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Rheinland-Pfalz: Gebärdensprachdolmetscher im Landtag geplant
Nicht immer, aber vielleicht immer öfter: Der Ältestenrat entscheidet, wann übersetzt wird.
Pia Schellhammer (Foto: Lukas Barth/dapd)
Im rheinland-pfälzischen Landtag sollen verstärkt Gebärdensprachdolmetscher für Gehörlose übersetzen. „Denkbar ist das bei besonderen Sitzungen wie beispielsweise bei einer Regierungserklärung oder bei einer Haushaltsdebatte“, sagte die Vorsitzende der Enquete-Kommission Bürgerbeteiligung, Pia Schellhammer (Grüne), heute in Mainz. Zuständig für die Entscheidung sei jeweils der Ältestenrat des Landtags.
Wegen der zu Jahresbeginn gestarteten Übertragung der Plenardebatten im Internet habe der Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern an Bedeutung gewonnen. Er sei aber teuer und daher angesichts der Sparzwänge nur in bestimmten Fällen möglich.
Mindestens zwei Gebärdensprachdolmetscher
„Das ist ähnlich anstrengend wie Stenografie und Simultandolmetschen. Deswegen sind immer mindestens zwei Gebärdensprachdolmetscher nötig“, erklärte Schellhammer. „Wir setzen damit aber auch ein Zeichen, dass sich das Parlament den Bürgern noch mehr öffnet.“
Die Enquete-Kommission hatte diesen Schritt mit rot-grüner Mehrheit empfohlen. Im Juni war mit Anja Hemmel erstmals eine Gebärdensprachdolmetscherin in einer Mainzer Plenardebatte im Einsatz. Dabei war es zu einem ungewollten Kalauer gekommen, als die Landtagsvizepräsidentin Hannelore Klamm für Ruhe in der Debatte sorgen wollte und sagte: „Wenn es so laut ist, kann die Gebärdendolmetscherin nicht mehr dolmetschen“.
(dpa)
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