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Mit Hilfe der FDP: Kommt die neue Kette pid-stop?

Wie wird das vor einem Jahr beschlossene Gesetz zur Präimplantationsdiagnostik (PID) konkret umgesetzt? Der entsprechende Verordnungsentwurf des Gesundheitsministeriums wird parteiübergreifend kritisiert.

Werbung für die fiktive Firma pid-stop

(Foto: ROLLINGPLANET/Helene Souza /pixelio.de)

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), sagte der Zeitung „Die Welt“, die Verordnung sei „so formuliert, dass letztlich alle PIDs durchgeführt werden können, die nur verlangt werden“.

So sei schon in der Überschrift des Entwurfs von der „rechtmäßigen Durchführung der PID“ die Rede. „Das Gesetz aber kennt diese rechtmäßige Durchführung nicht, sondern bestimmt ein Verbot der PID und dann einige Ausnahmen, in denen sie nicht strafbar ist. Davon weicht dieser Entwurf ab“, so Hüppe.

Anzahl der PID-Zentren wird laut Entwurf nicht beschränkt

Die Gesundheitsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Birgitt Bender, stört sich zudem daran, dass die Zahl der künftig zuständigen PID-Zentren in dem Entwurf nicht beschränkt wird. Bender, die wie CDU-Mann Hüppe im Bundestag zu den unterlegenen PID Gegnern gehörte, sagte der Zeitung: „Wenn es tatsächlich nur wenige PID-Fälle gibt, wie die PID-Befürworter behaupten, dann wären jene vielen Zentren überhaupt nicht ausgelastet und könnten mangels praktischer Erfahrungen nicht die erforderliche Qualität gewährleisten.“

Zu befürchten sei deshalb, dass „es einen starken Druck zur Ausweitung der PID-Anwendung gibt“.

Vor einem Jahr hatte der Bundestag nach emotionaler Debatte die Untersuchungsmethode bei künstlichen Befruchtungen begrenzt zugelassen. Die im Reagenzglas erzeugten Embryonen werden dabei vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf Gendefekte untersucht, die eine Tot- oder Fehlgeburt oder eine schwere Krankheit des Kindes wahrscheinlich machen.

(dpa)

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