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Contergan-Opfer erwarten Taten statt Worte

50 Jahre hat der Contergan-Hersteller Grünenthal für eine Entschuldigung bei den Opfern gebraucht – weltweit gibt es Zweifel an der Aufrichtigkeit des Unternehmens. ROLLINGPLANET dokumentiert die Reaktionen.

Gegner des Denkmals für die Contergan-Opfer am Freitag (31.08.2012) während einer Feier zur Einweihung des Denkmals vor dem Veranstaltungsort. (Foto: Henning Kaiser dpa/lnw)

Erstmals in seiner Firmengeschichte hat sich der Pharmakonzern Grünenthal am Freitag bei den weltweit rund 10.000 Opfern der Contergan-Katastrophe entschuldigt (ROLLINGPLANET berichtete: Nach 50 Jahren: Grünenthal sagt sorry). Bei der Einweihungsfeier für ein Denkmal im Eingangsbereich des Kulturzentrums Frankenheim sagte der Grünenthal-Geschäftsführer Harald Stock in Stolberg bei Aachen, es sei bedauerlich, dass Grünenthal nicht früher auf die Opfer zugegangen sei.

Die Entschuldigung von Grünenthal »

Rede anlässlich Einweihung des Contergan-Denkmals

Manuskript für die Rede von Dr. Harald F. Stock, Vorsitzender der Konzernleitung der Grünenthal Gruppe, anlässlich der Einweihung des Contergan-Denkmals auf Einladung der Stadt Stolberg am 31. August 2012 in Stolberg/Rheinland (Es gilt das gesprochene Wort.)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine sehr verehrten Gäste – aber vor allem lieber Herr Igel! (Contergan-Opfer und Initiator des Denkmals, Anm.d.Red.)

Dass heute ein Vertreter Grünenthals die Gelegenheit bekommt, an diesem besonderen Tag zu diesem speziellen Anlass zu sprechen, wird mit Sicherheit kontrovers diskutiert werden. Für die Möglichkeit, heute zu sprechen, darf ich mich recht herzlich bedanken. Contergan ist und wird auch immer Teil unserer Firmen-geschichte sein. Wir haben eine Verantwortung, der wir uns offen stellen.

Dieser Tag heute ist von Mut und Engagement geprägt.

Sie, lieber Herr Igel, sind mutig. Und Sie sind engagiert. Sie haben eben selbst geschildert, wie stark Sie davon geträumt und wie viel Sie daran gearbeitet haben, dass Sie – die Betroffenen – ein Symbol und einen Platz wider des Vergessens in unserer Gesellschaft erhalten. Ihren Wunsch kann ich persönlich sehr gut verstehen.

Dennoch konnten wir alle in den vergangenen Tagen in den Medien und durch Meinungsäußerungen von Beteiligten – und Unbeteiligten – erfahren, dass dieser Tag heute neben viel Zustimmung auch sehr kritische Reaktionen auslöste. Ich denke, Sie stimmen mir zu, es liegt in der speziellen Natur der Thematik, dass positive Intentionen aus anderen Motivationen heraus kritisiert werden.

Wir haben uns entschieden, Ihr Anliegen, Herr Igel, das auch ein Anliegen vieler Betroffener ist, zu unterstützen. Das Denkmal symbolisiert einen wichtigen Meilenstein einer Entwicklung. Es ist eine Entwicklung zu dauerhaftem Dialog, andauerndem aufeinander Zugehen, beginnendem Bemühen um Verstehen und – daraus folgend – zu gemeinsamem Handeln. Eine Entwicklung, die 2007 mit der Aufnahme von offiziellen und regelmäßigen Gesprächen von Vertretern unseres Unternehmens und Vertretern der Betroffenen ihren Anfang nahm. Im Laufe der vergangenen Jahre führte der intensivierte Dialog zu unserer Zustiftung von 50 Mio. Euro im Jahr 2009, zu Projekten im In- und Ausland, wie beispielsweise der belgischen Patientenkarte oder der vor ca. 1 Jahr begonnenen direkten Unterstützung von Härtefällen, deren Bedarf nicht über die Stiftung oder die Sozialträger gedeckt wird.

