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Ich bin behindert, behindert, behindert

Heute in unserem Nachrichtenticker: Lehrerin muss ins Gefängnis, Deutschlands erste Lungen-Lebendtransplantation, Jens Lehmann, rheumakranke Kinder, Nach-Paralympics-Feierlichkeiten und anderes mehr.

Der Australier Kim Robins verstärkt das Rollstuhlbasketballteam von Trier (siehe Nachricht unten) (Foto: Goldmann Dolphins Trier)

ROLLINGPLANET erholt sich derzeit von der Paralympics-Berichterstattung. Wir fassen deshalb bis kommenden Montag die meisten Nachrichten bevorzugt in einer schnellen Übersicht zusammen.

Deutschlands erste Lungen-Lebendtransplantation: Eltern retten Sohn

Der Fall ist in Deutschland einmalig: In Hannover hat ein Elternpaar aus dem Sauerland seinem kranken Sohn Lungenteile gespendet und ihm damit das Leben gerettet. „Die Entscheidung war für uns sofort klar“, berichtete die Mutter des heute zwölfjährigen Marius in der Medizinischen Hochschule (MHH) Hannover. Dort war die mehrstündige Operation im April vorgenommen worden, 15 Chirurgen waren beteiligt.

PD Dr. G. Warnecke, Bereichsleiter Thorakale Organtransplantation (Foto: MHH)

Es handelt sich laut MHH um die deutschlandweit erste Lungen-Lebendtransplantation von zwei Spendern. Der Junge hat Mukoviszidose, eine Stoffwechselkrankheit, bei der zähe Körperflüssigkeiten die Organe verkleben.

Die Transplantation war laut MHH notwendig, weil nicht ausreichend Spenderlungen von Toten zur Verfügung stehen. „Bei Mukoviszidose muss immer beidseitig transplantiert werden“, erklärte Gregor Warnecke, der den MHH-Transplantationsbereich für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie leitet. Einem gesunden Menschen werde nur einer von fünf Lungenlappen entnommen, um ihn nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Daher müssten für einen Empfänger stets zwei Spender mit passenden Blutgruppen gefunden werden.

Außerhalb Deutschlands werden häufiger Lungen von lebenden Spendern transplantiert, insbesondere in Japan und Südkorea. Aufgrund der religiösen Kultur ist es dort unüblich, nach dem Tod Organe zur Verfügung zu stellen. (dpa)

Ich bin behindert, behindert, behindert

Giuseppa V. aus Palermo (Sizilien) muss ins Gefängnis. Die Lehrerin hatte sich für einen Schüler, der sich in ihrer Klasse als Anführer aufspielte, diese Strafe ausgedacht: Der Junge musste an die Wandtafel hundert Mal den Satz „Ich bin behindert“ schreiben. Ein Gericht verurteilte sie dafür zu einer 15-tägigen Haftstrafe. Weil ROLLINGPLANET gerade eine Mail bekommen hat, in der sich der Absender beschwert, dass ROLLINGPLANET oft von „Behinderten“ spricht und nicht gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention von „Menschen mit Behinderung“, empfehlen wir Guiseppa V. für das nächste Mal den folgenden Strafsatz: „Ich bin ein Mensch mit Behinderung“. Das verkürzt die Haftstrafe bestimmt auf 7 Tage.(RP)

Jens Lehmann als Nationaltorwart der Blindenfußballer

Wie ROLLINGPLANET berichtete, heckt „Bild“ einen ganz besonderen Sportplan aus: Jens Lehmann als Keeper der deutschen Blindenfußballnationalmannschaft – inklusive Teilnahme bei den Paralympics 2016. Besonders realistisch ist das Vorhaben nicht, wie wir gestern erklärten, aber „Bild“ legt heute trotzdem mal nach. Unter der Überschrift „Comeback bei Paralympics 2016? Blindenfußballer freuen sich auf Lehmann“ sammelt „Bild“ Stimmen:

„Bundestrainer Ulrich Pfisterer (60) ist von der Idee begeistert. Auch Kapitän Alexander Fangmann (27/MTV Stuttgart) sagt: „Das würde uns total freuen, wenn Jens Lehmann mitmachen würde. Aber erst muss er durch unseren harten Test.“

Neues Internetportal „REHADAT-Bildung“ gestartet

Illustration: REHADAT

Welche Berufe gibt es überhaupt? Welche besonderen Regelungen gelten für Menschen mit Handicap in der Ausbildung? Wie funktionieren Einstiegsqualifizierung, Kooperative Ausbildung oder Unterstützte Beschäftigung? Wer kann beraten? Wer unterstützt finanziell? Diese und weitere Fragen beantwortet das neue Internetportal REHADAT-Bildung unter www.rehadat-bildung.de

REHADAT-Bildung richtet sich an junge Menschen mit Förderbedarf sowie alle, die sie bei der beruflichen Orientierung unterstützen. Das Portal bietet umfangreiche Informationen zum Thema Berufsorientierung, Qualifizierung und Ausbildung für jungen Menschen mit Förderbedarf. Die Webseite will Jugendlichen und deren Eltern helfen, sich ein Bild über die vielfältigen Bildungs- und Ausbildungswege sowie Unterstützungsmöglichkeiten zu machen.

Außerdem gibt ein umfangreiche Lexikon: Fachbegriffe von Aktivierungshilfe bis Zweiter Arbeitsmarkt werden erklärt und sind mit weiterführenden Informationen (Adressen, Gesetzen, Literatur) verlinkt. Darüber hinaus stehen für Pädagogen und Berater bundesweite und nach Bundesländern sortierte Informationen zur Verfügung, Themen sind unter anderem: sonderpädagogischen Förderung, Inklusion, Übergangsmanagement, Projekte und Initiativen.

