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Wer ist der Mann, der so gnadenlos Parkplatzschweine in Rostock jagt?

Ist Helge Blankenstein ein Wut-, Mut- oder Gut-Bürger oder einfach nur ein Querulant? ROLLINGPLANET hat versucht, es herauszufinden.

Dreimal Blankenstein auf einem Foto

Protest? Helge Blankenstein ist zur Stelle! Wenn es sein muss, setzt er sich auch in den Rollstuhl (Fotomontage: Ostseezeitung/Fotomontage: Ove Arscholl)

Helge Joachim Blankenstein (53) ist in seiner Stadt und den meisten ROLLINGPLANET-Nutzern bekannt: In Rostock fotografiert er Menschen, die nicht berechtigt Behindertenparkplätze besetzen (ROLLINGPLANET verwendet dafür den drastischen Ausdruck Parkplatzschweine), und er wirft als Leser hier und da scharfe Kommentare unter ROLLINGPLANET-Berichte ein. Wir wollten wissen: Was für einen User haben wir uns denn da angelacht?

Das Interview: “Horizont endet nicht am Tellerrand“

Fangen wir doch mit einer ganz einfachen Frage an. Was machen Sie beruflich?

Ich versuche mich als Berater von Unternehmen und Verwaltungen, um ihnen aufzuzeigen, dass Nutzeroptimierung kein unkalkulierbarer Kostenfaktor ist, sondern die Chance auf Kundengewinnung durch Vorausdenken darstellt. Auf dieser Erkenntnis basiert auch die Kernkompetenz der Beratungsleitungen von „IMPULS – sozialintelligentes Management.“

Nutzeroptimierung, Kundengewinnung durch Vorausdenken.. das klingt aber schon mal sehr kompliziert. Was machen Sie konkret?

Anders als die Verhandlungspartner vieler Behindertenverbände und –vereine verhandeln wir auf Augenhöhe. Bittstellertum oder Gefühlsduselei sind uns dabei fremd. Es geht einzig um das Einhalten rechtlicher Vorgaben. Natürlich zeigen wir auch die wirtschaftlichen Vorteile sozialintelligenter Handlungsweisen auf.

Wie wird man Berater, der sozialintelligente Handlungsweisen vermittelt?

Blankenstein in seinem Büro (Foto: privat)

Mein beruflicher Werdegang weist viele Veränderungen auf. Als Büromaschinenmechaniker war ich mehrere Jahre in einer kleinen Werkstatt in der Nähe von Karlsruhe tätig. Dann habe ich eine Weiterbildung als Handelsfachwirt abgelegt, um mich als freier Handelsvertreter zu verselbständigen. Eine der vertretenen Unternehmen hatte mich als Vertriebsleiter Deutschland gelockt. In diesem Unternehmen war ich nach einigen Jahren Prokurist und europaweit tätig. Aufgrund von Unstimmigkeiten habe ich meine Beteiligung aufgekündigt und die Firma meines Vaters übernommen.

Aufgrund von Marktveränderungen habe ich dieses Unternehmen nach fast acht Jahren abgegeben. Dies war auch der Zeitpunkt, an dem ich meine heutige Lebensgefährtin kennenlernte. Als Mensch, dessen Horizont noch nie am Tellerrand endete, habe ich mich mit den Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen konfrontiert gesehen.

Was ist Behinderung?

Ohne dass wir zu sehr in die Lokalpolitik einsteigen wollen: In Rostock quälen Sie geradezu die Kommunalpolitiker. Seit wann müssen die Sie ertragen?

Ich lebe seit Juli 2009 in Rostock.

Ihre Freundin ist behindert. Möchten Sie darüber etwas erzählen?

Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich bin der Überzeugung, dass Sinnes- und/oder motorische Einschränkungen durch erweiterte Nutzungsmöglichkeiten dazu führen, dass der Begriff „Behindert“ weniger und weniger Bedeutung haben wird. Denn jeder Mensch arrangiert sich mit seinen körperlichen Eigenheiten. Lediglich die Umgebung mit all ihren Einzelheiten reduziert deren Flexibilität.

Da geben wir Ihnen recht…

Individuelle Nutzungsmöglichkeiten werden zunehmend eingeschränkt. Nicht selten bekommt man den Eindruck, dass man Hindernisse aufbauen muss um diese später wieder werbewirksam abzubauen. So als Futter, das man Tieren anbietet…

Das klingt zynisch…

…um zuzusehen, wie sich diese dann auf die wenigen Körner stürzen. Vergleichbar stellt sich die Wirtschaft dann als Wohltäter dar. Gleichzeitig zeigen die Medien das immer wiederkehrende Bild von hilflosen Menschen, die ohne die zweifelhaften Wohltaten fehlgeleiteter Manger oder Verwaltungsleitern nicht lebensfähig seien.

Nein, diese Darstellung ist nicht zynisch gemeint. Sie spiegelt den alltäglichen Wahnsinn wider, den rund zehn Millionen Menschen in der Bundesrepublik täglich erfahren.

Das sind Erfahrungen, die ich mir so früher nicht vorstellen konnte oder auch wollte. Nicht selten bekomme ich den Eindruck, dass man vordergründig Barrieren abbauen möchte und dies mit neuerlichen Hürden bisher ungeahnten Ausmaßes einhergeht.

“Ich hatte die Idee schon vor einem Jahr“

Sie haben sich als User von ROLLINGPLANET dazu aufhetzen lassen, Parkplatzschweine in Rostock zu fotografieren. Warum?

Protziges Auto

Ob reich…

VW

…mittelreich oder…

Gebrauchter Ford auf einem Behindertenparkplatz

…arm – Blankenstein kriegt sie alle

Nein. So möchte ich das wirklich nicht stehen lassen. Diese Idee hatten wir schon ein Jahr vorher. Eine befreundete Anwältin hat uns damals drauf hingewiesen, dass es legitim ist, dies zu tun. Sie hat auch gemeint, dass Betroffene, sogar die Unternehmen, Kommunen und Falschparker abmahnen können. Aufgrund fehlender Ressourcen im Bereich EDV haben wir eine solche Seite bisher nicht ins Leben gerufen. Ich nutze deshalb Ihr Angebot sehr gerne.

ROLLINGPLANET-Nutzer müssen den Eindruck haben, dass es in Rostock besonders viele Falschparker gibt?

Ich habe den Eindruck, dass es im Nordosten unserer Republik deutlich mehr Falschparker gibt als in anderen Regionen. Denn auch zur Urlaubszeit sind es fast nur einheimische Nutzer, die sich nicht selten ganz bewusst, auf die breiten – geländewagentauglichen – Parkplatzflächen stellen.

Was bezwecken Sie mit Ihrer Manie, auf Falschparker hinzuweisen?

Meine Intention geht weiter. Es sind nicht nur die Falschparker, die mich ärgern. Ohne diese in Schutz nehmen zu wollen, sind es auch schlecht ausgelegte Gesetze, die zur Umkehrung der Nachteilsausgleiche führen. Damit meine ich, dass es unverständlich ist, dass ein Einkaufscenter mehr als 50 Parkplätze zur Verfügung stellen muss. Es gibt keine Situation, welche diese Anzahl rechtfertigen würde. Mehr als 50 Parkberechtigte zur selben Zeit am selben Ort? Ich denke da kommt, ob der ständig freien Plätze, eine Art Neid auf. Dieser senkt die Hemmschwelle, und schon ist man zum Parkplatzschwein geworden.

Was hilft?

Hier muss unbedingt eine Veränderung her, damit die Anzahl auf die notwendige Anzahl angepasst wird. Desweiteren müssen die Betreiber angehalten werden, die geringere Anzahl für Betroffenen freizuhalten. Bedeutet im Ergebnis, abschleppen. Regelmäßig und kompromisslos. Hiermit meine ich auch die vielen Trittbrettfahrer mit den Schwerbehindertenausweisen. Immerhin sind die Parkplätze ein Teil der Mindestanforderungen, die eine Betriebserlaubnis für die jeweiligen Gewerbe bedeuten.

