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	<title>Kommentare zu: Wo kommen denn all die kleinen Pukys her?</title>
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		<title>Von: Helge Blankenstein</title>
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		<dc:creator>Helge Blankenstein</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:50:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es wird Zeit, sozialintelligentes Management umzusetzen. Aussagen wie die des Herrn Prof. Halfar von der katholischen Universität Eichstätt würden dann der Vergangenheit angehören.
Wer sich die Mühe macht und den Bericht komplett zu lesen, der erkennt den ganzen Zynismus aller Projektbeteiligter.  Die Aussage von Prof. Dr. Bernd Halfar (katholische Universität Eichstätt)“ Die Werkstätten sind der einzige Bereiche, auf dem Arbeitsmarkt, in dem Niedriglöhne akzeptiert und akzeptabel sind.“,  erscheint da noch am unverfänglichsten. Dennoch stellt sich die Frage, ob sich die katholische Kirche vor den Karren der Ausbeutung „Behinderter Menschen“ spannen darf oder sollte.
Ebenso die Aussagen des Geschäftsführers Ralf Puslat. Er verzichtet, vermutlich aus schlechtem Gewissen, die tatsächlichen Umsatzzahlen offenzulegen. Er steht an vorderster Stelle, geht es um Erniedrigungen. Der gute Mann verkauft produktionstechnische Abläufe, wie sie in jeder Produktion stattfinden, als besondere Herausforderung. Verschweigt mal eben dass er selbst dafür Steuergelder bekommt. Dann mal hier etwas Steuererlass, mal dort auf die Tränendrüse drücken. Eigentlich ist dieser Betrieb ein Staatsunternehmen. Er hat zwei Finanzierungsquellen aufgetan. Einmal den Kunden, der die Räder kauft und den Steuerzahler, der durch eine unglaubliche Gesetzeslücke diesen raffgierigen Unternehmen auch noch Geld hinterher wirft. Das alles, weil der Herr Prof. Halvar die Welt davon zu überzeugen versucht, dass Behinderte keinen Anspruch auf Gleichbehandlung haben?
Den „Vogel“ schießt aber der Geschäftsführer Weidenfeld ab. Er, so die Financial Times Deutschland, spricht von einem Verhältnis auf Augenhöhe. Behinderte in die Arbeitswelt einzubinden, sagt er, das funktioniere nicht wie ein Hebel, den man umlegt. &quot;Es sind tausend kleine Schritte, bei denen es darum geht, die Angst vor Menschen mit Behinderung zu verlieren und festzustellen, dass der Umgang miteinander Spaß macht und alle Beteiligten bereichert.&quot;
Augenhöhe schließt bei dieser Kooperation gleichwertige Bezahlung der eigentlichen Leistungsträger aus? 
Aber wer mit Werkstätten kooperiert, die als reines Wirtschaftsunternehmen agieren, deren Ziele sich auf betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung beschränken, kann nicht erwarten dass soziale Intelligenz regiert. Schade. 
Es zeigt sich aber deutlich, dass Menschen mit Behinderungen maßgeblichen Anteil am volkswirtschaftlichen Gesamteinkommen haben. Es bestätigt sich auch, dass die Rechte derer aber mit Füßen getreten werden. 
 Wo bleibt der Aufschrei? 
Wo bleibt deren Interessenvertreter? Ich meine damit Interessenvertreter  die sich politischer Unterstützung erfreuen und sich medienwirksam als Vertreter der Interessen „Behinderter“ aufspielen. Verbände und Vereine werden doch immer als Mittler angeführt. Oder sind diese auch nur in eigener Sache unterwegs? Jeder Arbeitnehmer kann gewerkschaftliche Hilfe in Anspruch nehmen.  Gleichberechtigte Teilhabe Behinderter macht offenbar auch um dieses Grundrecht einen großen Bogen. Selbst unser Finanzminister hat sich kürzlich geoutet und öffentlich festgestellt, dass Menschen mit Behinderungen nicht auf Augenhöhe verhandeln können.
