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Lästige Patienten: Krankenhäuser sind oft überfordert mit Menschen mit Demenz

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat deshalb einen Informationsbogen entwickelt. Dieser soll es Angehörigen ermöglichen, Klinikmitarbeiter auf wichtige Bedürfnisse hinzuweisen.

Der Nächste bitte… Das medizinische Personal ist oft überfordert mit Demenzkranken (Foto: Gerd/pixelio.de)

Wenn Menschen mit Demenz wegen eines Unfalls oder einer dringenden Operation in ein Krankenhaus müssen, ergeht es ihnen dort oft schlecht, wwissen Angehörige zu berichten.

Die meisten Akutkrankenhäuser sind nicht auf Patienten eingestellt, die sich nur schwer orientieren können, Anweisungen nicht verstehen und befolgen, Angst haben und immer nur nach Hause möchten.

Unerwünschte Störenfriede

Demenzkranke gelten deshalb als Störenfriede, die die streng geregelten und organisierten Abläufe der Krankenhäuser beeinträchtigen und dem knapp bemessenen und ohnehin stark beanspruchten Personal zusätzliche Arbeit machen.

Angehörige schildern immer wieder erschütternde Erfahrungen. Patienten nehmen ab und trocknen aus, weil ihnen beim Essen und Trinken keine Hilfestellungen angeboten werden. Kranke werden respektlos geduzt, Angehörige werden nicht informiert und in die Betreuung einbezogen. “Es fehlt an Aufmerksamkeit und Sensibilität. Oft sind die Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt in viel schlechterer Verfassung als zuvor”, beklagt sich die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG).

Recht auf kompetente Behandlung und Würde

Neuer Informationsbogen

Zum Vergrößern anklicken

Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der DAlzG sagt dazu: „Wir wissen, dass das Personal in den Krankenhäusern extrem belastet ist. Doch auch Demenzkranke haben ein Recht auf kompetente und würdevolle Behandlung. Die Krankenhäuser müssen sich auf eine wachsende Zahl älterer Patienten einstellen, von denen immer mehr auch von einer Demenz betroffen sind. Dazu sind Reformen nötig, die nur mittelfristig umgesetzt werden können. Doch kleine Schritte sind immer möglich.“

Bei der Aufnahme eines Patienten liegen im Krankenhaus meist nur medizinische Diagnosen vor. Deshalb hat die DAlzG einen zweiseitigen Informationsbogen entwickelt, der von Angehörigen ausgefüllt wird und Angaben enthält, die den alltäglichen Umgang in der Klinik erleichtern sollen.

Infobogen und Aufklärungsmaterial

Der Bogen enthält Informationen unter anderem zu Vorlieben und Abneigungen bei Speisen und Getränken, besonderen Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Fähigkeiten. Ergänzend zu diesem Informationsbogen gibt es das gerade neu aufgelegte Begleitheft „Menschen mit einer Demenz im Krankenhaus“, das sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser wendet. Diese Materialien können von den Internetseiten der DAlzG herunter geladen werden.

Zum Themenschwerpunkt Alzheimer/Demenz
Zum Themenschwerpunkt Pflege und Hilfe

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