Sie sprechen jetzt von Einkaufszentren.

Richtig, ganz anders ist dies im öffentlichen Raum. Hier sind es die Ermessensspielräume, die fast immer zum Nachteil der eigentlichen Parkberechtigten ausgelegt werden. Warum bestehen in der Straßenverkehrsordnung Ermessenspielräume und Handlungsanweisungen? Durch diese Hintertüren, werden die Rechte von Menschen mit Behinderungen als Empfänger der jeweiligen Nachteilsausgleiche regelmäßig und von „Amtswegen“ ad absurdum geführt.

Was ist aus Ihrer Sicht die Ursache?

Die Ursache für die fast immer negative Auslegung der Ermessenspielräume liegt, und davon bin ich überzeugt, am fehlenden Wissen um die Notwendigkeit der Behindertenparkplätze. Hier müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung zwingend Erfahrungen machen, damit sie überhaupt legitimiert werden können, die individuellen Ausgleichsleitungen ermessen zu können.

Sie sehen also, dass ich lediglich der konsequenten Umsetzung, Parkplatzschweine öffentlich zu machen, gerne folge. Dies aber nicht aus Langeweile, sondern mit dem Wunsch, durch die Öffentlichmachung mehr Gewichtung bei künftigen Verhandlungen in Bezug auf die Strafanpassung seitens des Gesetzgebers, aber auch konsequenter Umsetzung auf kommunaler Ebene hoffe. Diese Veröffentlichungen sollten also einen Lerneffekt nach sich ziehen.

Erfahren, wie sich Behinderungen anfühlen

Ihnen ist bei Ihrer Tätigkeit als ROLLINGPLANET-Parkplatzschweinejäger bereits Prügel angedroht worden. Was war da los?

Taxi auf Behindertenparkplatz

Mit dem Fahrer dieses Taxis hatte unser Interviewpartner eine besondere Begegnung.

Das war eine recht lustige Situation. Bedarf jedoch eines kleinen Exkurses in meine Arbeitswelt. Als Beratungsunternehmen führen wir Selbsterfahrungsseminare durch. Im Rahmen dieser Seminare erfahren zum Beispiel Manager aus der Wirtschaft aber auch Entscheider aus Verwaltungen, wie sich Behinderungen anfühlen. Wir versetzen die Teilnehmer in die Situation, häufige Behinderungen an sich selber zu erfühlen. Dadurch verändert sich das Denkmuster radikal.

Da wir, sofern wir nicht in die Planungsphase eingebunden wurden, auch öffentliche Gebäude auf ihre Nutzbarkeit hin untersuchen, war ich mit einem Rollstuhl in der Hansestadt Rostock unterwegs, als mir ein Parkplatzschwein neben einem Taxistand aufgefallen war. Da ich niemals ohne Fotoapparat unterwegs bin, habe ich mir angemaßt, diesen abzulichten.

Ein Taxifahrer kam auf mich zu und meinte: „Sie müssen frustriert sein“. Ich fragte daraufhin – zu ihm aufschauend: „Warum“? Er wiederholte seine Frage noch mehrmals, um die immer gleiche Frage von mir gestellt zu bekommen. Ich beendete das tiefgreifende Gespräch und rollte weiter.

Wie ging es weiter?

Einige Tage später, ich brachte mein Untersuchungsergebnis ins Rostocker Rathaus, kam ich wieder an dem Parkplatz vorbei. Diesmal als Fußgänger. Ich sah den Taxifahrer und sprach ihn an. „Haben Sie sich überlegt, warum ich frustriert sein soll“? Ich bekam neben der Antwort: „Warum sitzen Sie in einem Rollstuhl, wenn Sie laufen können?“ gleich auch den Hinweis: „Ich kann Ihnen auch eine backen. Ich kann Ihnen auch den Bauch abschlagen“. Was auch immer er damit meinte…

Ich widersprach ihm nicht, sondern wollte abermals wissen, warum er sich nicht artikulieren könne. Eine Herausforderung, der der Taxiunternehmer nicht gewachsen zu sein schien. Er stieg ein, und noch bevor ich seine KFZ-Nummer dokumentieren konnte, fuhr er mir über den Fuß.

Wie wir Sie inzwischen aus Ihren Zuschriften kennen gelernt haben, ist das noch nicht das Ende dieser Geschichte?

Diesen Vorgang werde ich noch zur Anzeige bringen. Nicht, weil ich mich bedroht fühlte, sondern weil ich es unverantwortlich finde, dass solche Menschen Gäste und Bürger durch Deutschlands Städte chauffieren dürfen.

“Viele werden überzeugte Jäger dieser Spezies“

Verstehen Sie es, wenn es nicht wenige Menschen gibt, die finden, dass ROLLINGPLANET und User wie Sie in dieser Angelegenheit zu aggressiv sind?

Aufgrund meiner Erfahrungen bei den Seminaren basieren die häufigsten Diskriminierungen auf Unsicherheit und Uninformiertheit. Ich meine damit, dass viele Menschen aufgrund fehlender Vorstellungen die Notwendigkeiten von Nachteilsausgleichen unterbewerten. Wenn Sie dann selber erfahren, wie notwendig die Nutzbarkeit für Menschen mit Behinderungen die Parkplätze sind, schlägt die Einstufung von empörter Ablehnung in selbstverständliches Rechteeinfordern um. Vielfach werden aus früheren Parkplatzschweinen überzeugte Jäger dieser Spezies.

Würden höhere Strafen helfen?

Ja, im Grunde basieren diese Vergehen auf der Fehleinschätzung von Gesetzgebern und Kommunen. Würden die Strafen für solcherlei Verweigerungen von Nachteilsausgleichen mit höheren Strafen belegt und diese dann auch konsequent umsetzbar sein, wäre die Situation nicht so ausgeufert. Dinge, die sich über Jahre entwickelt haben, können nicht kurzfristig wieder umgekehrt werden.
Also vertrete ich den Standpunkt, dass die aktuellen Situationen ein durch gesetzliches Versagen gewachsenes Verhalten ist. Daher ist es notwendig, durch kontinuierliches Aufzeigen von Fehlentwicklungen den gewünschten Lerneffekt zu erzielen.

Sie betreiben mehrere Blogs. Welche – und worum geht es darin?

Zwei dieser Blogs sind nicht unternehmenseigen. Hier wurde ich lediglich durch Bekannte aufgefordert, auf kommunale Fehlentwicklungen öffentlich hingewiesen.

Lediglich der unternehmenseigene Blog Blogeinmischen.wordpress.com verweist auf die Tätigkeiten und Fehlentwicklungen von Menschen mit Sinnes- und/oder motorischen Einschränkungen hin. Damit sind auch chronisch kranke Menschen einbezogen.

Ähnlich wie ROLLINGPLANET möchte ich der Gesellschaft den Spiegel von egoistischen Gegebenheiten oder Entwicklungen, wie sie auf Basis von Unerfahrenheit oder Unkenntnis den Menschen mit Behinderungen an der selbständigen Teilhabe hindern oder dieses Ziel unmöglich machen, vorhalten.

Wut- oder Mutbürger?

Die „Ostseezeitung“ hat Sie als Wutbürger bezeichnet. Ihnen gefällt das gar nicht. Sie sehen sich lieber als Mutbürger, haben Sie uns im Vorfeld dieses Interviews geschrieben. Warum?

