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Die unbekannte Behinderung – das fetale Alkoholsyndrom
Drogenbeauftragte und Behindertenbeauftragter fordern gezielte Hilfe für Kinder mit fetalem Alkoholsyndrom. Dazu fand ein Fachgespräch im Bundestag statt.
Fatal und fetal: Alkohol während der Schwangerschaft kann ein Leben zerstören (Foto: JMG/pixelio.de)
Auf Einladung der Drogenbeauftragten und des Behindertenbeauftragten diskutierten gestern im Deutschen Bundestag Bundestagsabgeordnete mit Ärzten, Juristen und Therapeuten sowie betroffenen Adoptiv- und Pflegeeltern über eine bessere Teilhabe von Kindern mit fetalem Alkoholsyndrom (FASD).
Das Fachgespräch brachte zum ersten Mal die verschiedenen Disziplinen gemeinsam mit den Adoptiv- und Pflegeeltern der betroffenen Kinder an einen Tisch.
Ärzte und Behörden kennen sich oft nicht aus
Durch den Alkoholkonsum ihrer leiblichen Mütter entsteht bei diesen Kindern im Mutterleib eine körperliche und sogenannte „geistige Behinderung”. Der Großteil dieser Kinder ist auf eine lebenslange Unterstützung angewiesen.
Im Gegensatz zu anderen Behinderungen sei das fetale Alkoholsyndrom bei Ärzten, Hebammen und bei den zuständigen Behörden oft zu wenig bekannt. Dies habe fatale Folgen für die betroffenen Kinder.
Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, erklärt hierzu: “Einer der wichtigsten Punkte ist, ausreichende unterstützende Wohnformen für Menschen mit fetalem Alkoholsyndrom zu schaffen. Oft fallen diese Menschen heute in ein Loch und werden obdachlos. Außerdem muss die Aufklärung der Bevölkerung über den Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft verstärkt werden.”
Kein Alkohol – dem Kind zuliebe
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, MdB, sagte: “Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu einer lebenslangen Behinderung des Kindes führen. Deshalb gilt in der Schwangerschaft die einfache Regel: kein Alkohol, dem Kinde zuliebe.
Wichtig sei es, Leitlinien zur Diagnose des fetalen Alkoholsyndroms zu verabschieden, damit die zuständigen Versorgungsämter den Grad der Behinderung feststellen können: „Nur so ist eine angemessene Förderung der FASD-Kinder möglich“, so Dychmans.

















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