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Macht ist so schön: AOK-Chef träumt von Super-AOK
Heißt es künftig: “AOK – Das Geldinstitut”?
Laut „Focus“ zahlen derzeit viele Kassen Prämien aus und bieten neue Leistungen an.
Viele gesetzliche Krankenkassen geben einem morgen erscheinenden „Focus“-Bericht zufolge einen Teil ihrer Milliarden-Überschüsse über Prämien oder Zusatzleistungen an die Mitglieder zurück.
Einzelne Betriebskrankenkassen (BKK) zahlten ihren Mitgliedern bis zu 60 Euro pro Jahr, berichtet das Magazin unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter allen Kassen. Die BKK für den Gartenbau erstatte im Schnitt 8,4 Prozent der Beiträge.
Kassen übernehmen sogar Brillen und Kontaktlinsen
Als zusätzliche Leistungen gibt es dem Bericht zufolge zum Beispiel Zuschüsse für alternative Heilmethoden (Osteopathie) und Arzneimittel oder neue Gesundheits-Checks. Viele Kassen erhöhten ihre Zuzahlungen zur künstlichen Befruchtung, übernähmen die Kosten für Haushaltshilfen für Kranke oder bezahlten Brillen und Kontaktlinsen. Die Techniker Krankenkasse zahle ab August bis zu 120 Euro für sportmedizinische Untersuchungen.
Der neue Chef der AOK Rheinland/Hamburg, Günter Wältermann, wandte sich gegen Beitragsrückzahlungen. „Wir machen auch 2012 einen Überschuss, doch den werden wir in den Ausbau der Leistungen für Schwerstkranke, den Ausbau des Serviceangebotes und in die Reserven für die Zukunft investieren und genau in dieser Reihenfolge“, sagte er der „Rheinischen Post“.
Super-AOK vorgeschlagen: Milliarden, seid umschlungen
Gleichzeitig schlug Wältermann eine Fusion aller Ortskrankenkassen zu einer Bundes-AOK vor. Es sei sinnvoll, „mittelfristig einen großen Wurf zu machen und alle elf AOKs zu einer AOK für ganz Deutschland zusammenzubringen“. Diese wäre ein gemeinsames Dach für 24 Millionen Versicherte und habe damit eine höhere Einkaufsmacht gegenüber Pharmaherstellern, Krankenhäusern und Ärzten. ROLLINGPLANET fragt sich, was die AOK dann mit dem vielen eingesparten Geld macht. Wir vermuten: horten, bunte Werbeblätter drucken (nennt sich dann Serviceangebot), horten, bunte Werbeblätter drucken. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.
(dpa/RP)
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