Zunächst habe ich mich über diese Überschrift geärgert. Zwischenzeitlich bekam ich die Absolution durch Herrn Dr. Heiner Geissler. Anlässlich der Sendung von Günther Jauch, bei der er zu Gast im Schöneberger Gasometer war, meinte Geissler, sinngemäß, dass durch die Wutbürger die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen in Schwung kommen und nur dadurch die Demokratie eine ist und sich ständig verändert.

Was ist dagegen ein Mutbürger?

Mit dem Begriff „Mutbürger“ wollte ich die Journalistin drauf hinweisen, dass es nicht immer klug ist, Begriffe zu verwenden, die irgendwann von irgendeinem Kollegen anlässlich irgendwelcher Entwicklungen gesagt oder geschrieben wurden, zu kopieren. Leider hat sie das nicht so ganz verstanden. Allerdings ist dieses Gespräch im Wahlkampf zum Rostocker Oberbürgermeister entstanden. Da ich durch die beiden anderen Blogs zu dieser Zeit erheblich die Rechtschaffenheit des Oberbürgermeisters nebst Verwaltungseinheiten angegangen bin, habe ich dieses natürlich auch verstehen können.

Außerdem finde ich, ist es mutig, sich gegen bestehendes Verwaltungsdenken einzusetzen. Wut würde das gewünschte Ergebnis aber nur gefährden.

Früher Protest gegen „Stuttgart 21“

Sie sind ein erfahrener Widerstandsmensch. Sie haben schon vor 20 Jahren gegen „Stuttgart 21“ protestiert.

Die damaligen Auseinandersetzungen zu „Transversale für Europa“, so wurde das größenwahnsinnige Projekt damals bezeichnet, verliefen nicht auf der Straße. Sie wurden durch spitzfindige Schreibtischtätigkeiten und verbale Hindernisse geführt. Zum damaligen Zeitpunkt war die Finanzierung noch nicht gesichert und somit waren die Vorlagen alle recht vage. Aber schon damals war deutlich, dass das Projekt nur einem europäischen Größenwahn entsprungen sein kann. Wer möchte schon von Paris nach Budapest mit dem Zug Non-Stopp fahren? Das ist nämlich die ursächliche Begründung für das ganze Wahnsinns-Projekt.

Projektillustration für "Stuttgart 21" (Foto: Tunnelconsulting)

Stuttgart ist da nur ein kleiner Nebenkriegsschauplatz mit, zugegeben, apokalyptischen Ausmaßen. Besonders für Menschen mit Behinderungen. Ebenso wie ältere Fahrgäste und Eltern mit Kinderwagen, aber auch Menschen, die mit Gepäck verreisen möchten. Es ist doch wohl „hirnrissig“, wenn man einen nutzbaren Kopfbahnhof zerstört, um Raum für einen komplettbarrieren Tiefbahnhof einzutauschen? Und dafür auch noch mehrere Milliarden Euro vernichtet?

Im Übrigen besteht hierzu eine Website, die auf die baulichen Unzulänglichkeiten, besonders für Menschen mit Behinderungen, hinweist. Es ist scheinbar unerklärbar, warum man Menschen mit aberwitzig hohen Steuergeldzuschüssen diskriminiert. Daher hat weder die Bundesregierung noch die Deutsche Bahn AG bisher diese Nutzungseinschränkungen kommentiert. Nur Herr Dr. Geissler tat das, wurde aber durch die übermächtigen Denkmalverfechter der Deutschen Bahn ausgebootet. Diese sind bis heute jegliche nachvollziehbare Erläuterung zu diesem Thema schuldig.

“Zu kurzfristige Ergebnisverbesserungen“

Wenn Sie zurückblicken… Welche Ihrer Proteste waren am erfolgreichsten?

Welcher Proteste am erfolgreichsten waren, ist nicht zu bewerten. Einige dieser sind noch aktuell und Ergebnisse sind noch nicht auszumachen. Für mich muss ich feststellen, dass bürgerseitiger Aufstand sehr nervenaufreibend ist, da wirtschaftliche Fehlentwicklungen den betroffenen Managern häufig zu kurzfristigen Ergebnisverbesserungen reicht.
Langfristig dann versiegen diese meist wieder, da sie auf Sand gebaut sind. Nur die Fragmente dieser verbohrten Besserwisserei bleiben zurück und fallen als millionenschwere Fehlinvestition auf. Nicht selten ist deren Beseitigung unfinanzierbar. Dies trifft auch auf immaterielle Fehlentwicklungen zu.

Man kann doch nicht 24 Stunden am Tag ein guter oder wütender Mensch sein. Ganz privat gefragt: Was machen Sie denn, wenn Sie weder wütend sind noch Mut machen?

Ich möchte das nicht als Gutmenschentum verstanden wissen. Ich vertrete lediglich mein Verständnis einer „sozialen Marktwirtschaft“. Daher versuche ich, die private Erfüllung mit geschäftlichem Ansporn zu verbinden.

Also doch nicht ruhelos.

Stimmt auch. Aber nur das ständige über den Tellerrand schauen und nach Fehlentwicklungen Ausschau halten, bringt Erkenntnisse, die zur Abschaffung oder besser Verhinderung von solchen Fehlentwicklungen hinweisen. Dabei ist es wichtig, den vielen Fehlentwicklungen nicht mit Wut, sondern mit Besonnenheit zu begegnen…

Ihre Kommentare bei ROLLINGPLANET-Artikeln und Ihre Blogs klingen aber nicht immer sehr besonnen…

Ich gebe zu, an der Gelassenheit mangelt es bei mir hin und wieder mal. Dennoch versuche ich beständig, die Entwicklungen mit einem Augenzwinkern zu bewerten.

So, raus mit der Sprache, Sie müssen sich auch nicht schämen. Was machen Sie also privat, wenn Sie mal gegen nichts protestieren?

Gerne genieße ich die Ruhe der Nordostdeutschen Landschaft und sammle Kräfte für kommende Aufgaben. Spaziergänge stehen dabei hoch im Kurs.

Sehr gerne stöbere ich durch Websites oder kritische Fachzeitschriften. Wenn ich Seiten wie ROLLINGPLANET finde, merke ich, dass meine Erkenntnisse sich mit anderen decken. Es ist eine Bestätigung dafür, dass man kein versprengter Außerirdischer ist, sondern ein Mitglied einer Bevölkerungsgruppe, die endlich durch wachsendes Selbstbewusstsein auf sich und ihrer Rechte aufmerksam macht.

Jetzt vereinnahmen Sie uns aber.

Dann einigen wir uns doch darauf: Sie und ich sollten uns nicht durch Zweifler bremsen lassen, sondern, durch klare Zielvorstellungen geleitet, konsequent das Ziel ansteuern.

Vielen Dank für das Interview.

16. Mai 2012: Die Rubrik “Parkplatzschweine” wurde in “Falsche Behindertenparkplatzfreunde” umbenannt (aus juristischen Gründen).

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28 Kommentare

  1. Michael Ziegert30. April 2012 at 17:36Antworten

    Dazu zwei Fragen:

    Vor der Rewe-Filiale hier im Oberbergischen Much gibt es vor dem Eingang gleich drei Behindertenparkplätze. Diese sind durch Markierungen auf dem Asphalt ausgewiesen – die blauen Hinweisschilder fehlen, obwohl der Betreiber schon mehrfach von verschiedener Stelle darauf hingewiesen wurde.
    Dementsprechend findet man hier nicht nur Parkplatzschweine, sondern auch Menschen, die die Markierung tatsächlich übersehen haben – etwa bei Regen oder gar Schnee. Kann man Rewe verpflichten, solche Schilder zusätzlich aufzustellen? Kann ich da das Ordnungsamt ansprechen?

    Und: Einer der drei Parkplätze wird vom Betreiber regelmäßig als Sonderverkaufsfläche genutzt, etwa für Blumen. Kann man ihm das verbieten?

