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Immer noch eine so berührende, schöne, ermutigende Story: Team Hoyt – ja, du kannst!

ROLLINGPLANET zeigt ein ergreifendes Video und wundert sich: Warum hat noch niemand diese Geschichte fürs Kino verfilmt?

Dick und Rick Hoyt (Foto: Hoyt Foundation)

Die Kurzfassung (Treatment für Kinoproduzenten)

Eines Tages fragt ein Sohn seinen Vater, der sich geweigert hatte, ihn in ein Pflegeheim zu geben: “Papa, läufst du mit mir einen Marathon?”

Der Vater antwortet: “Ja!”

Und sie laufen zusammen ihren ersten Marathon.

Ein anderes Mal fragt der Sohn wieder: “Papa, läufst du mit mir noch einen Marathon?”

Und der Vater antwortet wieder: “Ja, mein Sohn!”

Eines Tages fragt der Sohn seinen Vater: “Papa, willst du einen Ironman mit mir zusammen bestreiten?” (4 km schwimmen, 180 km Rad fahren, 42 km laufen), und der Vater antwortet mit “Ja”…

Und das ist die ausführliche Geschichte

Das Team Hoyt aus Massachusetts (USA) besteht aus Vater (Dick Hoyt, geboren 1940) und Sohn (Rick Hoyt, geboren am 10. Januar 1962), die zusammen an Marathons, Triathlons und anderen athletischen Herausforderungen teilnehmen. Bei den sportlichen Wettbewerben trägt, zieht oder schiebt Dick seinen gelähmten Sohn in speziellen Rädern, Rollstühlen oder Schlauchbooten mit sich.

Rick hat Infantile Zerebralparese – weil bei der Geburt seine Nabelschnur um seinen Hals gewickelt war, wurde sein Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Er kann weder laufen noch sprechen. Seine Ärzte prognostizierten, er würde nie fähig zur Kognition sein. Dick und Judy wurde empfohlen, ihren Sohn in ein Pflegeheim zu geben – doch die beiden ignorierten den Rat. Sie bestanden sogar darauf, dass Rick an einer normalen Schule aufgenommen wird. Das gelang nach jahrelangem Kampf.

Humor rettet Leben

„Erst mit einem Besuch bei Wissenschaftlern der Tufts Universität in Neu England gelingt es, der Außenwelt zu beweisen, was die Familie längst weiß: Rick ist intelligent. ‚Erzählt ihm einen Witz’, fordert Vater Dick die Mitarbeiter der Uni auf. Ricks Erkennen der Pointe, sein herzerfrischendes Lachen überzeugt die Ingenieure. Von nun an wollen sie eine Maschine konstruieren, mit der sich Rick verständigen kann“, schreibt SPON-Kolumnist Achim Achilles (Pseudonym des Journalisten Hajo Schumacher).

Wer Humor hat, hat Intelligenz. Man lehrte also Rick, einen speziellen Computer zur Kommunikation zu benutzen, den er durch Bewegungen seines Kopfes bediente. Seine ersten geschriebenen Worte waren „Go Bruins!“ (bezogen auf das Boston Bruins Eishockeyteam). Erst jetzt erfuhren Ricks Eltern von seiner Sportbegeisterung.

Dick Hoyt ist pensionierter Oberstleutnant der Air National Guard. Rick Hoyt erwarb einen College-Abschluss an der Boston University und arbeitet heute am Boston College. Beide nehmen bis heute an sportlichen Wettbewerben teil und treten als Motivationstrainer auf. Bis zum Juni 2009 hatte das Team Hoyt an über 1000 Sportveranstaltungen teilgenommen, unter anderem an 229 Triathlons (davon sechs Ironman), 20 Duathlons und 66 Marathons. Die 1000. Teilnahme war der Boston Marathon 2009. Auf einer Radtour durch die USA 1992 legten sie in 45 Tagen 6010 km zurück.

Für dieses Jahr sind derzeit drei Rennen geplant – der Vater ist mittlerweile 72 Jahre alt.

Auf die Frage, was Rick sich wünschte, für seinen Vater tun zu können, antwortete er: „Am liebsten würde ich meinen Vater in den Stuhl setzen und ihn einmal schieben.“

1989 wurde die Team Hoyt Stiftung als Nonprofit-Organisation gegründet: www.teamhoyt.com

Aufmerksam geworden durch einen Tweet der Fürst Donnersmarck Stiftung/Quellen: Webseite der Hoyt Stiftung und Wikipedia.

Video: Yes, you can

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