200 Menschen mit Behinderung pilgern nach Rom

Malteser Wallfahrt führt zum Papst und zum berühmten Schlüsselloch.

Mit Rollstuhl in den Vatikanischen Gärten unterwegs: Menschen mit Behinderung und ihre Malteser Helfer pilgern nach Rom. (Archivfoto 2012: Lux/Malteser)

Mit Rollstuhl in den Vatikanischen Gärten unterwegs: Menschen mit Behinderung und ihre Malteser Helfer pilgern nach Rom. (Archivfoto 2012: Lux/Malteser)

Vom 26. September bis 3. Oktober sind mehr als 800 Teilnehmer der Malteser Wallfahrt für Menschen mit Behinderung auf Pilgerreise in Rom. 200 Menschen, die zum Teil intensiver Hilfe und Betreuung rund um die Uhr bedürfen, werden von freiwilligen Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern sowie Seelsorgern begleitet.

Aus allen Teilen Deutschlands startet die Wallfahrt in speziell hergerichteten Bussen und per Flugzeug in die Ewige Stadt. Für viele der eingeschränkten Menschen ein einmaliges Erlebnis, weil der Weg über große Entfernungen, Kopfsteinpflaster, unzählige Stufen und bei hohen Temperaturen normalerweise zu viele Hindernisse birgt. Dank zahlreicher vatikanischer und italienischer Helfer aber gelingt es, die Hürden zu umgehen und die spirituelle Reise ins Zentrum der katholischen Christenheit zu genießen. „Die römische Polizei wird die 20 Busse in Kolonne während der Rushhour durch den Stadtverkehr leiten. Im Vatikan warten Rampen statt Treppen auf die Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter“, berichtet der Einsatzleiter der 11. Malteser Romwallfahrt, Benedikt Liefländer.

Als Bild Gottes schuf er Dich

Die Wallfahrt steht unter dem Leitwort „Als Bild Gottes schuf er Dich“ und führt die Pilger unter anderem in die Sixtina, die Lourdesgrotte, die vatikanischen Gärten und den Petersdom. Die große deutsche Gruppe wird am Mittwoch der Papst-Audienz beiwohnen und auf dem Aventin-Hügel vom Malteserorden in der Villa Malta empfangen. Von dort aus können die Pilger durch das bekannteste Schlüsselloch Roms den Petersdom sehen. Neben Ausflügen in die Innenstadt und die Umgebung Roms feiern die Pilger heilige Messen in St. Paul vor den Mauern, Santa Sabina und in der Lateranbasilika.

Wallfahrtsleiter Karl Prinz zu Löwenstein freut sich auf die anspruchsvolle Fahrt: „Alle Mühen in der eineinhalbjährigen Vorbereitung sind es wert. Die Freude, mit dem Heiligen Vater zu beten, in den bekanntesten Kirchen Roms die heilige Messe zu feiern und die italienische Metropole in der Gemeinschaft der Pilger zu erfahren, lässt mit Leib und Seele erleben, was es heißt, Malteser zu sein.“

(RP/PM)

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