    • Helge Blankenstein30. April 2012 at 22:54Antworten

      Hallo Herr Ziegert,

      Ja das ist ein Problem, welches aber tatsächlich den Betreiber des Marktes betrifft. Er hat die Auflage, die Plätze einzurichten. Wenn er dieser nicht vollumfänglich nachkommt, verstößt er gegen de Betriebsgenehmigung des Marktes. Riskiert demnach Strafen durch das Ordnungsamt. Berechtigte Parker können aber auch den Betreiber abmahnen. Besonders wenn er die Parkplätze zweckentfremdet. Die Rechte für Menschen mit Behnderungen sind einklagbares Recht.
      Helge Blankenstein

  2. Seba30. April 2012 at 22:00Antworten

    Heue hätte ich gern mitgemacht, ein “Parkplatzschwein” zu fotografieren. Ein Bus stand auf dem einzigen Behindertenplarklptz vor dem Zoogeschäft,das ich heute noch kurz vor Schluss erreichen musste, und war übehaupt froh, dass das Geschäft heute trotz des Feiertag auf hatte. Ich musste dann ca.100 meter entfernt parken. Ich habe Krücken, auf denen ich recht schnell bin, aber musste mich wirklich sehr beeilen,um rechtzeitig in den laden zu können.Ich war total genervt und hatte mir fest vorgenommen, den Bus zu fotografieren, sobald ich mit dem Einkauf fertig war. Als ich fünf Minuten späer den Laden verließ,war der Bus gerade weggefahren. Ich glaube, ich habe mich zum ersten Mal geärgert, dass ein “Parkplatzschwein” weg war :)

  3. rohmann conny16. Mai 2012 at 21:44Antworten

    wie der herr blankenstein seine arbeit verrichtet und wie er dort mit den menschen spricht sollte man dann auch mal filmen,er kann gern auf öffentlichen plätzen seine arbeit verrichten aber nicht auf gelände was privat ist

  4. Helge Blankenstein17. Mai 2012 at 12:55Antworten

    Zum besseren Verständis für “rohmann conny” und allen anderen Mitmenschen die Anhänger dieses Irrglauben sind.

    Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die privaten, jedoch öffentlich nutzbaren Parkplätze in Parkhäusern oder EK-Centern, quasi rechtfreier Raum sind. Dies würde ja bedeuten, dass Beschädigungen an Fahrzeugen auch legal sind. Ladendiebstahl gäbe es nicht mehr. Bitte mal darüber nachdenken. Übrigens in HH hat solcher Gedankengang einem Falschparker mehr als 3.000 Euro Strafe und Gerichtskostn eingebracht.

    Aber filmen ist eine gute Sache. bin ich sofort dabei. Vor allen die, mitunter reichlich blöden, Kommentare brauchte man der Menscheit nicht mehr vorenthalten.

    Man vereinbaren wir eine Termin?

    Helge Blankenstein

  5. h.-j.h.3. Juni 2012 at 18:18Antworten

    1.das behindertenparkplätze nur für behinderte vorbehalten ist,ist richtig. dafür ist aber das ordnungsamt zuständig (aber nicht auf privatgrundstücke). 2.gibt aber auch den herrn blankenstein ,nicht das recht auf so einem zu stehen.wenn er nicht seine frau? im rollstuhl schiebt setzt er sich selbst in den rollstuhl.einen behindertenausweis hat nur die person die eine behinderung hat. personen die falschparker als parkplatzschweine betiteln, die so genannten parkplatzschweinjäger müssen aber in ihren handlungen (wofür sie nicht zuständig sind) sehr sehr vorsichtig sein. in solchen fällen kann ganz schnell aus einem jäger der gejagte werden.diese leute sind auf ärger aus ,kommen meistens aus dem westen, wo sie nichts geworden sind und spielen sich hier im osten auf.wir brauchen hier im osten keine aufpasser bzw. anscheißer !!!

    • Ines Grabow3. Juni 2012 at 21:25Antworten

      Sehr geehrter h.-j.h.,
      das sieht ganz nach “getroffene Hunde bellen” aus. Ich denke, Sie sollten sich mit den aktuellen Gesätzmäßigkeiten besser vertraut machen, bevor Sie hier andere Menschen defamieren und drohen. Im Übrigen ist dieses Ost-West-Gehabe reichlich überholt. Aber es gibt eben immer wieder diese Egoisten, die Recht und Ordnung nach ihrem Verständnis auslegen. Darüber entscheiden dann die Gerichte.

      • h.-j.h.9. Juni 2012 at 14:51Antworten

        hallo frau grabow !es sieht nicht nach betroffene hunde aus , denn ich stelle mich nicht auf behindertenparkplätze.ich kann nur sagen ,hut ab vor leuten mit behinderungen,die trotz behinderung ihr leben meistern.ich persönlich nehme immer rücksicht auf solche leute.was mich an dieser sache ärgert,wie geht man an diese sache heran .natürlich ist es eine sauerei,daß es leute gibt ,die sich einfach auf die behindertenparkplätze stellen.aber man kann nicht einfach fahrzeuge fotografieren und ins netz stellen.vorallem leute als parkplatzschweine betiteln.ich beobachte diesen des öfteren und er stand selst schon auf diesen parkplätzen,was er jetzt natürlich abstreitet (mehre zeugen vorhanden).was sie mir vorhalten ist nicht richtig ,denn es gibt keine gesetze,das man leute anscheißen muß.bedroht habe ich ihn auch nicht,er muß beweisen das jemand unberechtigt auf diesen parkplätzen steht. leute die berechtigt auf diesen parkplätzen stehen,aber kein behinderungsschild am oder im auto haben ,werden von ihm auch parkplatzschweine betitelt,und die werden sich natürlich irgent wie rächen,das habe ich als gejagt gemeint.das mit wessi-ossi gehabe ,könnte ich ihnen jetzt noch mehrere bespiele nennen,wo wessis machenschaften der ossis fotografieren und sogar polizei rufen.natürlich sind nicht allewessis so ,aber die gibt er hier mitler weile auch schon.zum thema parkplatzschweine dafür gibt es behörden,z.b. ordnungsamt ,polizei und auch den abschleppdienst.

        • Ines Grabow10. Juni 2012 at 22:03Antworten

          Hallo h.-j.h., auch wenn es mühssig ist, versuche ich nochmal zu erklären, in der Hoffnung Sie verstehen! Denn allein Ihre Bemerkung, dass Sie persönlich immer auf “solche Leute” Rücksicht nehmen, zeigt, dass dies nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat. Wenn Sie nun meinen, dass Herr Blankenstein widerrechtlich auf einem Behindertenparkplatz parkt und dieses sogar anhand von Zeugen beweisen können, warum um Himmelwillen zeigen Sie ihn denn nicht an? Sicherlich hat ROLLINGPLANT hier eine Spalte frei, wenn der Jäger selbst ein „Parkplatzschwein“ ist. Wenn allerdings nicht, sollten Sie diesen Platz nutzen und sich ENTSCHULDIGEN!
          Ich kann Ihren Frust ja verstehen, schließlich war der letzte Chef des „Ostens“ ein „SAARLÄNDER“!
          Aber es gibt nun mal die Verfassung, in der es lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar…“ und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, in den steht: „Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.“
          Schließlich haben schon die „Prinzen“ (ostdeutsche Popgruppe) gesungen:…Du musst ein Schwein sein in dieser Welt, Schwein sein. Du musst gemein sein in dieser Welt, Gemein sein. Denn willst Du ehrlich durchs Leben geh’n, Ehrlich. Kriegst‘ nen Arschtritt als danke schön, Gefährlich!“
          Ist es da nicht gut, dass es Menschen wie Herrn Blankenstein gibt? Der versucht durch Selbsterfahrung (fährt im Rollstuhl) die Situation von Menschen mit Handicap zu erfassen und auf Augenhöhe zu agieren? Machen Sie doch mit und fangen Sie an Menschen zu akzeptieren wie sie sind! Auch Herrn Blankenstein! :)
          Freundliche Grüße