Die Idee war früher gut. Was die Wirtschaftsinteressen daraus gemacht haben ist abscheuliche Ausbeutung. Es wird Zeit, dass solche Geschäftsmodelle auf den Prüfstand kommen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird Zeit, sozialintelligentes Management umzusetzen. Aussagen wie die des Herrn Prof. Halfar von der katholischen Universität Eichstätt würden dann der Vergangenheit angehören.<br />
Wer sich die Mühe macht und den Bericht komplett zu lesen, der erkennt den ganzen Zynismus aller Projektbeteiligter.  Die Aussage von Prof. Dr. Bernd Halfar (katholische Universität Eichstätt)“ Die Werkstätten sind der einzige Bereiche, auf dem Arbeitsmarkt, in dem Niedriglöhne akzeptiert und akzeptabel sind.“,  erscheint da noch am unverfänglichsten. Dennoch stellt sich die Frage, ob sich die katholische Kirche vor den Karren der Ausbeutung „Behinderter Menschen“ spannen darf oder sollte.<br />
Ebenso die Aussagen des Geschäftsführers Ralf Puslat. Er verzichtet, vermutlich aus schlechtem Gewissen, die tatsächlichen Umsatzzahlen offenzulegen. Er steht an vorderster Stelle, geht es um Erniedrigungen. Der gute Mann verkauft produktionstechnische Abläufe, wie sie in jeder Produktion stattfinden, als besondere Herausforderung. Verschweigt mal eben dass er selbst dafür Steuergelder bekommt. Dann mal hier etwas Steuererlass, mal dort auf die Tränendrüse drücken. Eigentlich ist dieser Betrieb ein Staatsunternehmen. Er hat zwei Finanzierungsquellen aufgetan. Einmal den Kunden, der die Räder kauft und den Steuerzahler, der durch eine unglaubliche Gesetzeslücke diesen raffgierigen Unternehmen auch noch Geld hinterher wirft. Das alles, weil der Herr Prof. Halvar die Welt davon zu überzeugen versucht, dass Behinderte keinen Anspruch auf Gleichbehandlung haben?<br />
Den „Vogel“ schießt aber der Geschäftsführer Weidenfeld ab. Er, so die Financial Times Deutschland, spricht von einem Verhältnis auf Augenhöhe. Behinderte in die Arbeitswelt einzubinden, sagt er, das funktioniere nicht wie ein Hebel, den man umlegt. &#8220;Es sind tausend kleine Schritte, bei denen es darum geht, die Angst vor Menschen mit Behinderung zu verlieren und festzustellen, dass der Umgang miteinander Spaß macht und alle Beteiligten bereichert.&#8221;<br />
Augenhöhe schließt bei dieser Kooperation gleichwertige Bezahlung der eigentlichen Leistungsträger aus?<br />
Aber wer mit Werkstätten kooperiert, die als reines Wirtschaftsunternehmen agieren, deren Ziele sich auf betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung beschränken, kann nicht erwarten dass soziale Intelligenz regiert. Schade.<br />
Es zeigt sich aber deutlich, dass Menschen mit Behinderungen maßgeblichen Anteil am volkswirtschaftlichen Gesamteinkommen haben. Es bestätigt sich auch, dass die Rechte derer aber mit Füßen getreten werden.<br />
 Wo bleibt der Aufschrei?<br />
Wo bleibt deren Interessenvertreter? Ich meine damit Interessenvertreter  die sich politischer Unterstützung erfreuen und sich medienwirksam als Vertreter der Interessen „Behinderter“ aufspielen. Verbände und Vereine werden doch immer als Mittler angeführt. Oder sind diese auch nur in eigener Sache unterwegs? Jeder Arbeitnehmer kann gewerkschaftliche Hilfe in Anspruch nehmen.  Gleichberechtigte Teilhabe Behinderter macht offenbar auch um dieses Grundrecht einen großen Bogen. Selbst unser Finanzminister hat sich kürzlich geoutet und öffentlich festgestellt, dass Menschen mit Behinderungen nicht auf Augenhöhe verhandeln können.<br />
Die Idee war früher gut. Was die Wirtschaftsinteressen daraus gemacht haben ist abscheuliche Ausbeutung. Es wird Zeit, dass solche Geschäftsmodelle auf den Prüfstand kommen.</p>
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