In vielen Gesprächen mit Betroffenen, aber auch zum Beispiel mit dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen – gerade in den vergangenen Monaten – haben wir gelernt, dass wir unser tiefes Bedauern gegenüber den Betroffenen, insbesondere gegenüber ihren Müttern öffentlich deutlich machen müssen.

Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden dieser auch in Zukunft in bedarfsorientierten Projekten und Initiativen nachkommen.

Dass ich hier heute stehen und einige Worte an Sie alle richten darf, ist trotzdem keine Selbstverständlichkeit.

Ihre Courage, lieber Herr Igel, auf Initiative von Herrn Bürgermeister Gatzweiler unsere Unterstützung anzunehmen – auch gegen den Widerstand von Betroffenenvertretern –, Ihre Bereitschaft uns heute zuzuhören, zeugt von Größe, denn Grünenthal ist das Unternehmen, in dem Contergan entwickelt und vermarktet wurde.

Im Namen Grünenthals mit seinen Gesellschafterinnen und Gesellschaftern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, heute anlässlich dieser Stunde des Gedenkens unser großes Bedauern über die Folgen von Contergan und unser tiefes Mitgefühl für die Betroffenen, ihren Müttern und ihren Familien zum Ausdruck zu bringen. Wir sehen sowohl die körperlichen Beschwernisse als auch die emotionale Belastung, die die Betroffenen selbst, ihre Familien und besonders ihre Mütter aufgrund von Contergan erleiden mussten und auch heute täglich ertragen.

Das Leid mit Contergan ereignete sich vor 50 Jahren, in einer Welt, die völlig anders war als heute. Die internationale Wissenschaft, die pharmazeutische Industrie und auch Regierungen, Gesetzgeber und Verwaltungen haben sehr viel daraus lernen müssen. In der ganzen Welt hat es die Entwicklung von neuen Zulassungsverfahren und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst, die zum Ziel haben, die Risiken neuer Medikamente für Patienten so weit wie möglich zu minimieren.

Grünenthal hat bei der Entwicklung von Contergan nach dem damaligen wissenschaftlichen Kenntnisstand gehandelt und allen Industriestandards für das Testen von neuen Medikamenten entsprochen zu haben, die in den 1950er und 1960er Jahren maßgeblich und anerkannt waren. Wir bedauern, dass durch die Tests, die wir und andere durchgeführt haben, das teratogene, also fruchtschädigende, Potenzial von Contergan nicht festgestellt werden konnte, bevor es eingeführt wurde.

Deshalb wurde es von vielen Frauen eingenommen, die keinen Grund hatten, sich vorzustellen, dass es ihren ungeborenen Kindern ernsthaft schaden könnte. Daher möchten wir uns heute an die Betroffenen und insbesondere an deren Mütter richten. Wir sehen, dass die Mütter eine große Last tragen.

Darüber hinaus bitten wir um Entschuldigung, dass wir fast 50 Jahre lang nicht den Weg zu Ihnen von Mensch zu Mensch gefunden haben. Stattdessen haben wir geschwiegen und das tut uns sehr leid.

Wir bitten Sie, unsere lange Sprachlosigkeit als Zeichen der stummen Erschütterung zu sehen, die Ihr Schicksal bei uns bewirkt hat. Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, uns mit den Betroffenen auszutauschen und ihnen zuzuhören. Wir haben begonnen, gemeinsam mit den Betroffenen Projekte zu entwickeln und umzusetzen, um ihre Lebenssituation zu verbessern und auch in Notlagen unkompliziert und unbürokratisch zu unterstützen.

Wir werden diesen Weg auch in Zukunft weitergehen.