    • Jürgen4. Juni 2012 at 17:31Antworten

      Im Osten regt sich kein “Einheimischer” darüber auf wenn Nichtberechtigte auf einem Behindertenparkplatz stehen? Auch wieder traurig

  6. Helge Blankenstein3. Juni 2012 at 21:14Antworten

    Sehr geehrter h.-J.h.,
    zunächst ist es Schade, dass Sie versuchen ihre Aussagen hinter einem Synonym zu verstecken. Ist aber bezeichnend. Denn all Ihre Aussagen sind FALSCH:
    Zu 1. Behinderte sind nicht unisono berechtigt auf diesen Behindertenparkplätzen zu parken. Diese Plätze sind ausschließlich für BERCHTIGTE NUTZER vorgesehen. Diese Berechtigung unterliegt engen Rahmenbedingungen.
    Ebenso ist die Meinung, dass Parkplätze die zu Einkaufscentern oder Ladengeschäften gehören nicht der Aufsicht der zuständigen Ordnungsämter unterliegen. Das würde ja einem „rechtsfreien Raum“ gleichkommen.
    Zu 2. Ich habe niemals unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz gestanden. Eine solche Aussage ist schlicht und ergreifend gelogen.
    Dagegen ist die, scheinbar bewusste und gezielt ausgeführte, Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen eine Straftat im Sinne geltender internationaler und nationaler Rechte. Ebenso die Drohung jetzt gejagter zu sein ist von strafrechtlicher Relevanz.
    Pfui Herr h.-j.h

    Helge Blankenstein

  7. h.-j.h.9. Juni 2012 at 17:37Antworten

    hallo herr h. blankenstein ! hier wurde nach meinungen gefragt und habe meinen gedanken, ihnen gegeüber freien lauf gelassen. wenn man den nagel auf kopf strifft ,ist komischer weise alles falsch.ich habe nie gesagt,daß es richtig ist ,wenn leute sich rücksichtslos auf behindertenparkplätze stellen,ärgere mich auch oft darüber. da bin ich mit ihnen einer meinung. habe auch nicht behinderte diskriminiert,im gegenteil,bin gegeüber menschen mit behinderung sehr rücksichtsvoll, also jubeln mir hier nichts unter .mit ausnahme von leuten die sich selbst in den rollstuhl setzen,aber keine behinderung haben,dann auf den parkplätzen umher laufen und in jedes auto sehen.anschließend fotografieren sie diese und stellen sie netz als parkplatzschweine. das geht ja garnicht.da brauchen sie sich doch nicht wundern ,daß man so über sie denkt,so wie ich in diesen fall.bedroht habe ich sie in diesem fall nicht.leute die berechtigt auf einem behidertenparkplatz standen,sie aber keine plakette bzw.ausweis gefunden haben ,sind natürlich darüber erboßt von ihnen als parkplatzschwein betitelt zu werden und werden sich auf irgend einer weise rächen ,das hatte ich damit gemeint. falsch rüber gekommen ! was sie machen ist mir eigendlich egal,bloß wie sie es machen.sie machen wahrscheinlich alles richtig , nur andere machen alles falsch.sie drohen gleich mit gesetze,beschwerden,sie suchen ja nur nach fehler anderer um denen eins auszuwüschen.eins noch, das sie nie auf behinderten stehen kann ich wiederlegen ,zeugen vorhanden.

  8. Ewelyn14. Juli 2012 at 16:21Antworten

    Hallo, ich habe den Beitrag und alle Einträge nicht komplett gelesen, möglicherweise doppelt sich was.

    Ich lebe in einer Stadt (IM OSTEN), die Behindertenparkplätze für eine Kann-Bestimmung hält und zudem im Stadzentrum mit dem üblichen Parkplatzmangel. Ich überlege zu manchen Tageszeiten sehr genau ob ich das eigene PKW oder die Öffentlichen benutze. Was bei einem personengebundenen B-Parkplatz eigentlich nicht sein müsste. Die lieben Mitmenschen und Ihre 101 Ausrede, wäre ein schöner Buchtitel.

    Und ja das macht mich wütend, nur das ändert nichts. Ich fühl mich nicht besser, wenn ich jemanden als “Schwein” bezeichne, so zumindest meine jahrzehntelange Erfahrung. Die Betroffenheit der “Erwischten” ist bei einem freundlichen Hinweis: “Sie haben vergessen, ihren Behindertenausweis sichtbar hinzulegen.” viel größer.

    Meine Steigerung von wütend ist Ohnmacht – ca. 15% der Igronazparker sind andere Behinderte. Wir erwarten von Nichtbehinderten Respekt und behindern uns gegenseitig??? Da fehlen mir einfach die Worte.

    Für diese und andere Fälle wünsche ich mir kreative, zielführende Lösungen. Wie wärs mit kunstvoll gestalteten Behindertenparkplatzschildern, dann fällt die Hab-ich-nicht-gesehen-Ausrede weg. Oder bei drei entsprechenden Strafzetteln einen 2stündigen Rollstuhlparcour in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Kopfsteinpflaster ohne Freikaufmöglichkeit für die Ich-kann-mir-alles-kaufen-Parker. Oder Patenschaften von Schulen für Behindertenparkplätze in der Nähe als Mahner für die es immer eilig habenden Ich-war-nur-ganz-kurz-Eltern …

    Das Leben miteinander erfordert Respekt. Ich finde die Downloadtext-Bezeichnung “Parkplatzschwein” hilft beim Einfordern unser berechtigten Interessen in keinster Weise. Wie wärs statt der “Beleidigung” mit einem netten Hinweis, bei welcher Behörde man Behindertenparkausweise erhält.

