News & Berichte
Sex and the City auf vier Rädern
In Amerika läuft seit Anfang Juni das Reality-TV-Format „Push Girls“. Im Mittelpunkt: Vier “sexy dynamische Hollywoodfrauen” im Rollstuhl.
Das sind die Push Girls: Tiphany Adams, Auti Angel, Angela Rockwood und Mia Schaikewitz.
Schon bei dem Wort “Realitätsfernsehen” zucken wir zusammen. Liegt aber vielleicht auch nur daran, dass wir neulich Lothar Matthäus auf dem Abstellgleis von VOX angeguckt haben. Oder nie kapieren, was derzeit in der Glotze real ist und nicht. Oder als gutgläubige ROLLINGPLANET-Redakteure bei Familiendramen mitleiden, ehe uns jemand sagt, dass das alles Schauspieler sind, die sich da gerade vor der Kamera anbrüllen.
Reality TV scheint offensichtlich aber auch anders zu gehen: Vier Frauen in Los Angeles. Nichts Ungewöhnliches. Außer dass sie alle im Rollstuhl sitzen. Und durchweg ziemlich attraktiv sind. Aber warum auch nicht. Seit 4. Juni dokumentiert das US-amerikanische Kabelprogramm Sundance jeden Montag das Leben der vier Freundinnen Angela Rockwood, Tiphany Adams, Mia Schaikewitz und Auti Angel. Insgesamt 14 halbstündige Episoden wurden produziert. Als “vier sexy dynamische Hollywoodfrauen” wurden sie angekündigt. 45.000 User haben auf ihrer Facebook-Seite „Gefällt mir“ geklickt.
Das ist Reality-TV: Vier Frauen, vier emotionale Storys
Angela Rockwood hatte 2001 einen Autounfall und wachte als Tetraplegikerin auf. Anfangs auf einen E-Rolli angewiesen, kann sie sich inzwischen in einem normalen Rollstuhl fortbewegen – sie glaubt, dass sie das einer Stammzellen-Operation zu verdanken hat. Sie war die dritte Amerikanerin, der embryonale Nervenzellen in die Gehirnregion implantiert wurden.
Auti Angel ist seit 20 Jahren Paraplegikerin, ebenfalls seit einem Autounfall – verunglückt auf ihrem Heimweg von den Grammy-Awards in New York City. Bei der Verleihung der Musikpreise war die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin gemeinsam mit Rapper LL Cool J aufgetreten. In „Push Girls“ (was auf Deutsch etwas umständlich klingen würde: Mädchen, die sich selbst motivieren) erzählt sie von ihren Versuchen, ein Kind zu bekommen.
Mia Schaikewitz ist seit ihrem 15. Lebensjahr gelähmt aufgrund einer arteriovenösen Malformation (AVM), einer Gefäßfehlbildung, die vor allem im Bereich des Zentralen Nervensystems und des Gesichtsschädels auftritt. Seit jeher ist sie sportbesessen – mied aber seit ihrer Behinderung das Schwimmen, „ihre erste große Liebe“. Die Serie verfolgt ihre emotionale Rückkehr ins Wasser.
Tiphany Adams ist seit zwölf Jahren im Rollstuhl. Mit siebzehneinhalb wurde sie Opfer eines betrunkenen Autofahrers, lag anschließend drei Wochen im Koma. „Als ich aufwachte, wusste ich: Wenn ich hier je rauskomme, werde ich mein Leben in vollen Zügen genießen.“
ROLLINGPLANET zeigt unten einen Ausschnitt aus der gestrigen Folge – wenn die Leute Dich anstarren, heißt das Thema.
Jetzt auch bei uns zu sehen und anzugaffen: „Push Girls“
Video
Stichworte




Neueste Kommentare