foto: Krause & Sohn)

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit will mit dem Projekt „PROMI – Promotion inklusive“ neue Wege beschreiten, um schwerbehinderten Akademikerinnen und Akademikern eine Promotion zu ermöglichen.

Neben der alltäglichen Frage, wie man den Lebensunterhalt während der Promotionsphase finanzieren kann, kommt es oft zu weiteren unerwarteten Schwierigkeiten: Wer zahlt eine Arbeitsassistenz? Wer finanziert die notwendigen technischen Arbeitshilfen? Stipendien decken diese Kosten in der Regel nicht ab. Aber schnell summieren sich hier mehrere Tausend Euro pro Jahr. Haushalts- und Drittmittel der Unis sind ebenfalls knapp.

14 Universitäten aus 12 Bundesländern

Hier setzt das Projekt „PROMI“ an. In den Jahren 2013 bis 2015 werden jährlich 15 zusätzliche Stellen an 14 Universitäten aus zwölf Bundesländern für wissenschaftliche Mitarbeiter/innen eingerichtet, teilt die ZAV mit. Dabei handelt es sich um versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (halbe TVöD E13-Stellen für die Dauer von drei Jahren). Der Vorteil: Die Promovenden sind sozial abgesichert und es besteht ein Rechtsanspruch auf notwendige berufliche Reha-Leistungen.

Durchgeführt wird das Projekt von der Universität Köln in Kooperation mit dem Unternehmensforum e. V. und der ZAV. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Integrationsämter. In einem Beirat sind das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Bundesbehindertenbeauftragte sowie die Deutsche Forschungsgesellschaft und die Deutschen Studienstiftung vertreten.

Wer sich jetzt bewerben kann

Bei einem ersten Treffen der Universitäten am 27. Februar 2013 in Bonn wurde vereinbart, dass zum Ende des 3. Quartals 2013 die ersten 15 Promovenden an den Start gehen sollen. Die ZAV wird in naher Zukunft auf die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerben gehen. Dabei stehen nicht nur das eigentliche Promotionsvorhaben im Vordergrund, sondern auch die späteren Aussichten einer erfolgreichen Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt. Zielgruppe sind schwerbehinderte Akademikerinnen und Akademiker, die arbeitslos oder (zum Beispiel aufgrund des absehbaren Studienendes) unmittelbar von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Bewerberinnen und Bewerber, die Interesse an dem Projekt haben, können direkt Kontakt mit dem Arbeitgeberservice für schwerbehinderte Akademiker der ZAV Kontakt aufnehmen:

Arbeitgeberservice Schwerbehinderte Akademiker
Villemombler Str. 76
53123 Bonn
Telefon: 0228-7131375
Fax: 0228-7132701375
www.zav.de

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1 Kommentar

  • Thomas Schuler

    Eine interessante Idee – mich wundert es nur etwas, dass man zusätzliche Infos weder auf der ZAV-Seite noch im Internet allgemein findet, außer dem gleichen Text wie hier?

    25. März 2013 at 16:55

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