    • Helge Blankenstein15. Juli 2012 at 15:31Antworten

      Hallo Evelyn,
      danke für Ihre Einschätzung. Im Großen und Ganzen teile ich Ihrer Auffassung. Die Stadtverwaltungen besitzen vielerorts die Hochnäsigkeit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen als „Kannbestimmungen“ einzustufen. Um das genau abzugleichen ist es erforderlich, die jeweiligen Landesbauverordnungen einsehen. Diese sind im Internet nachzulesen. Normalerweise sind 3 % der Gesamtparkplätze für Parkberechtigte auszuweisen. Dazu kommt, dass diese so im Stadtzentrum zu verteilen sind, dass diese gemäß des Bedarfs angeordnet sein müssen.
      Zum Themenbereich „Parkplatzschwein“ ist zu sagen, dass bereits mehrere Gerichte in den letzten Wochen festgestellt haben, dass der Begriff „Parkplatzschwein“ keine Beleidigung darstellt. Da und das ist wichtig, durch die in der Regel vorsätzliche Fehlbenutzung die Einschränkung der Menschenrechte (Parkberechtigte) deutlich schwerer wiegt, als die Bezeichnung „Parkplatzschwein“. Auch, da der Begriff „Schwein“ durchaus auch mit positiven Begriffen belegt ist. Solange Falschparker, selbst vor Gericht keine Einsicht zeigen, sind wir von der NORMALITÄT noch Lichtjahre entfernt. Viele der Falschparker betrachten die Bestrafung / Veröffentlichung als eine Beschränkung ihrer selbstherrlich eingeräumten Freiheit. Die Einsicht, dass sie dadurch andere Verkehrsteilnehmer, teilweise erheblich einschränken, ist ihnen fremd.
      Erhebungen haben gezeigt, dass die Fehlbenutzung, so wie Sie das schon bemerkt haben, durch Behinderte erfolgen. Dazu gehören die lieben Zeitgenossen die einen Schwerbehindertenausweis auslegen und darauf hoffen, dass die Ordnungshüter dieses akzeptieren. Schlimmer sind aber Angehörige von Betroffenen, die unberechtigt sich die Nutzung erschleichen. Selbst Universitäten schrecken nicht zurück, gesetzliche Auflagen durch eigenmächtige Veränderungen ad Absurdum zu führen.
      Der Begriff „Parkplatzschwein“ ist, wenngleich grenzwertig, in vielen Fällen durchaus berechtigt. Denn wer sich schon mal die vielen Ausreden bis hin zur Androhung von Schlägen über sich hat ergehen lassen, der kann durchaus hin und wieder diesen Begriff als angemessen einordnen. Selbstverständlich kann man die Auffassung vertreten, dass der Klügere nachgibt. Aber wer möchte schon, um es mit Dieter Bohlen zu sagen, immer von unklugen Menschen umgeben sein?
      Ist es denn nicht eine Schweinerei, wenn sich unberechtigte Parker, sich über die Rechte von Menschen mit Berechtigung hinwegsetzen?
      Im Bereich der Beschilderung gehen unsere Sichtweisen erheblich auseinander. Ich denke es gibt eine StVo. Wenn jeder sich daran hält ist vieles geregelt. Oder werden ROTE AMPELN vorsätzlich überfahren, nur weil diese nicht durch Blümchenmuster mehr Beachtung finden? Ich denke eine solche Veralberung ist ein erster Schritt zur Verballhornung der Rechte Behinderter.
      Gewiss, bei der Bestrafung sind deutliche Veränderungen angezeigt. Dies betrifft sowohl die Autofahrer, die Unternehmen die solche Plätze anbieten müssen aber auch die Ordnungsämter die für die Ahnung zuständig sind. Es liegt also ganz einfach am Gesetzgeber hier deutlich zu machen, welchen Stellenwert Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft haben und wie ernst es ihm um die Einhaltung geschaffener Rechte ist.
      Betrachtet man die Vorgaben die durch Gesetze geschaffen wurden, und vergleicht die Schritte zur Umsetzung, kommt man unter Umständen ganz schnell zum Ergebnis, dass es sich, seitens des Gesetzgebers, nur um Heuchelei handeln könnte.
      Abschließend möchte ich den Betreibern dieser Seite gratulieren. Scheinbar sehen sich mehr und mehr Geschädigte und deren Angehörige aufgefordert, Falschparker zu veröffentlichen. Wenn dies als Folge der Veränderung des Titels ist, war es eine sehr erfolgreiche Maßnahme. Es wird deutlich, welchen Umfang die Rechteüberschreitung und dadurch einhergehende Rechtebeschneidung Betroffener, derzeit schon hat.
      Helge Blankenstein

  9. Ewelyn15. Juli 2012 at 23:24Antworten

    Sehr geehrter Herr Blankenstein!

    “Recht haben” und “im Recht sein” ist nicht dasselbe.

    Beispiel: Ich fahre mit meinem PKW zu einem Bahnhof und parke dort auf einem Behindertenparkplatz. Nach der Zugfahrt bin ich am Zielort (oh Wunder) immernoch genauso behindert, darf aber rein rechtlich keine ausgewiesenen Parkplätze nutzen, weil mein Parkausweis ja in meinem PKW zu Hause liegt. Wenn ich dann meinen Behindertenausweis benutzen würde, dürfen Sie mich also auf dieser Seite als “Parkplatzschwein” bezeichnen???

    Und eh Sie jetzt wild mutmaßen – nein, kein von mir gefahrenes Auto oder ein Auto einer von mir bekannten Person, ist auf dieser Seite zu bewundern. Der Spruch vom Bellen der Hunde gehört in die selbe Kategorie wie die Klugheit und das Nachgeben.

    Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie immer gesund bleiben.

    Sehr geehrte Rollingplanet-Redaktion!

    Ich bin über den Namen Hüppe und seine herrschaftliche Meinung zur Inklusion zufällig auf Ihre Seite gestolpert.

    Im Gegensatz zu Herrn Blankenstein bin ich, wie schon beschrieben von Falschparkern auf meinem “eigenen” Parkplatz ganz real und in echt betroffen – sprich Wartezeiten, Umparkerei und unlustige Telefonate mit dem Ordnungsamt. Und ja auch mir fällt es in diesen Situationen nicht immer leicht höflich zu bleiben … Aber ich bin Herrn Blankenstein für seine … Art mit dem Thema umzugehen sogar ein wenig dankbar, denn so hat er es für mich wieder an die richtige Stelle gesetzt. Wenn ich die 10 wichtigsten Dinge nennen müsste, die mein Leben erleichtern, dann wäre der freie Parkplatz nicht darunter. Ganz vorne ständen Vereinfachungen im Bereich medizinischer Leistungen, die Erreichbarkeit und Nutzbarkeit öffentlicher Einrichtungen …. Aus dieser Richtung betrachtet ist die Parkplatzschwein-Hatz für mich eher ein wenn auch ärgerliches “Luxusproblem”. Dafür nimmt es aber auf Ihrer Seite einen, zumindest die Verlinkung betreffend, großen Stellenwert ein. Schade eigentlich.

    Da ich gedanklich Herrn Blankenstein schon mit den Tasten klappern höre, beende ich den Kommentar hier besser …

    • Rollingplanet15. Juli 2012 at 23:45Antworten

      Hallo Ewelyn,

      Ihr Eindruck täuscht :-). Auf ROLLINGPLANET sind bisher 2055 Artikel erschienen – davon beschäftigen sich rund 90 oder 4,4 Prozent mit Falschparkern.

    • Ines Grabow16. Juli 2012 at 08:54Antworten

      Hallo Ewelyn,
      genau diese Einstellung (Beispiel: Ich fahre mit meinem PKW zu einem Bahnhof und parke dort auf einem Behindertenparkplatz. Nach der Zugfahrt bin ich am Zielort (oh Wunder) immernoch genauso behindert, darf aber rein rechtlich keine ausgewiesenen Parkplätze nutzen, weil mein Parkausweis ja in meinem PKW zu Hause liegt. Wenn ich dann meinen Behindertenausweis benutzen würde, dürfen Sie mich also auf dieser Seite als “Parkplatzschwein” bezeichnen???), entbehrt jeglicher Logik, dies ist es auch, was bei Nichtbetroffenen Neid hervorruft und den Nachteilsausgleich in den Hintergrund treten lässt. Man muss ja nicht an zwei Orten gleichzeitig diese Parkplätze belegen, ich selbst auch einen Pkw und habe eine Parkberechtigung,fahre ich mit der Bahn, dann bleibt die Berechtigung im Pkw auf dem entsprechenden Parkplatz und ich muß am Zielort öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder mich eben um andere Parkmöglichkeiten bemühen bzw. ich nehme die Berechtigung mit und lasse mich zum Bahnhof fahren…
      Wenn Sie die Erreichbarkeit von öffentlichen Einrichtungen bemängeln, kommen Sie doch unumwunden wieder zum Thema “Falschparker” oder…?

  10. Ewelyn16. Juli 2012 at 19:35Antworten

    Sehr geehrte Frau Grabow!

    Ich bin eine blonde behinderte Frau und vermutlich aus diesen drei Gründen, habe ich das mit der Logik nicht verstanden. Wenn ich Ihre Idee aufgreife und meinen Parkausweis mitnehme, steht mein Auto doch trotzdem auf einem Parkplatz. Ich belege doch in jedem Fall zwei gleichzeitig. Um genau zu sein sogar drei, denn um meinen Parkausweis mitnehmen zu können, muss ich irgendwo öffentlich parken, mein personengebundener Parkplatz bleibt frei (rein rechtlich zumindest)und ich parke am Zielort. Es ist also logischer drei Parkplätze zu benutzen als zwei? Wem hilft das? Eigentlich benutze ich sobald ich meinen eigenen Parkplatz verlasse doch in jedem Fall einen zweiten. Darf ich das, macht mich das zum “Parkplatzschwein”?

