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Rollstuhlbasketball: Deutsche Damen um Marina Mohnen greifen nach Gold

Dramatischer Halbfinalerfolg gegen die Niederlande. Nationaltrainer Glinicki glaubt an den Paralympics-Sieg: „Chancen stehen 60:40“.

Kapitän und Topscorer Marina Mohnen, rechts Mariska Beijer. (Foto: Andreas Joneck)

Vier Jahre nach Silber in Peking greifen die deutschen Basketballerinnen in London nach der Goldmedaille bei den Paralympics. Mit einem fulminanten Schlussspurt setzte sich das Team von Trainer Holger Glinicki am Donnerstag 49:46 gegen die Niederlande durch. Die deutsche Fangruppe in der North Greenwich Arena von London feierte lautstark.

Im Finale am Freitag um 21:15 Uhr trifft Deutschland auf Australien, das im zweiten Semifinale ebenfalls hauchdünn den Paralympicssieger von 2008, die USA, mit 40:39 ausschaltete.

„Dass die Entscheidung in dieser Partie erst im letzten Viertel fallen würde, war uns allen klar. Dementsprechend bin ich glücklich, dass wir heute als Kollektiv gewonnen haben, nachdem mit Mareike Adermann, Annabel Breuer und Johanna Welin drei Spielerinnen aus der vermeintlichen zweiten Reihen erheblich zu diesem Erfolg beigetragen haben“, so Bundestrainer Holger Glinicki nach der Schlusssirene.

“Wir sind leichter Favorit“

Besser aus den Startlöchern kam dabei das leicht favorisierte Team aus Deutschland, das nach nur fünf Spielminuten bereits mit 10:0 in Front lag. Nachdem jedoch Bondscoach Gertjan van der Linden nach der ersten Auszeit seine Defensive umstrukturierte, kam das deutsche Spiel ins Stocken und die Niederlande immer besser zum Zuge.

Das 31:24 für Oranje kurz nach dem Seitenwechsel war die Konsequenz, doch Kapitän Marina Mohnen & Co. kämpften sich zurück in die nun dramatische Halbfinal-Begegnung der beiden europäischen Rivalen. Am Ende war es beim 47:46 (39.) ein Defensivrebound der Ulmerin Breuer, der die Weichen stellte und wenig später die Kölnerin Mohnen erfolgreich an die Freiwurflinie brachte.

„Silber nervt!“, sagte Marina Mohnen nach dem Spiel und gab damit die Marschrichtung für das Finale aus. „Wir sind leichter Favorit“, meinte Coach Glinicki, „unsere Chancen stehen 60:40.“ Australien liege dem deutschen Spiel, meinte er. Vor allem die Press-Verteidigung sei “eigentlich eine Einladung”, fand er. In der Offensive seien die Australierinnen nicht so stark, was Glinicki zur einfachen Formel brachte: “Wenn wir mehr als 50 Punkte machen, gewinnen wir das Match.”

Niederlande: Inge Huitzing (16), Mariska Beijer (12), Jitske Visser (10), Barbara van Bergen (4), Roos Oosterbaan (2), Carina de Rooij-Versloot (2), Petra Garnier, Cher Korver, Saskia Pronk, Lucie Houwen (n.e., Hot Rolling Bears Essen), Sanne Timmerman (n.e.), Miranda Wevers (n.e.).

Deutschland: Marina Mohnen (20, Köln 99ers), Gesche Schünemann (10, RSV Lahn-Dill), Mareike Adermann (9, University of Wisconsin/USA), Edina Müller (4, Hamburger SV), Annika Zeyen (4, University of Alabama/USA), Johanna Welin (2, USC München), Annabel Breuer (Ulmer Sabres), Anne Brießmann (Mainhatten Skywheelers), Britt Dillmann (n.e., RSV Lahn-Dill), Heike Friedrich (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maria Kühn (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maya Lindholm (n.e., Hamburger SV).

Johanna Welin setzt sich in der niederländischen Zone durch (Foto: Andreas Joneck)

(aj/dpa)


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