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Die Wahrheit über die Internationale Sprache der Gehörlosen
Julia Probst ertappt ROLLINGPLANET beim Verbreiten falscher Infos. Hier kommt die Aufklärung.
Kein Beifall für ROLLINGPLANET: Die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth und Cem Özdemir, zeigen am 26.11.2011 in Gebärdensprache den Begriff “Applaus” während der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Kiel. Eigentlich hätten wir Julia Probst gerne ein Bild mit den Piraten spendiert – aber ein solches mit ihren neuen Parteifreunden haben wir im Archiv nicht finden können. (Foto: Foto: Marcus Brandt dpa/lno)
Und es gibt doch eine internationale Sprache der Gehörlosen – neulich hatten wir in einem inzwischen korrigierten Bericht über den Kampf von Melissa um einen Gebärdensprachdolmetscher Gegenteiliges behauptet. Richtig ist vielmehr, dass die internationale Gebärdensprache International Sign (IS) zum Einsatz kommt, die sich stark an der American Sign Language (ASL) orientiert. „Wer also ASL kann, der wird locker auch ISL gebärden können“, so Julia Probst (Blog: MeinAugenschmaus).
Auch jene, die ASL nicht beherrschen, sind in der Lage, sich mit Betroffenen aus anderen Ländern zu verständigen, da es nicht nur Verschiedenheiten, sondern auch Gemeinsamkeiten gibt: „Ich konnte mich schon oft mit Gehörlosen aus aller Welt unterhalten in Gebärdensprache plus Englisch. Auch beweisen die Deaflympics oder Weltmeisterschaften der Gehörlosen immer wieder, dass dies absolut problemlos ist.“
ROLLINGPLANET hatte außerdem geschrieben, dass es regionale Unterschiede in der Deutschen Gebärdensprache (DGS) gibt. Das führte zu dem falschen Eindruck, Gehörlose aus Bayern und Berlin könnten nicht miteinander kommunizieren (bei Hörenden soll dies jedoch, wie wir hundertprozentig wissen, vorkommen). Wie in der Lautsprache hindern die verschiedenen Begriffe beispielsweise für Semmel und Schrippen nicht daran, dass sich Gehörlose aus der Hauptstadt mit denen aus der ROLLINGPLANET-Heimat verstehen.
Zum Themenschwerpunkt Gehörlose Menschen
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