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SCHILDbürgerstreich Rödelheim: Deutsche Bahn weist jegliche Schuld von sich

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten macht man die Stadt Frankfurt für eine Rampe verantwortlich, die Rollstuhlfahrer nicht benutzen dürfen.

Rampe am Bahnhof Rödelheim: Für Rollstuhlfahrer verboten. (Foto: Judith Göbel)

ROLLINGPLANET berichtete heute morgen über den renovierten Bahnhof im Frankfurter Stadtteil Rödelheim (SCHILDbürgerstreich in Rödelheim: Freie Farce für Alle). Kaum zu fassen: Bei dem neu errichteten Zugang gibt es eine Rampe, die für Rollstuhlfahrer (“Rollstuhlbenutzer”) verboten ist. Darauf weisen nicht zu übersehende Schilder hin. Autorin Judith Göbel fragte sich: „Nun gab es in der gesamten Planungs- und Bauphase einige Verzögerungen und Querelen, die sich unter anderem um die jeweilige Zuständigkeit bestimmter Bauabschnitte drehten, über die sich Stadt und Bahn nicht ganz einig sind. So weiß ich leider nicht, wer für dieses Schild zuständig ist.“

“Ausdrücklicher Wunsch der Stadt Frankfurt“

Die Deutsche Bahn will es nicht gewesen sein. Das Unternehmen reagierte ebenso schnell wie deutlich: Schuld sei die Stadt Frankfurt. Außerdem bräuchten Rollstuhlfahrer ja keine Rampe, weil es Aufzüge gebe. Ein Sprecher der DB Mobility Logistics AG Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland erklärte gegenüber ROLLINGPLANET:

„Es war der ausdrückliche Wunsch der Stadt Frankfurt, zusätzlich zu den Aufzügen diese Rampe zu bauen und zu finanzieren (keine Finanzierung durch den Bund bzw. DB), um für Radfahrer, Kinderwagen und alle, die nicht gern im Aufzug fahren, diese Alternative noch zusätzlich anbieten zu können. Es war wegen der Platzverhältnisse und der daraus sich ergebenden Neigung der Rampe vorher klar, dass sie für Rollstuhlfahrer nicht geeignet ist. Die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer wurde durch die Aufzüge hergestellt.“ Bei Fragen in dieser Angelegenheit müsse man sich an die Stadt Frankfurt wenden.

Das hat ROLLINGPLANET getan. Wir sind auf die Antworten gespannt.

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