Wir wünschten, das Contergan-Unglück wäre niemals geschehen. Es wird heute und in Zukunft ein bedeutender Teil unseres Denkens und Handelns sein.




Die Entschuldigung der Firma Grünenthal bei den Contergan-Geschädigten ist bei vielen Opfer-Verbänden nicht gut angekommen. Der Bundesverband Contergangeschädigter „begrüßt diese menschliche Geste als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen den guten Worten auch gute Taten folgen. Nur sie entscheiden darüber, ob es das Verursacher-Unternehmen wirklich ernst meint. Denn angesichts der bisherigen Erfahrungen mit Grünenthal bleibt berechtigte Skepsis.“

Der Bundesverband Contergangeschädigter zur Entschuldigung des Contergan-Herstellers »

Grünenthal: Vom Saulus zum Paulus?

Der Bundesverband Contergangeschädigter zur Entschuldigung des Contergan-Herstellers

Am 31. August hat sich das Unternehmen GRÜNENTHAL gegenüber den Betroffenen entschuldigt. In einer Rede anlässlich der Einweihung eines Contergan-Denkmals in Stolberg hat Geschäftsführer Dr. Harald Stock sein „Bedauern über die Folgen des Contergan-Skandals“ und sein „tiefes Mitgefühl für die Betroffenen, ihren Müttern und ihren Familien“ zum Ausdruck gebracht.

Der Bundesverband Contergangeschädigter e. V. begrüßt diese menschliche Geste als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen den guten Worten auch gute Taten folgen. Nur sie entscheiden darüber, ob es das Verursacher-Unternehmen wirklich ernst meint. Denn angesichts der bisherigen Erfahrungen mit GRÜNENTHAL bleibt berechtigte Skepsis.

GRÜNENTHAL verändert seine Grundhaltung nicht

So wiederholt Dr. Stock in seiner Rede ein immer wieder gebrachtes, aber bereits längst widerlegtes Argument. GRÜNENTHAL habe, so Stock, „bei der Entwicklung von Contergan nach dem damaligen wissenschaftlichen Kenntnisstand gehandelt und allen Industriestandards für das Testen von neuen Medikamenten entsprochen […], die in den 1950er und 1960er Jahren maßgeblich und anerkannt waren.“ Eine nachgewiesen falsche Aussage. Tatsächlich haben in den 1950er Jahren bereits Methoden zur Untersuchung der fruchtschädigenden Wirkung von Medikamenten vorgelegen. GRÜNENTHAL hat sie nur nicht angewandt. Auch das Landgericht Aachen kommt in dem Strafverfahren gegen GRÜNENTHAL zu dem Schluss, das Unternehmen habe wirtschaftliche Interessen über ärztliche Gesichtspunkte gestellt.

Diese nach wie vor unveränderte Grundhaltung spiegelt sich auch in der Begrifflichkeit der Rede. Das Wort „Entschuldigung“ erscheint lediglich nur ein einziges Mal: im Zusammenhang mit dem Hinweis, es 50 Jahre verabsäumt zu haben, auf die Betroffenen zuzugehen. Im Zusammenhang mit der Ursache des Contergan Skandals fällt das Wort jedoch nicht. Statt dessen wird hier von „Bedauern“ und „Mitgefühl“ gesprochen. Sicher kein Zufall.

GRÜNENTHAL entschuldigt – sich selber

Damit entfaltet die jetzt geäußerte Entschuldigung ihren zweiten, versteckten Wortsinn: Das Unternehmen exkulpiert sich, spricht sich von jeglicher Schuld frei. Business as usual, die Rede verbleibt im Rahmen dessen, was die Betroffenen seit vielen Jahren kennen: GRÜNENTHAL bekundet öffentlich sein Bedauern gegenüber einer schicksalhaft dargestellten Entwicklung, um unterhalb dieser Wahrnehmungsschwelle auch weiterhin mit beinharten Mitteln die ganz eigenen Interessen zu verfolgen.

Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: In Australien hat eine Betroffene ein Gerichtsverfahren gegen das Unternehmen Diageo – einer Nachfolgegesellschaft des damaligen britischen Contergan-Vertreibers Distillers – gewonnen. Während nun Diageo eine Vergleichslösung auch für andere Contergan-Opfer avisiert hat, verhält sich GRÜNENTHAL weiterhin so, wie es die Betroffenen in Deutschland seit jeher kennen: Nach den Ausführungen beteiligter Anwälte habe GRÜNENTHAL mehrfach versucht, den Prozess zu behindern. Zudem verweigere sich die Schädigerfirma einem Vergleich mit einer sattsam bekannten Argumentation: Sie bedaure die Thalidomid-Tragödie sehr, dennoch seien bei der Entwicklung des Wirkstoffs alle damaligen Standards eingehalten worden.

Die Betroffenen erwarten Taten statt Worte

Auch ansonsten wartet Dr. Stock in seiner Rede mit Angeboten auf, die auf die allgemeine Öffentlichkeit überraschend wirken, in Wirklichkeit aber altbewährte Instrumente aus dem Werkzeugkasten der firmeneigenen PR-Abteilung sind. Seit vielen Jahren behauptet das Unternehmen, sich im Dialog mit den Betroffenen zu befinden, ohne diesen Dialog wirklich ernsthaft zu führen. Zweites Beispiel: Bezüglich der in der Rede angesprochenen direkten Unterstützung von Härtefällen stellt GRÜNENTHAL keinerlei Transparenz her. Niemand weiß, welcher Betroffene aus welchem Grund und in welcher Höhe finanzielle Unterstützung erhält. Das Verfahren unterliegt der vollkommenen Beliebigkeit des Unternehmens. Dennoch kann sich GRÜNENTHAL nun mit Leistungen brüsten, die das Unternehmen vermutlich aus der Portokasse bezahlt.

„Die Wandlung vom Saulus zum Paulus“, so Pressesprecherin Ilonka Stebritz, „ist, wenn sie sich als nachhaltig entpuppt, von unserer Seite nur zu begrüßen. Aber es sind die Taten, die darüber entscheiden, nicht die Worte“.




Weltweite Empörung

Nicht nur in Deutschland gibt es Kritik. „Zu wenig, zu spät“, kommentierten am Samstag Anwälte, die Opfer des Arzneimittelskandals in Australien vertreten. Das britische Contergan-Opfer Nick Dobrik sagte dem Sender BBC: „Wir sind der Meinung, eine ernsthafte Entschuldigung muss die Fehler einräumen, die gemacht wurden. Das hat die Firma nicht getan, und damit die Opfer beleidigt.“

Auch Martin Johnson, Direktor der Stiftung Thalidomide, warf Grünenthal vor, das Unternehmen versuche weiter, den Mythos aufrechtzuerhalten, niemand habe wissen können, welche Schäden das Medikament anrichten könne. Das aber sei nicht richtig. Contergan war in Großbritannien unter dem Namen Thalidomide verkauft worden.

Björn Håkansson, der Chef des schwedischen Opferverbandes, sprach von einer wertlosen Entschuldigung. „Nach 50 Jahren kriechen sie zu Kreuze, nachdem sie in mehreren Ländern verklagt wurden“, sagte er mit Blick auf die Herstellerfirma Grünenthal. „Das hätten sie nie getan, wenn sie nicht unter Druck stünden.“

Vorwurf: Heuchelei

Die überlebenden 99 Contergan-Geschädigten in Schweden hätten von Grünenthal niemals eine Entschädigung oder eine Anerkennung ihres Leidens erhalten, sagte Håkansson. Allerdings hatten die schwedischen Opfer Zahlungen des heimischen Firma Astra bekommen, die das Medikament in Lizenz hergestellt und verkauft hatte.

