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25 Jahre „Gib Aids keine Chance“ (3): Das müssen Sie über HIV wissen

Die kleine Aufklärungskampagne von ROLLINGPLANET: Was ist Aids? Wie viele sind betroffen? Wie gut wirken Medikamente? Wie riskant ist Oralverkehr ohne Kondom?

Das ist Aids

Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für die unheilbare Krankheit Aids. Es wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen (siehe nächster Punkte). Das Virus baut seine Erbsubstanz fest in die DNA des Menschen ein und lässt sich derzeit nicht daraus vertreiben. Das Virus ist sehr wandlungsfähig. Herkömmliche Impfstrategien funktionieren deshalb nicht. Viele Tests für einen Impfstoff schlugen bereits fehl.

So stecke ich mich an

Das HI-Virus wird mit Körperflüssigkeiten übertragen: Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch.

Wenn diese Flüssigkeiten in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangen, kann eine HIV-Infektion weitergegeben werden. Das ist möglich bei Kontakt mit Schleimhäuten (Bindehaut, Mund, Nase, Vagina, Eichel, innere Vorhaut, Anus, Harnröhre) auch wenn keine spürbaren Verletzungen vorhanden sind. Ebenso über die gemeinsame Nutzung von Spritzbestecken bei Drogenkonsumenten. Nur sehr selten wird HIV durch Hautverletzungen und offene Wunden an der Hautoberfläche übertragen.

Die häufigsten Infektionswege sind der Vaginal- oder Analverkehr ohne Kondom. Das Risiko bei Oralverkehr ohne Kondom ist gering, aber vorhanden. Bei Bluttransfusionen kann es theoretisch zur Übertragung kommen. Durch verschiedene Testverfahren bei der Herstellung von Blutprodukten ist dieses Risiko in Deutschland jedoch verschwindend gering.

So stecke ich mich nicht an

Wer einem HIV-Infizierten die Hand schüttelt oder dieselbe Toilette benutzt, kann sich nicht anstecken. Durch einen Kuss hat sich weltweit noch kein Mensch angesteckt, auch nicht durch Insektenstiche. Kein Risiko auch in Schwimmbädern oder Saunen, bei Krankenhausaufenthalten oder medizinischen Behandlungen unter normalen hygienischen Bedingungen.

Wie schütze ich mich?

Mit Kondomen, Kondomen, Kondomen!

Grünes Kondom

Leute, egal, wie geil Ihr seid: So aufregend kann Sex gar nicht sein, dass es sich lohnt, dafür zu sterben. Dieses Ding schützt Leben (Tomizak/pixelio.de)

Safer Sex ist die einzige wirksame Methode, um beim Sex eine Infektion mit HIV zu vermeiden. Safer Sex heißt, sich stets so zu verhalten, dass eigene Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit, Blut oder Blutspuren nicht in den Körper der Partnerin oder des Partners gelangen. Das heißt: Kondome benutzen, egal ob beim Vaginal-, Oral- oder Analverkehr.

Das passiert im Körper

Der Erreger kapert unter anderem bestimmte Immunzellen. Diese Gruppe der T-Helfer-Zellen geht an der Attacke früher oder später zugrunde. Damit können die Zellen ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen, Eindringlinge zu erkennen und das Abwehrsystem zu mobilisieren. In der Folge können sich viele Krankheiten weitgehend ungehemmt ausbreiten – harmlose Infektionen werden zur tödlichen Bedrohung.

So viele sind betroffen

Im vergangenen Jahr steckten sich in Deutschland nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin rund 2.700 Menschen mit HIV an. Insgesamt seien in der Bundesrepublik Ende 2011 rund 73.000 Menschen infiziert gewesen. 500 Infizierte starben.

So gut sind die Medikamente

Der Ausbruch und die Symptome von Aids („Acquired Immune Deficiency Syndrome“, erworbene Immunschwäche) lassen sich mit verschiedenen Medikamenten inzwischen viele Jahre hinauszögern. In den Industrieländern ist die Versorgung mit diesen Wirkstoffen weitgehend gesichert, in armen Ländern nicht.

(dpa/Gesundsamt Saarlouis)


25 Jahre „Gib Aids keine Chance“ (1): Neue Strategien gesucht
25 Jahre „Gib Aids keine Chance“ (2): Hälfte der Deutschen findet Aufklärung ungenügend


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