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25 Jahre „Gib Aids keine Chance“ (1): Neue Strategien gesucht
25 Jahre nach dem Start der Kampagne „Gib Aids keine Chance“ sieht Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Weil die finanziellen Mittel knapper werden, hofft man auf neue Geldgeber und das Internet.
Vor 25 Jahren wurde die Kampagne “Gib Aids keine Chance” gestartet
Das Logo von „Gib Aids keine Chance“ ziert seit etlichen Jahren Plakate, Schulhefte und Werbespots. Die zuständige Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zieht eine positive Bilanz. Weniger Geld zwingt die Experten dort jedoch nun zu neuen Strategien.
„Ich würde nie behaupten, wir sind schon am Ende aller Aufklärungsstrategien, weil es offensichtlich Menschen gibt, die wir noch nicht gut genug erreicht haben“, sagte die BZgA-Direktorin der Nachrichtenagentur dpa. Etwa 86 Prozent der Erwachsenen in Deutschland schützen sich laut Pott mit Kondomen vor einer Infektion. Das bedeute allerdings auch, dass sich mehr als zehn Prozent nicht ausreichend schützten.
Wegen eines knapperen Budgets setzt Pott auf neue Geldgeber und das Internet. „Ende der 90er Jahre wurden die Mittel immer weiter gekürzt.“ Die Arbeit der Bundeszentrale habe dadurch nicht mehr so viele Menschen erreichen können wie zuvor. Zwischen 2003 und 2006 seien dann die Neuinfektionen mit dem HI-Virus in Deutschland angestiegen. „Das konnten wir dann durch neue Wege stabilisieren.“
Internet statt Fernsehspots
Dazu suchte sich die Bundeszentrale andere Partner. Seit 2005 unterstütze der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) die Kampagnen mit 3,4 Millionen Euro jährlich. Außerdem lasse der Fachverband Außenwerbung Plakate kostenlos aushängen. „2011 hatten wir erst mal wieder einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionszahlen auf 2.700“, sagte die BZgA-Direktorin. „Der Wissensstand über Ansteckungswege und Schutzmöglichkeiten liegt bei 90 Prozent in der Bevölkerung. Das Schutzverhalten ist langsam und kontinuierlich gewachsen.»
Fernsehspots zur besten Sendezeit – das sei allerdings vorbei. „Diese Aufklärungsschiene haben wir heute nicht mehr“, sagte Pott. Dafür setze die Bundeszentrale zunehmend auf das Internet. „Daraus kann natürlich grundsätzlich der Eindruck entstehen, es wird nicht mehr so viel aufgeklärt.“
Die 1967 gegründete Kölner Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat etwa 180 Mitarbeiter. Die Fachbehörde des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt Strategien zur Gesundheitserziehung und Prävention. Die 1987 begonnene Kampagne „Gib Aids keine Chance“ ist das bisher umfassendste Programm.
(dpa)
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