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Wird Jens Lehmann Nationaltorwart der Blindenfußballer?

Außerdem in unserem Leute-von-heute-Nachrichtenticker: Ehrendoktorwürde für Oscar Pistorius, Samuel Kochs Schnickschnack und Angelika Mincke im Himmel.

Jens Lehmann 2007 im Trikot von Arsenal London

ROLLINGPLANET erholt sich derzeit von der Paralympics-Berichterstattung. Wir fassen deshalb bis kommenden Montag die meisten Nachrichten bevorzugt in einer schnellen Übersicht zusammen.

Experte zweifelt an Lehmann-Einsatz im Blindenfußball

Behindertensport-Experten zweifeln daran, dass der Einsatz eines ehemaligen Fußballtorwarts wie Jens Lehmann einer Blindenfußballmannschaft helfen würde. „Der Torwart darf den ein mal zwei Meter großen Torraum nicht verlassen. Das ist schon ein etwas anderes Torwartspiel“, erklärte der stellvertretende Sportdirektor des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Robert Voigtsberger, heute der Nachrichtenagentur dpa.

Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung den früheren Fußball-Nationalkeeper Lehmann als Torwart für das deutsche Blindenfußballteam bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro ins Spiel gebracht:

DER SENSATIONS-PLAN!

Lehmann (DFB-Rücktritt 2008) soll mit dem deutschen Blinden-Nationalteam zu den Paralympics 2016 nach Rio de Janeiro (Brasilien).

Das ist gar nicht so verrückt, wie es klingt.

Friedhelm Julius Beucher (66), Präsident des Behindertensport-Verbandes (DBS): „Ein Torhüter unterliegt keinen Bestimmungen, dass er irgendeine Behinderung haben muss und auch keinen Regeln in Sachen Karriere. Somit wären Jens Lehmann und Oliver Kahn oder jeder andere zurückgetretene Torhüter praktisch verfügbar. Wir werden das jetzt intern besprechen.“

„Richtig ist, dass beim Blindenfußball Sehende im Tor stehen dürfen. Ob das ein Lehmann, Kahn oder Buffon ist, spielt keine Rolle“, sagte Voigtsberger. Bisher habe der DBS allerdings noch nicht bei Lehmann angefragt.

Ehemalige Eishockey- oder Handballtorwarte seien für Einsätze im Blindenfußball ohnehin wohl „besser geeignet“ als klassische Fußballtorhüter. „Im Blindenfußball ziehen die Spieler aus drei Metern mit der Pike drauf, da kommt es vor allem auf Reflexe an“, meinte Voigtsberger.

Im Blindenfußball ist der Torwart der einzige Spieler, der sehen kann und seine Mannschaft dirigiert. (dpa/RP)


Ehrendoktorwürde für Sprintstar Oscar Pistorius

Paralympics-Star Oscar Pistorius erhält die Ehrendoktorwürde der schottischen Strathclyde University in Glasgow. Der unterschenkelamputierte Sprinter aus Südafrika, der unter dem Spitznamen „Blade Runner“ bekannt ist, wird von der Hochschule für seine außerordentlichen sportlichen Leistungen geehrt.

Pistorius habe – wie auch die anderen drei Doktor-Anwärter – auf seinem Gebiet brilliert und das Leben vieler anderer auf der Welt bewegt, sagte Professor Jim McDonald von der Universitätsleitung in Glasgow. Außer Leichtathlet Pistorius sollen im November noch der Frontmann der Gruppe Travis Fran Healy, der Genetiker Paul Nurse und die wissenschaftliche Chef-Beraterin bei der EU, Anne Glover, die Ehrendoktorwürde erhalten.

Pistorius war als erster Athlet in der Geschichte während des Sportsommers 2012 in London sowohl bei den Olympischen Spielen als auch bei den Paralympics an den Start gegangen. Bei den Behindertenspielen gewann er Gold über 400 Meter und als Mitglied der südafrikanischen 4×100-Meter-Staffel sowie Silber im 200-Meter-Lauf. (dpa)

Coe soll britischer Olympia-Präsident werden

Die Olympischen Spiele und Paralympics in London werden für Chef-Organisator Sir Sebastian Coe zum Sprungbrett. In Großbritannien soll er nun Präsident des Nationalen Olympischen Komitees werden. 2015 will der Brite zudem an die Spitze des Leichtathletik-Weltverbandes rücken. (dpa)

Samuel Koch will sich weder verkriechen noch bemitleiden

Der verunglückte “Wetten, dass..?”-Kandidat Samuel Koch will nach seinem Unfall in der ZDF-Sendung im Jahr 2010 keine Schuldzuweisungen machen. Zwar hadere er auch mit seinem Schicksal, das bringe aber nichts, sagte Koch dem Bayerischen Rundfunk. „Ich denke, man kann sich auch ein bisschen dazu zwingen, sich nicht zu verkriechen und sich zu bemitleiden.“

Koch sitzt seit dem Unfall bei einer Sportwette im Rollstuhl. Es tue weh, dass er an Spontaneität und Flexibilität habe einbüßen müssen, sagte der Schauspielschüler. Dennoch beschrieb er sich selbst scherzhaft als „fast mehr Maschine als Mensch“, da sein Rollstuhl „so einigen Schnickschnack“ enthalte. Das Gespräch ist am Donnerstag (13. September, 16.05 Uhr) auf Bayern 2 zu hören. (dapd)

Angelika Mincke im Himmel

ROLLINGPLANET-Userin Angelika Mincke, Vorsitzende des Vereins Aktiv Barrierefrei Selbstbestimmt Leben e.V.in 23909 Giesensdorf, ist trotz Höhenangst „todesmutig“ in den Himmel gestiegen und fragt in Anspielung auf die Paralympics: „Bin ich jetzt auch ein Superhuman?“


(Foto Jens Lehmann: Wikipedia/Ronnie Macdonald.

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1 Kommentar

  1. nachgebloggt13. September 2012 at 06:39Antworten

    Coole Nachricht, musste zunächst etwas schmunzeln und hatte mich dann an einen Bericht zurück erinnert wo erklärt wurde wie Blindenfussball geht und dass der Torwart ja durchaus sehen kann.

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