Das sind wir

Seit 1. Januar 2012. Tagesaktuell, unabhängig, kritisch. Und geil aufs Leben. ROLLINGPLANET ist nicht kommerziell und wird ehrenamtlich von Betroffenen gemacht. Weitere Infos: Über uns

Werbung brauchen wir leider trotzdem – um unsere Kosten zu decken. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und Anzeigenkunden, die das Projekt ROLLINGPLANET ermöglichen.

Neueste Parkplatzschweine

News & Berichte

Bayern: Wer bezahlt denn jetzt die Inklusion?

Ministerium verhandelt mit Bezirken über Hilfen für behinderte Schüler.

Inklusive Schulen? Jetzt wird erst mal gerechnet… (Illustration: Stefan-Bayer/pixelio.de)

Gut gemeint, schlecht gemacht: Vor einem Jahr hatte Bayern das Inklusionsgesetz beschlossen, das behinderten Schülern den Zugang zu herkömmlichen Schulen ermöglichen soll. Der Schönheitsfehler: Es ist nicht geklärt, wer überhaupt für die Kosten aufkommt. Dies zeigte beispielsweise der Rechtsstreit darüber, wer den Gebärdensprachdolmetscher für die gehörlose Neu-Ulmer Schülerin Melissa bezahlt (ROLLINGPLANET berichtete: Melissas langer Weg zur gleichwertigen Bildung).

Vertreter des Kultusministeriums und der bayerischen Bezirke verhandeln seit heute über Leitlinien für den Zugang behinderter Kinder zu den Schulen im Freistaat. Die Runde will nach Angaben eines Ministeriumssprechers unter anderem klären, welche Hilfen behinderte Kinder möglicherweise benötigen, um eine normale Schule besuchen zu können – und wer dafür bezahlt.

Bezirke stellen sich bockig

Nach derzeitiger Rechtslage müssen die Bezirke die Kosten für die Eingliederungshilfe – darunter fallen auch Schulbegleiter – übernehmen. Zuletzt hatte der Bezirk Schwaben dies aber im Fall von Melissa abgelehnt. Mit konkreten Ergebnissen wurde bei dem Gespräch heute noch nicht gerechnet. Es war vorsichtshalber schon vorab ein weiterer Termin abgemacht.

Beim Thema Inklusion steht Bayern noch am Anfang eines langen Prozesses, wie vor einigen Tagen der Sprecher des Kultusministeriums, Ludwig Unger, sagte. „Hier ist noch Lernbedarf auf beiden Seiten – sowohl bei den Bezirken als auch beim Kultusministerium.“

(dpa/RP)

Stichworte

Diesen Artikel mit anderen teilen

Über Rollingplanet

Wir sind seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, und in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET ist seit Januar 2012 das Online-Magazin für aktive Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein nicht kommerzielles Projekt, das ehrenamtllich von Betroffenen gemacht wird. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen.. Wenn Sie noch mehr ROLLINGPLANET wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Newsletter (hier kostenlos registrieren) mit zusätzlichen Gewinnspielen und anderen Extras (ab Sommer 2013 mit exklusivem PDF-Magazin nur für unsere Newsletter-Abonnenten).

Was ist Ihre Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  • A A A
  • Werbebanner der Firma Rehability

    Unter uns

    Neueste Empfehlungen auf Facebook