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Wenn Mann Ihnen K.O-Tropfen gegeben hat: Das sollten auch behinderte Frauen wissen

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Die Substanzen sind nur bis zu acht Stunden im Blut und bis zu zwölf Stunden im Urin nachweisbar.

Gefährlicher Filmriss: Wenn das Opfer nichts ahnt (Foto: Borea, Giovanni/pixelio.de)

Bei Verdacht auf eine Vergewaltigung nach K.O.-Tropfen sollten die Betroffenen innerhalb von acht bis zwölf Stunden zum Arzt gehen. Davor sollten sie sich nicht waschen und möglichst nicht die Kleidung wechseln, empfiehlt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München. Auf diese Weise blieben mögliche Beweismittel am besten erhalten.

Die Tropfen, die bewegungsunfähig und willenlos machen, sind nur bis zu acht Stunden im Blut und bis zu zwölf Stunden im Urin nachweisbar. Der BFV rät den Betroffenen, auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen. Es bestehe das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft sowie einer Infektion mit Geschlechtskrankheiten.

So wirken K.O.-Tropfen

K.O.-Tropfen sind Drogen, hinter denen sich verschiedene Wirkstoffe verbergen können. In der Medizin werden sie als Narkose- oder Beruhigungsmittel eingesetzt. Manche dieser Medikamente sind tatsächlich flüssig, andere werden als Pulver oder Tabletten verabreicht. Sexuelle Straftäter benutzen diese Stoffe, um sie heimlich in das Getränk eines Opfers zu geben.

Die erste Wirkung setzt ungefähr 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme ein. Den Opfern wird es meistens plötzlich übel und schwindlig. Oft vermuten sie, dass diese Wirkung vom Alkohol kommt, auch wenn sie bis dahin nicht übermäßig viel getrunken haben.

Zunächst können die Substanzen auch euphorisierend und enthemmend wirken. Betroffene berichten, dass sie zunächst ungebremst flirteten oder massiv auf ihre Begleitpersonen eingeredet haben. Sie können eine Zeitlang noch normal reden und sich bewegen. Für Außenstehende erscheint alles relativ unauffällig. Die Betroffenen wirken höchstens etwas angetrunken oder teilnahmslos.

Beim Aufwachen fühlen sich die Betroffenen oft extrem “verkatert”, völlig matt und stehen immer noch neben sich. In fast allen Fällen haben sie später keine konkreten Erinnerungen mehr, viele berichten von einem Blackout oder totalen Filmriss.

(RP/dpa/tmn)

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