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Inklusion in Hessen: „Warum macht die Landesregierung nichts?“
Nachdem der Inklusionsbarometer der Hessenstiftung vorgestellt wurde: SPD und Linke kritisieren die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Habermann, auf dem Hessentag 2009 (Archivfoto: SPD)
Heute stellte die Hessenstiftung erstmals ihren Inklusionsbarometer vor. Laut einer Umfrage fühlten sich drei von vier hessischen Viertklässlern mit Behinderung oder Beeinträchtigung in ihrer Schule gut aufgehoben. ( ROLLINGPLANET berichtete).
Für Eltern bleibe weiter fraglich, ob an einer Regelschule die notwendigen personellen und sachlichen Vorkehrungen zur bestmöglichen Förderung ihres Kindes getroffen würden, entgegnete nun die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Habermann.
Solche Umfragen seien zwar richtig und wichtig, von der Landesregierung erwarte sie jedoch ein klares Bekenntnis zur Inklusion und einen Ansatz zur besseren Umsetzung. “Grundsätzlich ist zu erkennen, dass Kinder mit Beeinträchtigungen demnach einen ausgeprägten Wunsch nach Normalität haben”, sagte Habermann. “Warum also unterstützt diese Landesregierung sie nicht darin?”
Die Linke bescheinigte der Landesregierung Versagen beim Thema Inklusion. “Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird von Schwarz-Gelb regelrecht boykottiert”, kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Barbara Cárdenas. Daran ändere auch eine als “Inklusionsbarometer Hessen” präsentierte Befragung von betroffenen Kindern nichts.
(dapd)
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