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Es gibt solche und solche: 11 Tipps für Massagen

Sie sind eine Wohltat für Körper und Geist. Sie können der reinen Entspannung, aber auch der medizinischen Therapie dienen. Doch worauf kommt es wirklich an?

Schwedische Massage (Foto: Schweden Tourismus)

1. Wozu ist eine Massage gut?

Die Augen sind geschlossen. Auf dem Rücken ein sanfter Händedruck – und nach ein paar Minuten durchflutet eine wohlige Wärme den Körper. Bestenfalls sind die Verspannungen im Nacken danach weg, und man fühlt sich frisch und erholt. Eine gute Massage (In Arabien ist es das Wort für „berühren“, „betasten“ und im Griechischen bedeutet es „kauen, kneten“) vermag viel zu bewirken – sie kann heilen, pflegen und entspannen. Es gibt aber ganz verschiedene Varianten.

2. Warum die Haut so wichtig ist

„Das Geheimnis völliger Entspannung liegt auf unserer Haut“, sagt Karin Schutt, die ein Buch zum Thema geschrieben hat. Auf einer Fläche von knapp zwei Quadratmetern ist die Haut mit Millionen empfindlicher Nervenenden versehen, die dem Gehirn jeden äußeren Reiz melden.

„Sobald Haut auf Haut trifft, entsteht dieser Reiz, der im ganzen Körper Rausch und Ruhe zugleich bewirkt.“ Schon die Griechen wussten um die wohltuende Wirkung. Damals sollte sie nach Angaben des Deutschen Wellness Verbandes (DWV) aber vor allem Athleten leistungsfähiger machen.

3. Das ist die schwedische Massage

„Die klassische Massage ist das, was man vom Arzt auf dem Rezept verordnet bekommt – sie wird auch als schwedische Massage bezeichnet“, sagt Dino Sambo, Physiotherapeut aus Wuppertal und DWV-Mitglied. Sie habe einen ganz klar geregelten Umfang, was Techniken und Einsatzgebiete betrifft, und sei gesetzlich geschützt. Übrigens: Die schwedische Massage wird zwar einem Schweden zugeschrieben, wurde aber ursprünglich von einem Holländer entwickelt, wie selbst Schwedens offizielle Homepage für Tourismus und Reiseinformationen zugibt.

Verschiedene Techniken kennzeichnen die klassische Massage: Streichende Bewegungen führen die Lymphflüssigkeit in den venösen Blutfluss zurück, bekannt auch unter dem Begriff Lymphdrainage. Beim Kneten dehnen und entspannen sich die Muskelfasern, Hin- und Herreiben fördert die Durchblutung.

Klopfen steigert sowohl die Durchblutung als auch die Muskelspannung, und die Vibrationstechnik lindert Schmerzen und entspannt. Schutt spricht von „Streicheleinheiten für die Seele“, denn Massagen regen die Produktion von Glückshormonen an, lösen emotionale Spannungen und beruhigen strapazierte Nerven.

4. Das sind Wellnessmassagen

ROLLINGPLANET warnt: Nicht alle Massagen sind medizinisch anerkannt.

Eine Wellnessanwendung hingegen hat keinen direkten therapeutischen Ansatz. „Die Idee ist, Körper und Geist in Einklang zu bringen, so dass Tiefenentspannung entsteht“, erklärt Sambo.

Bei Wellnessanwendungen geht es in erster Linie um die Entspannung des Geistes. Die bekannteste unter ihnen ist die Aromatherapiemassage, bei der die Haut mit duftenden Ölen verwöhnt wird. Andere Varianten sind Ayurveda- und Thaimassagen. Bei Hot-Stone-Anwendungen pflegen warme Steine die verspannten Muskeln.

5. Warum nicht jede Massage gleich gut ist

Mit der Flut an Angeboten ist es für den Verbraucher immer schwerer geworden, die Qualität der einzelnen Anwendungen zu beurteilen, warnt Sambo. Niemand sollte sich von sogenannten Diplom-Wellnessmasseur-Zertifikaten blenden lassen. Sie sagten nichts über die Qualität des Masseurs aus. Auf der sicheren Seite sei man bei staatlich geprüften Masseuren oder Physiotherapeuten.

6 Massage

He, ROLLINGPLANET ist doch total seriös.

7. Wie viel darf eine Massage kosten?

Babys mögen es offensichtlich auch…

Das Preis-Leistungsverhältnis stimme auf jeden Fall, wenn die klassische Massage etwa einen Euro pro Minute kostet, sagt Insa Brockmann vom Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten.

8. Woran man sofort einen guten Therapeuten erkennt

Ein guter Therapeut befragt den Klienten vor der ersten Anwendung gezielt nach gesundheitlichen Problemen. Der Massageraum sollte sauber und gut belüftet sein. Die Intimsphäre muss während der Behandlung gewahrt bleiben. Und der Klient muss während der Massage entspannt liegen oder sitzen können.

9. Wann sollten Sie sich auf keinen Fall massieren lassen?

Ein Massageverbot besteht grundsätzlich bei akuten Thrombosen, bestimmten Gefäßerkrankungen wie arteriellen Durchblutungsstörungen, Herzproblemen wie der dekompensierte Herzinsuffizienz sowie Erkrankungen des Lymphsystems. Die Nachfrage beim Arzt sei bei Hautkrankheiten sowie Diabetes und während einer Schwangerschaft ratsam, ergänzt Schutt.

10. So funktioniert die Do-it-yourself-Massage

Wem eine professionelle Massage zu teuer ist, der kann sich von seinem Partner verwöhnen lassen.

Für eine Partnermassage benötigt man nicht mehr als eine bequeme Unterlage und ein gutes Massageöl, sagt die Buchautorin Karin Schutt. Zum Aufwärmen die Handflächen 30 mal kräftig aneinander reiben. Das warme Massageöl immer zuerst auf die Hände träufeln und dann den Körper des Partners mit streichelnden, knetenden und reibenden Bewegungen verwöhnen.

Tipps und Tricks bekommen Paare auch in Wochenendseminaren.

11. Wie hätten Sie es gerne? Massage-Ideen!

Für diese Variante wird übrigens keine Milka verwendet, sondern spezielle Massage-Schokolade…

Für Entspannungssuchende ist die Aroma-Öl-Massage der Klassiker.

Bei Sportlermassagen sind Grifftechniken, Tempo und Ausführung speziell auf die beanspruchten Muskeln abgestimmt. Die Massagen dienen zur Vorbereitung oder Regeneration.

Wer es extravagant mag, liebt womöglich Anwendungen mit Kakaobutter – hierbei wird die Haut zart und duftet angenehm.

Wer es wohlig warm mag, für den empfiehlt sich eine Hot-Stone-Anwendung oder eine Massage mit heißen Kräuterstempeln.

Therapiebedürftige brauchen die klassische schwedische Massage, die in der Regel vom Arzt verordnet ist.

Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst, zu der auch Massagen gehören.

Zu Hause sind Partnermassagen besser als Massagekissen.

(Marina Leunig/dpa)

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