    Liebe Redaktion,

    ich täusche mich gerne, hab natürlich nicht Ihre Zahlen und mein Eindruck war eher ein rein optischer (man nehme die Startseite und male alles rund ums Thema Parkplatz blau).

  11. Manuela und Heiner27. Januar 2013 at 13:29Antworten

    Durch eine andere auch nicht bessere Seite, wurden wir auf so was hier aufmerksam.

    Wir gratulieren dem Herrn Blankenstein recht herzlich zur Legalisierung von Beleidigungen! (Az.: 46 C 186/12), Was anderes ist es aber nicht Parkplatzschwein!

    Haben wir das auch in og. Artikel richtig gelesen? Der Herr hat sich in einen Rollstuhl gesetzt und dann mit einem Taxifahrer um einen BehindertenParkplatz gestritten? Herr Blankenstein ist doch gar nicht Rollstuhlfahrer! Na, so ein Parkplatzschwein! Als Gesunder sich in den Rolli setzen…oh,oh, welche Bezeichnung passt denn da????

    Ja,natürlich war ja zu einem “Forschungszweck” und Glück oder Schwein für einen echten Rollifahrer aber auch! Wo hätte der sich hingestellt, wo doch Her Blankenstein diesen Platz als Gesunder Fußgänger im Rolli dem Taxifahrer schon streitig machte???????

    Tun Sie das öfter Herr Blankenstein?

    Wir sind übrigens beide behinderte Menschen, er selber wegen Amputation im Rollstuhl.

    • Helge Blankenstein27. Januar 2013 at 20:51Antworten

      Sehr geehrte Manuela,
      sehr geehrter Heiner,

      es ist richtig, dass ich mich selber immer mal wieder in die Situation von Menschen mit Behinderungen versetze. Also unter anderem auch einen Rollstuhl nutze. Es ist nämlich nicht möglich Dinge zu verbessern, wenn man nicht weiß von was man spricht.

      Es hat sich gezeigt, dass Menschen mit Behinderungen sehr oft auf zustehende Nutzungsverbesserungen verzichten. Gründe hierfür liegen mit Sicherheit darin begründet, dass viele müde sind, sich immer nur gegen Gedankenlosigkeit und Überheblich durchzusetzen.

      Als Berater, habe ich mehrfach bereits dafür gesorgt, dass Kommunen und Unternehmen durch meine Erfahrungen geleitet, Barrieren abgebaut haben. Wir, in unserem Institut, führen sogar Selbsterfahrungsseminare für Manager durch. Mit dem Erfolg, dass bei künftigen Veränderungen häufig Barrieren erst gar nicht auftreten.

      Wir tun also alles, um die Lebenssituationen für Menschen mit Behinderungen, im Rahmen geltender Gesetze, zu verbessern.

      Es ist nicht richtig, dass ich unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz geparkt habe. Eine solche Situation kann ich mit meinem Rechtsbewusstsein nicht verantworten.

      Die Bezeichnung Parkplatzschwein ist sicher zuerst etwas übertrieben. Ich denke aber, dass weniger als 10 % der Fehlbelegungen aus Unachtsamkeit erfolgen. Das bedeutet aber, dass rd. 90% den Parkberechtigten bewusst vorenthalten werden. Dass also immer wieder Menschen die selbständige Teilhabe bewusst also vorsätzlich vorenthalten werden. Ich kann nur an alle Betroffenen appellieren, deutlich mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln und ihre Rechte durchzusetzen.

      Ich habe noch nie gehört, dass eine Familie auf zustehendes Kindergeld verzichtet, nur aus falscher Rücksichtnahme.

      Das Verwehren von Menschenrechten kann unter bestimmten Umständen eine Straftat darstellen.

      Helge Joachim Blankenstein

      • Manuela und Heiner29. Januar 2013 at 19:24Antworten

        Sehr geehrter Herr Blankenstein,

        Sie mögen in vielem recht haben, aber sich in einen Rollstuhl setzen, als “”gesunder Mann”” und losziehen und z. Bsp., wie oben stolz geschildert, mit Taxifahrern zu streiten…sich am Tag danach als Fußgänger bei ihm zu profilieren, halten wir gelinde gesagt für anmaßend.

        Glauben Sie, dass so was bei Parksündern Eindruck macht? Da muss man sich doch nicht wundern, wenn sich Leute verschaukelt vorkommen. Ernst würden wir so was dann auch nicht mehr nehmen. Das Gegenteil wäre damit erreicht.

        Ihr Vergleich mit dem Kindergeld hinkt auch gewaltig, oder gönnen Sie nun den Kindern,den schwächsten unserer Gesellschaft, auch diese staatliche Leistung nicht, nur weil es Leute gibt, die unberechtigt Rolliparkplätze benutzen?
        Oder hat der Staat auf so einem Parkplatz gestanden und diesen einem Behinderten vorentahlten, der zahlt ja das KiGe.

        Ist es überhaupt erlaubt, fremden Leuten das Auto zu fotografieren und mit Nummernschild, ohne deren Einwilligung, im Internet zu verbreiten? Ist das nicht ein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht oder so was…

        Von der derben Beleidigung, jetzt ja mit richterlicher Genehmigung, mal ganz abgesehen.

        Beleidigen tut immer jemand, der sich nicht mehr anders helfen kann und mit anderen vernünftigen Worten argumentieren will…

        Neulich kam erst im Fernsehen eine Sendung, da sprach eine Kommissarin und da wurde ausdrücklich darauf verwiesen, man solle z.Bsp. auch auf Verkaufsportalen für KFZ nur Autos ohne Einsicht auf das KfZ-Kennzeichen anbieten im Internet.
        Ob das einen bestimmten Grund hatte…weil es ein Rat der Kripo war

        • Helge Blankenstein31. Januar 2013 at 08:55Antworten

          Sehr geehrte Manuel;
          sehr geehrter Heiner,

          wollen wir erreichen, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen respektiert, oder besser verstanden werden, müssen wir diese Belange verdeutlichen. Dies ist vergleichbar mit dem erlernen des Autofahren, oder dem erlernen eines Berufs. Ein großer Teil des notwendigen Wissens wird durch Erfahrung übernommen.

          Wir sind bemüht den Entscheidern diese Ausbildung, basierend auf praktischen Erfahrungen, zu vermitteln.

          Derzeit beruhen die Diskriminierungen, dies haben Untersuchungen ergeben, zum überwiegenden Teil auf Unwissen und daraus resultierend Unsicherheit und Ängsten.

          Dieses Unwissen ist es aber letztlich, das zu den herrschenden Ungleichbehandlungen und leichtfertigen Leistungsverweigerungen führt. Daher ist es wichtig aufzuzeigen, dass die Rechte von Menschen mit Behinderungen einklagbares Recht darstellen und sich Menschen mit Behinderungen nur wegen ihrer Andersartigkeit nicht unterzuordnen haben.

          Im Falle des Kindergeldes wollte ich aufzeigen, dass sich sofort alle empören. Zu Recht haben Sie erwähnt, dass Kinder ihre Rechte beraubt würden. Damit hätte ich mein Ziel erreicht. Denn mit den Rechten von Menschen mit Behinderungen sieht es genauso aus. Diese werden immer und überall beschnitten.

          Im Falle der Falschparker ist es so, dass der überwiegende Teil unberechtigter Parker dies mit Vorsatz, also bewusst tut. Im Ergebnis also jene Menschen, die auf diese Schnittstellen angewiesen sind, der selbständigen Teilhabe berauben.

