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Regional

Krach-Mach-Tach und andere wichtige News

Außerdem in unserem Nachrichtenticker: NRW-Landtag jetzt barrierefrei, neue Ultraschall-Methode zur Krebserkennung, barrierefreier Tourismus in Brandenburg.

Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung

ROLLINGPLANET erholt sich derzeit von der Paralympics-Berichterstattung. Wir fassen deshalb bis kommenden Montag die meisten Nachrichten bevorzugt in einer schnellen Übersicht zusammen.

Kieler Aktionstag will auf Thema Inklusion aufmerksam machen

Mit einem sogenannten Krach-mach-Tach wollen die Veranstalter am Samstag (15. September) in Kiel für die Integration von Menschen mit Behinderung sensibilisieren. Er erwarte rund 3.000 Teilnehmer und Besucher zu dem Aktionstag zur Inklusion, sagte der Landesbeauftragte für Behinderte, Ulrich Hase (seit frühester Kindheit nahezu taub), heute in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Start soll am Samstagvormittag am Kieler Rathausplatz mit einem Straßenumzug zum Landtagsgebäude sein. Dort finden dann ein mehrstündiges kulturelles Bühnenprogramm und eine Diskussion mit Landtagsabgeordneten statt.

Veranstalter ist neben der Landesregierung der Sozialverband Deutschland. Inklusion bedeutet Einbeziehung, Einschluss oder Dazugehörigkeit. Die Idee der Inklusion besteht laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) darin, dass kein Kind oder Schüler mehr als andersartig angesehen werden soll. (dapd)

Brandenburg geht neue touristische Wege

Brandenburg soll für behinderte und ältere Menschen in allen Regionen ohne störende Hindernisse touristisch erlebbar werden. Dafür sollen zum Beispiel Kopfsteinpflaster verschwinden und Hotelbäder für Rollstuhlfahrer ohne Komplikationen nutzbar werden. Über Wege dahin diskutierten heute in Potsdam Betroffene auf einer Branchenkonferenz mit Touristikern, Politikern, Architekten und Verkehrsverbänden. „Barrierefreiheit soll keinen Nischencharakter an wenigen Orten haben“, erklärte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke).

Es gehe darum, dass ganze Land touristisch ohne störende Hindernisse zu gestalten, sagte Dieter Hütte, Chef der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg. Hierbei seien die Touristiker auf die Erfahrungen der Betroffenen angewiesen, um die entsprechende Sensibilität zu gewinnen, hieß es.

Die Mark sei bereits auf einem guten Weg und nehme schon jetzt eine Vorreiterrolle ein, sagte Claudia Gille vom Deutschen Tourismusverband. Zwei von acht deutschen Referenzregionen für Urlaub im Rollstuhl oder Leute mit einem anderen Handicap befinden sich hier. Das Ruppiner Seenland und die Lausitz würden einen vorzüglichen Ruf genießen. Landesweit gebe es bereits 1000 entsprechende Freizeit- und Tourismusangebote, hieß es. (dpa/bb)

NRW-Landtag jetzt barrierefrei

Nach neun Wochen Arbeit ist die Sanierung des nordrhein-westfälischen Landtags pünktlich zum Ende der parlamentarischen Sommerpause abgeschlossen. Landtagspräsidentin Carina Gödecke präsentierte heute in Düsseldorf den jetzt barrierefreien Plenarsaal. Siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Zwei Rollstuhlfahrer im (nicht ganz) barrierefreien Landtag(dpa)

EU verschärft Kontrolle von Medikamenten

Nach dem Skandal um das französische Diabetes-Medikament Mediator werden in der EU Arzneimittel künftig schärfer überwacht. Das EU-Parlament stimmte heute mit großer Mehrheit für eine entsprechende Änderung von EU-Gesetzen. Beipackzettel von Medikamenten sollen verständlicher werden. Eine Arzneimittel-Faktenbox soll die wichtigsten Informationen und Nebenwirkungen enthalten und diese grafisch hervorgehoben darstellen.

Zur Überwachung von Arzneien werden in Zukunft alle anderen EU-Mitgliedsländer informiert, wenn ein Land ein Medikament vom Markt nimmt. So kann das Produkt EU-weit vom Markt genommen werden. Eine Firma, die ein Medikament vom Markt nimmt, muss die Gründe dafür nennen. Die neue Regelung soll 2013 in Kraft treten.

Das von der Firma Servier hergestellte und vielen EU-Staaten zugelassene Arzneimittel Mediator hatte 2011 nach Schätzungen zum Tod von mehreren hundert Menschen geführt, die das Mittel eingenommen hatten. Experten hatten schon 1998 vor den Gefahren des Medikaments gewarnt. Servier hatte 2003 keine neue Genehmigung für den spanischen und italienischen Markt beantragt, angeblich aus wirtschaftlichen Gründen. Weil es damals noch Gesetzeslücken gab, wurde der Fall nicht weiter untersucht. „Mit der neuen Gesetzgebung werden Patienten deutlich besser geschützt“, sagte der EU-Abgeordnete und Arzt Peter Liese (CDU).

Mediator war zur Behandlung von Diabetes zugelassen, wurde aber auch als Appetitzügler verschrieben. Es war 30 Jahre lang auf dem Markt und zum Verkauf in Frankreich, Portugal, Italien und drei weiteren EU-Ländern zugelassen. (dpa)

Neues Landespflegegesetz Mecklenburg-Vorpommern

Die ambulanten Pflegeangebote in Mecklenburg-Vorpommern sollen stärker gefördert werden. Dazu hat das Landeskabinett heute eine Novellierung des Landespflegegesetzes beschlossen, wie der Staatssekretär im Sozialministerium, Nikolaus Voss, in Schwerin sagte. Das derzeit geltende Gesetz wurde 2004 beschlossen und wäre zum Ende des kommenden Jahres ausgelaufen.

Unter anderem sollen die Landkreise und kreisfreien Städte im kommenden Jahr rund 1,5 Millionen Euro für die finanzielle Unterstützung von ambulanten und teilstationären Einrichtungen erhalten. „Viele ältere Menschen wollen verständlicherweise so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben“, sagte Voss. Ambulante und teilstationäre Pflegeangebote kämen diesen Menschen zugute.

Des weiteren sollen öffentlich geförderte Pflegeeinrichtungen dazu verpflichtet werden, nach Tarif zu bezahlen. Dadurch solle der Pflegeberuf auch für Fachkräfte attraktiver werden, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums.

Für das Landespflegewohngeld, welches Bewohner von nicht öffentlich geförderten Pflegeeinrichtungen erhalten, wurde ein sogenannter Bestandsschutz eingeführt. Die Menschen, die die finanzielle Förderung derzeit beziehen oder sie bis zum Ende des Jahres noch beantragen, sollen die Unterstützung bis zu ihrem Lebensende erhalten können. 2012 zahlt Mecklenburg-Vorpommern nach Ministeriumsangaben rund 7,2 Millionen Euro an Landespflegewohngeld aus. (dapd)

Neue Ultraschall-Methode zur Krebserkennung

Die Uniklinik Ulm hat nach eigenen Angaben als erste Klinik in Deutschland ein neues Ultraschall-Verfahren zur Krebserkennung eingeführt. Es helfe dabei, Tumore früher und schneller zu erkennen, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Hans-Jürgen Brambs, heute. Bei dem neuen Verfahren könne erstmals per Ultraschall die Elastizität von Gewebe gemessen werden. Dadurch könnten zum Beispiel Brust- oder Schilddrüsenkrebs oft ohne weitere Eingriffe diagnostiziert werden. (dpa)

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