Regional
Sportförderung in Brandenburg soll aufgestockt werden
Eine Million Euro mehr – unter anderem auch, um die Strukturen für den Behindertensport zu verbessern.
Ministerpräsident Matthias Platzeck (Foto: Pressebox)
Die Sportförderung in Brandenburg soll vom kommenden Jahr an um eine Million Euro aufgestockt werden. Statt bislang 15 Millionen Euro will das Land ab 2013 jährlich 16 Millionen Euro dafür bereitstellen. Das Kabinett habe am Dienstag einem Antrag zur Änderung des Förderungsgesetzes zugestimmt, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit.
Mit den zusätzlichen Mitteln solle unter anderem der Betreuungsbedarf im Kinder- und Jugendsport sichergestellt werden. „Zudem kann mit dem Geld auch die dringend erforderliche Weiterentwicklung der Strukturen des Sports für Behinderte finanziert werden“, heißt es in einer Mitteilung des Landes Brandenburg.
„Mit der Erhöhung der Förderung kann der Sport im Land Brandenburg auch künftig seiner gesellschaftlichen Bedeutung gerecht werden und seine Rolle bei sozialer Integration, Bildung und Gesundheitsförderung sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung wahrnehmen“, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck.
Mehr als 317.000 Mitglieder in den Sportvereinen
Sportstaatssekretär Burkhard Jungkamp erläuterte die Novelle mit den Worten: „Zur Wahrnehmung der vielfältigen Aufgaben sind in den vergangenen Jahren erhebliche Mehrausgaben entstanden, die nur zum Teil ausgeglichen werden konnten.“
Jungkamp verwies darauf, dass der Landessportbund in den vergangenen Jahren seine Mitgliedsbeiträge deutlich habe erhöhen müssen und damit im Vergleich zu anderen Ländern mit die höchsten Gebühren verlange. Die Erhöhung der Sportförderung schaffe eine deutliche Entlastung. Der Gesetzentwurf wird jetzt in den Landtag eingebracht.
Die Sportvereine in Brandenburg haben derzeit mehr als 317.000 Mitglieder. Rund 46.000 Menschen sind ehrenamtlich im Sport tätig. Seit 2008 werden für die Sportförderung 36 Prozent aus der Glücksspielabgabe der Lotterien und Sportwetten des Landes, mindestens jedoch 15 Millionen Euro, bereitgestellt.
(dpa/bb/RP)
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