          Zu den Darstellungen im Internet, es ist selbstverständlich erlaubt, diese Bilder mit Kennzeichen einzustellen. Da es sich hier, geht man vom Grundgesetz aus, um eine Straftet handeln kann, ist es sogar geboten dieses zu veröffentlichen.

          Die Sache mit dem Taxifahrer gestaltete sich etwas anders. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich ihm das gern erläutert hätte. Er jedoch hatte nur Verständnis für den Falschparker und hat meine Erklärung nicht hören wollen. Er war es nicht einmal der falsch parkte. Also auch hier kann von Verschaukeln oder sonstiges keine Rede sein.

          Auch die Sache, dass Parkplatzschwein nicht unbedingt eine Beleidung sein muss, bedeutet, also keinesfalls einen Freibrief. War es hier lediglich durch Die Situation gerechtfertigt. Außerdem hat rollingplanet.net die Bezeichnung in diesem Zusammenhang ohne Anerkennung einer rechtlichen Auflage, von sich aus geändert.

          Stellt sich die Frage, warum sollen Menschen mit Behinderungen Leisetreter sein und lieber zurückstecken, nur weil andere Zeitgenossen meinen sich wichtiger zu nehmen. Schließlich sind es gerade Menschen mit Behinderungen die hunderttausende von Arbeitsplätzen in unserem Land schaffen. Ist man automatisch weniger Wert, nur weil man eine sinnes- oder motorische Einschränkung hat? Ich behaupte NEIN!

          Inklusion bedeutet auch, dass Respekt vermittelt werden muss. Das geht hin und wieder nur mit deutlichen Mitteln.

          Helge Joachim Blankenstein

          • Manuela und Heiner31. Januar 2013 at 13:49

            Sehr geehrter Herr Blankenstein,

            Wir sind nicht so verbittert, eher lebensfroh und das trotz Behinderung.

            Aus Ihren gesamten Darstellungen liest man doch eine arge Verbitterung heraus, warum auch immer.

            Sie schreiben z.Bsp. von unterordnen von Behinderten, dass Rechte von Behinderten “”immer und überall”” beschnitten werden…

            Das stimmt doch gar nicht.

            Sie wissen sicher besser als wir, was alles in den letzten Jahren auch an Nachteilsausgleichen für Behinderte geschaffen wurde. Man darf nicht alles nur runtermachen und kleinreden.

            Ob finanziell, arbeitsrechtlich, medizinisch und sonstige Vorteile. Bei der Bahn, GEZ, Hilfsmittelbereitstellung, öfffentliche Vergünstigungen der Städte und noch viel mehr. Auch gesetzliche Vorgaben bei Neubauten und und…

            Sicher könnte das eine oder andere noch verbessert werden, aber das geht doch gesunden Leuten teilweise auch so.
            Keiner ist weniger wert als der andere, aber auch nicht mehr. Egal ob gesund oder behindert. Leisetreter muss niemand sein, aber auch nicht zu vorlaut und berechtigt andere zu beleidigen.

            Wir sind bis jetzt mit ordentlicher Ansprache, auch zu Problemen, immer noch am besten gefahren.

            Was das Darstellen von PKW-Kennzeichen im Internet betrifft, überzeugt es uns nicht, was Sie schreiben.
            Haben Sie da evtl. ein Urteil oder etwas wo man das nachlesen kann, das so was erlaubt ist? Oder ist das nur Ihre ganz persönliche Auslegung?

            Das würde doch im Umkehrschluss bedeuten, es dürfen auch andere Straftaten im Internet angeprangert werden. Ladendiebstahl, Schwarzfahren und dgl. oder auch schlimmeres.

            Manuela und Heiner

  12. Ines Grabow27. Januar 2013 at 19:53Antworten

    Es ist schon beschämend lesen zu müssen, wie Betroffene hier urteilen, obwohl es um ihre Rechte geht. Wenn man Geschriebenes nicht lesen oder verstehen kann, sollte man sich auch mit Kommentaren zürückhalten.
    Im Zeichen der Inklusion, ist ein gegenseitiges Verständnis unbedingte Voraussetzung, was kann also schlecht daran sein, Erfahrungen über andere Situationen zu sammeln?
    Falls es jemanden wichtig erscheind, ich bin selbst betroffen (Spastikerin) und die Lebensgefährtin von Herrn Blankensten.

  13. Manuela und Heiner28. Januar 2013 at 12:46Antworten

    Zitat Frau Grabow : “”Es ist schon beschämend lesen zu müssen, wie Betroffene hier urteilen, obwohl es um ihre Rechte geht.””

    Aha! Weil es um Rechte geht, hat man automatisch auch ein Recht andere zu beleidigen? Was ist denn das für eine verschobene Rechtsauffassung! Die ist doch wohl eher beschämend.

    Zitat Frau Grabow: “”Im Zeichen der Inklusion, ist ein gegenseitiges Verständnis unbedingte Voraussetzung…””

    Soll das heißen, ein Verkehrsteilnehmer muss fehlerfrei sein und ein Rollstuhlfahrer darf, bei einem Fehler von diesem, wüste Beleidigungen ins Internet setzen?
    Komische Auffassung von Inklusion und gegenseitigem Verständnis, etwas einseitig und nur zum Vorteil des Rollifahrers.

    Gegenseitiges Verständnis, fängt ja wohl wo anders an. Probleme können auch auf vernünftige Art geklärt werden, ohne Beleidigungen. Behinderte mit Berechtigung auf einen Rolliparkplatz haben sich genau so wie jeder andere Bürger an einen respektvollen zwischenmenschlichen Umgang zu halten.

    Um es auch für Frau Grabow zu verdeutlichen. Wir sind selber Betroffene und finden es nicht korrekt, wenn ein Fußgänger auf einem Rolliparkplatz parkt.

    Es geht um diese Beleidigung, die wir nicht in Ordnung, sogar unverschämt finden!
    Wenn der Herr Blankenstein einigermaßen an einem vernünftigem Miteinander von Gesunden und Behinderten interessiert wäre, hätte er eine ander Wortwahl getroffen.

    Der Mann scheint aber einer zu sein…Immer auf Krawall gebürstet, provozieren um jeden Preis. Los ziehen um gezielt Falschparker zu finden. Hauptsache wichtig machen. zzzzzzzzzzz
    Kann er denn mit seiner Zeit nichts besseres anfangen, so wie jeder andere Bürger auch.

  14. Ines Grabow28. Januar 2013 at 18:04Antworten

    Manuela und Heiner,
    nochmal zum Verständnis, Herr Blankenstein hat niemanden beleidigt, die Zettel “Parkplatzschweine” stammen aus der Rubrik von ROLLINGPLANET (für Jeden zum Download verfügbar). Es hat nun ein Gericht geurteilt, dass dieses nicht unbedingt als Beleidigung zu werten ist. Wenn Sie also urteilen, sollten Sie alle “Seiten” betrachten. Unberächtigtes Parken auf einem Behindertenparkplatz stellt auf jeden Fall eine Straftat dar!

  15. Samuel Lewis28. August 2013 at 03:02Antworten

    Was mich am meisten Stört von nicht Behinderte auf Behinderte Parkplätze. “Ich will schnell meine Kind abholen” , “Ich will schnell etwas Machen”. Schnell heißt ich habe eine Gesunde Körper. Warum dann???

  16. bernd rosentreter3. März 2014 at 12:34Antworten

    So eine Frechheit das sich immer so viele menschen anmaßen sich ohne gründe auf einen behinderten parkplatz zu stellen. eine super aktion diese nunmal an den pranger zu stellen! so isses richtig! die gehören mal alle kräftig abgemahnt

    lg bernd

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