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Paralympics-Zeitungs-Team trainiert in Manchester für London 2012

Dreitägiger Workshop: Beim BT Paralympic World Cup in Manchester führten die Schülerredakteure Interviews mit internationalen Athleten und schrieben erste Artikel. Vom 29. August bis 09. September 2012 werden sie dann von den Paralympics in London berichten.

Gruppenbild der Schüler und Referenten am ersten Tag beim Workshop der Paralympic Post/Paralympics Zeitung im "Hillscourt Education Centre" in Rednal bei Birmingham in England. (Foto: Thilo Rückeis/Der Tagesspiegel)

„Es mag paradox klingen, aber beim Rollstuhlbasketball sah ich wenig von einer ‚Behinderung‘“, sagte Maxie Borchert rückblickend. „Ich war fasziniert, wie schnell, wie wendig und wie ungehemmt sich die Spieler auf dem Feld bewegten.“ Die 18jährige Maxie Borchert ist eine der zehn Schülerredakteure aus Deutschland und der Schweiz, die zum Vorbereitungsworkshop der Paralympics Zeitung vom 25. bis 27. Mai nach England gereist sind. Dort trafen sie auf die britische Hälfte des Redaktionsteams: zehn Schüler aus England, Nordirland und Wales.

Im Sommer werden die 20 Schüler gemeinsam für die Paralympics Zeitung über die Spiele in London berichten. Der Workshop diente der thematischen Vorbereitung und als praktische Schreibübung für die Nachwuchsjournalisten.

Tipps von den Experten

Zunächst bekamen die Schüler von Profijournalisten eine Einführung in die Paralympischen Sportarten und Tipps für die Berichterstattung. Der Sportjournalist David Smith von der Partnerzeitung London Evening Standard sagte: „Das Wichtigste ist, die Geschichte in der simplen Sportnachricht zu finden.“ Der Pressesprecher der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und Mitherausgeber der Paralympics Zeitung, Gregor Doepke, ergänzte: „Zu allererst schreibt Ihr über großartige Athleten. Fokussiert Euch auf das Talent und die Leistungsfähigkeit, nicht auf die Behinderung.“

Am nächsten Morgen setzten die Schüler diese Tipps um und kamen beim BT Paralympic World Cup in Manchester zum ersten Mal als Reporter zum Einsatz. Sie sahen unter anderem die Medaillenspiele im Rollstuhlbasketball, sie führten Interviews mit Sportlern und Trainern, recherchierten und schrieben Reportagen, die anschließend redigiert wurden. Alles ganz wie im echten Journalistenleben.

Der Autor ist nicht der Star

„Anfangs war mein einziges Ziel meinen Namen als Autor unter einem Artikel in der Zeitung zu sehen. Nachdem ich diese starken Athleten kennen gelernt habe, will ich, dass ich mit meinen Texten so viele Menschen wie möglich für den Paralympischen Sport begeistern kann“, sagte der 19jährige Nicolas Feißt, der bis spät in die Nacht an seiner Reportage gefeilt hatte.

Die Vizepräsidentin des Britischen Paralympischen Komitees, Ann Cutcliffe, war ebenfalls Gast beim Workshop und freute sich über die Zusammenarbeit des internationalen Redaktionsteams. Sie sieht in dem deutsch-britischen Zeitungsprojekt die Freundschaft gespiegelt, durch die die Paralympische Bewegung einst begann: Der deutsche Arzt Ludwig Guttmann veranstaltete mit Hilfe seiner britischen Kollegen in Stoke Mandeville 1948 die ersten Paralympics.

In den kommenden Monaten werden die Schülerredakteure nun für die erste Zeitungsausgabe recherchieren, Interviews führen und europäische Sportveranstaltungen besuchen.

Die Ausgaben der Paralympics Zeitung erscheinen vom 30. August bis zum 13. September 2012 unter anderem als Beilage in „Die Zeit“, „Handelsblatt“, „Der Tagesspiegel“ und den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. Das Zeitungsprojekt wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet. Zuletzt ehrte der Weltzeitungsverlegerverband (WAN-IFRA) die Paralympics Zeitung 2010 mit dem „World Young Reader Prize“ in der Kategorie „Making the News“.

Seit den Sommerspielen in Athen 2004 geben die Tageszeitung Der Tagesspiegel, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die Agentur panta rhei regelmäßig die Paralympics Zeitung gemeinsam heraus.

Das ist die Redaktion

Die zehn deutschsprachigen Redakteure der Paralympics Zeitung London 2012 sind:

Alexander Kauschanski, Viktoriaschule, Aachen
Alisha Mathis, Kantonsschule Zürcher Oberland, Schweiz
Benjamin Scholz, Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg
Dominik Prüfer, Gewerbliche Schule (Technisches Gymnasium), Crailsheim
Enya Wolf, Kurt-Huber-Gymnasium, Gräfelfing
Karla Imdahl, Rudolf-Steiner-Schule, Schwenningen
Maxie Borchert, Schul- und Leistungssportzentrum Berlin, Standort Europasportpark
Nicolas Feißt, Oken-Gymnasium, Offenburg
Nora Tschepe-Wiesinger, Droste-Hülshoff-Schule, Berlin
Wibke Schumacher, Evangelisches Gymnasium, Meinerzhagen

Quelle: Paralympics-Zeitung/Der Tagesspiegel

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