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Deutsche Paralympics-Gewinner können mit mehr Geld rechnen

Vor dem Abflug zu den Paralympics in London haben Ilke Wyludda und andere Athleten die unterschiedlichen Prämienzahlungen für behinderte und nichtbehinderte Sportler heftig kritisiert.

Ilke Wyludda im März in Halle bei den Internationalen offenen Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik im Behindertensport (Foto: Peter Endig dpa/lah)

„Der Behindertensport hat in Deutschland leider Gottes immer noch nicht den Stellenwert, den er verdient“, sagte Ilke Wyludda, die Diskus-Olympiasiegerin von 1996, heute in Frankfurt am Main. Die gebürtige Leipzigerin steht nach drei Olympia-Teilnahmen vor ihrem ersten Paralympics-Start, nachdem sie im Dezember 2010 wegen einer Infektion den rechten Unterschenkel verloren hatte.

Die Deutsche Sporthilfe zahlt für einen Sieg bei den an diesem Mittwoch in der britischen Hauptstadt beginnenden Behindertenspielen 4.500 Euro. Zum Vergleich: Für Gold bei den Olympischen Spielen gab es 15.000 Euro.

Anhebung der Prämien wahrscheinlich

Allerdings scheinen sich die Sporthilfe und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) unmittelbar vor Beginn der Wettkämpfe doch noch auf eine Anhebung der Prämien geeinigt zu haben. Wie der für die Finanzen zuständige Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Michael Rosenbaum, heute in Frankfurt erklärte, habe es “anscheinend in letzter Sekunde” eine Einigung zwischen dem DBS und dem Sozialwerk des deutschen Sports gegeben. Der DBS fordere seit Jahren eine finanzielle Gleichbehandlung von Medaillengewinnern bei Olympia und Paralympics. Morgen findet zu diesem Thema eine Pressekonferenz mit dem Sporthilfe-Vorsitzenden Michael Ilgner und dem Präsidenten des DBV, Friedhelm Julius Beucher, in Frankfurt am Main statt. (ROLLINGPLANET berichtete: DBS: Arrogant, amateurhaft, verschlafen)

„Man macht es nicht der Prämien wegen, aber man braucht schon ein gewisses Geld, um die eigenen Kosten gestalten zu können“, sagte Wyludda. Der viermalige Goldmedaillen-Gewinner Wojtek Czyz pflichtet Wyludda bei. „Es geht nicht um das Geld, sondern um die Anerkennung. Von einer Gleichbehandlung sind wir leider noch weit entfernt“, sagte Czyz. Bereits vergangene Woche hatte der dreifachen Paralympics-Gold-Gewinner Michael Teuber gesagt: „Wenn die Sporthilfe das Geld so verteilt, muss man es akzeptieren. Aber dann soll man nicht sagen, wir werden gleich gestellt. Das werden wir definitiv nicht.“

(dpa/dapd/RP)


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