Die australischen Opfer warfen Grünenthal-Geschäftsführer Harald Stock Heuchelei vor. Das Unternehmen hat sich dort bislang einer Klage von Opfern widersetzt. Der Fall kommt nächstes Jahr vor das oberste Gericht im Bundesstaat Victoria.

Die Anwaltsfirma Slater and Gordon Lawyers in Melbourne hatte in diesem Jahr mehrere Millionen Dollar für rund 130 Geschädigte erstritten, allerdings nicht von Grünenthal, sondern von dem Vertreiber des Medikaments in Australien. Grünenthal argumentierte, die Contergan-Geschädigten müssten in Deutschland prozessieren.

Nach langen Auseinandersetzungen wurde 1971 in Deutschland eine Stiftung eingerichtet und mit 200 Millionen Mark ausgestattet. Das Geld kam jeweils zur Hälfte von Grünenthal und vom Bund. Aus diesem Fonds erhalten die Geschädigten eine Rente, die auch aufgrund der massiven Spätfolgen des Medikaments oft nicht ausreichen, um die erforderlichen Hilfen zu bezahlen.

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  1. Marek Petra2. September 2012 at 10:17Antworten

    Denk mal – Bronzener Gehirnknebel

    Entschuldigung – welche Entschuldigung?

    Hier zeigt die Pharmaindustrie in bester Form wieder einmal ihren Januskopf.
    Der frühere Conterganhersteller Grünenthal hat sich nach sage und schreibe 50 Jahren, das sind schon wieder zwei Generationen,
    endlich dazu überwunden, sich in einer für mich eher PR heischenden Aussage, bei den Contergan Betroffenen zu erklären.

    Dies wäre dann für die Betroffnen von wirklichem Wert, wenn denn auf diese Wortblasen endlich für die Betroffenen und ihre Familien, ausreichende finanzielle Zahlungen zur Linderung ihrer viel fältigen Behinderungen / Einschränken, durch die Firma Grünethal erfolgen würde.

    Aber weit gefehlt. Die von der Firma Grünethal jetzt in Aussicht gestellten Erhöhungen / Zahlungen würden jedem/jeder Betroffnen jährlich. ca. 2.000 Euro einbringen.

    Ist das der Wert für fehlende Arme, Beine, fehlende und kranke innere und äußerliche Organe, für Blind-Taubheit, verkümmerte Fortpflanzungsorgane etc.

    Tja Pech, dass es keine Gebäude oder Fahrzeugschäden waren – die wären nach unserer Rechtssprechung nämlich finanziell weit aus höher entschädigt worden….

    Wie weit sind wir eigentlich im Jahre 2012 in unserem Lande, dass es sich immer wieder zeigt, dass Großunternehmer mit einem höhnischen Lächeln und Top-Rechtsanwälten sich alles erlauben dürfen.
    Jetzt auch wieder deutlich im Verfahren gegen die Firma Bayer – Schering, welche es vor dem Landgericht Berlin Anfang Juli 2012 geschafft haben, wegen “Verjährung” ein Verfahren im Rahmen des Medikamentenskandals von Duogynon, abzuwenden.
    Als wenn Mord und Menschen wissentlich gesundheitlich für immer zuschädigen je verjähren könnte!!

    Und als zynischer Nachschlag steht auf diesem Denkmal auch noch folgender Text: Zur Erinnerung an die Toten und die Lebenden…
    Das schlägt dem ganzen dann doch den Boden aus! Hier wird mehr als deutlich, dass es nicht die Lebenden sind um welche sich zuerst gesorgt werden muss, sondern um die Toten (ist ja auch billiger – Grabpflege ist günstiger!!)

    Petra Marek
    Mitglied des Selbsthilfegruppenbeirates Kreis Herzogtum Lauenburg / S-H
    Leiterin Selbsthilfegruppe Sarkoidose Ratzeburg/Lübeck und Umgebung

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