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Schützin Manuela Schmermund gewinnt erste deutsche Paralympics-Medaille
Mit dem Luftgewehr aus zehn Metern holte die querschnittsgelähmte Athletin Silber.
Manuela Schmermund (Foto: privat/manuela-schmermund.de)
Zum Auftakt der Paralympics hat die Schützin Manuela Schmermund (40, SG Mengshausen) den deutschen Athleten am Donnerstag die erste Medaille beschert. Mit dem Luftgewehr aus zehn Metern holte die querschnittsgelähmte Athletin aus dem hessischen Niederaula mit 493,6 Ringen Silber hinter der Chinesin Zhang Cuiping (500,9). Dritte wurde die Australierin Natalie Smith mit 492,4 Ringen.
„Ich war nervös wie beim allerersten Mal“, sagte die Hessin, die als erste Aktive in den Genuss der neuen Prämienregelung kommt und 5.000 Euro für Platz zwei erhält. In einem packenden Wettkampf hatte Schmermund keine Chance gegen Zhang, die schon in der Qualifikation in den Royal Artillery Barracks paralympischen Rekord schoss. Die Deutsche lag nur auf Rang sieben. „Es war nicht so glatt gelaufen, aber ich habe alles ausgeblendet“, sagte die erfahrene Schützin, die Bundestrainer Uwe Knapp nach der Aufholjagd herzlich umarmte.
Schmermund hatte vor acht Jahren in Athen Gold gewonnen, in Peking 2008 war ihr ebenfalls mit Silber der erste Medaillen-Coup geglückt.
Die zweite deutsche Sportschützin Natascha Hiltrop, die im Luftgewehr stehend an den Start ging, erreichte in der Qualifikation den 15. Platz und konnte sich damit nicht für das Finale qualifizieren.
Porträt: Manuela Schmermund: Mit Yin und Yang nach London
(dapd/dpa/DBS)
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