Das Portal gehört zum Informationssystem REHADAT – dem eigenen Aussagen zufolge weltweit größten Informationsangebot zum Thema Behinderung und berufliche Teilhabe .Das Projekt ist im Institut der deutschen Wirtschaft Köln angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. (PM)

Ärzte: Versorgung für rheumakranke Kinder wird besser

Die Perspektiven für Kinder mit Rheuma werden besser – bei Diagnose und Therapie. „Heute dauert es im Durchschnitt nur noch drei Monate, bis sie zu einem Spezialisten kommen, vor zehn Jahren waren es noch neun Monate“, berichtete Michael Frosch, Präsident der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheuma (GKJR), heute im Vorfeld einer Fachtagung. In Bochum kommen Experten vom 19. bis 22. September zum 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zusammen.

Die Fachärzte führen die positive Entwicklung bei Mädchen und Jungen auch auf die umfassenden Daten der Kinderkerndokumentation zurück, in der auf freiwilliger Basis Daten von mittlerweile fast 10.000 jungen Patienten aus ganz Deutschland gesammelt werden.

Neue Medikamente, vor allem die sogenannten Biologika, haben im letzten Jahrzehnt für den größten Durchbruch bei der Behandlung von Kindern mit Rheuma gesorgt. „Es ist aber immer noch so, dass die Therapien deutschlandweit sehr unterschiedlich durchgeführt werden. Die Kinderkerndoku hilft dabei, einen Standard zu entwickeln“, sagte Kirsten Minden von der Charité in Berlin.

Insgesamt haben in Deutschland schätzungsweise 20.000 Kinder und Jugendliche chronisch rheumatisch-entzündliche Erkrankungen, etwa zwei Drittel davon an einer Form von Gelenkrheuma. Rheuma bei Kindern hat verschiedenste Ausprägungen und Verlaufsformen.

„Bei Kindern verläuft diese Entzündung oft noch aggressiver und schmerzhafter als bei Erwachsenen», sagte Frosch von der Uniklinik Münster. Deshalb müssten Diagnose und Therapie so früh wie möglich einsetzen. Dann hätten die jungen Patienten eine Chance von 50 Prozent, dass die Erkrankung nach der Pubertät verschwinde. (dpa)

Bahnhof Bad Schandau erhält Tourismuspreis

Barrierefreie Bahnsteige, Bio-Markt und Fahrradparkplätze – der Bahnhof Bad Schandau ist mit dem ersten Sonderpreis Tourismus des Verkehrsverbandes „Allianz pro Schiene“ ausgezeichnet worden. Aus dem einst maroden Umsteigepunkt im Nationalpark Sächsische Schweiz sei ein „Königreich für sanfte Touristen» geworden, lautete die Begründung der Jury. „Wir betrachten den Preis als Dankeschön für unsere Philosophie“, entgegnete der Vorsitzende des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, Klaus Brähmig. Auf den Lorbeeren wolle man sich allerdings nicht ausruhen und demnächst weitere umweltfreundliche Initiativen starten. Geplant ist etwa die Vermietung von E-Bikes und Elektrofahrzeugen. (dpa)

Ausgezeichnet: Interaktive Jobsuche für behinderte Menschen

Beim 12. eGovernment-Wettbewerb (ausgerichtet von der Management- und Technologieberatung BearingPoint und der Netzwerktechnologieanbieter Cisco) gehört das Projekt “LippeJob-Interaktiv” zu den Gewinnern.

“LippeJob-Interaktiv“ vom Jobcenter Lippe und dem Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg wurde in der Kategorie „Bester Lösungsbeitrag für ein gesellschaftliches Problem“ ausgezeichnet. Durch die Bereitstellung von mobilen Kommunikationsgeräten wie Tablets für Arbeitssuchende, Arbeitsvermittler und Arbeitgeber werde die Jobvermittlung verbessert, heißt es in der Begründung. Die bereitgestellte Technik ermögliche unter anderem Video-Conferencing, die Erstellung digitaler Bewerbungsunterlagen oder auch Unternehmensdarstellungen oder Vorstellung von freien Stellen und Ausbildungsplätzen in filmischer Form. Lippe zeige, „wie man mit moderner Technologie die Jobsuche gerade für Alleinerziehende und (Geh-)Behinderte erleichtern” könne. (RP)

Australischer Nationalspieler Kim Robins zu den Dolphins

Typer Saunders

Der Kader der GOLDMANN Dolphins Trier für die in knapp 3 Wochen beginnende neue Saison in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga ist komplett. Das Management des Vereins vermeldet als fünften und letzten Neuzugang Kim Robins (nach dem Briten Hugh Anderson, dem US-Amerikaner Brad Baugh, dem brasilianischen Center Joao Paolo do Nascimento und zuletzt dem britischen Europameister Tyler Saunders, Foto links).

„Dabei kann man durchaus von einem echten Kracher und Schnäppchen zugleich für den heimischen Bundesligisten sprechen, denn mit Kim Robins (großes Foto ganz oben) schloß sich ein Mitglied des amtierenden Weltmeisters und zweifachen Paralympics-Sieger Australien dem Trierer Rollstuhlbasketball-Bundesligisten an“, teilt der Verein mit.

Der 24jährige Power-Forward (durchschnittlich 22,1 Punkte pro Spiel) und 35-fache Nationalspieler wechselt vom vierfachen australischen Meister Perth Wheelcats an die Mosel und wird zum Trainingsauftakt am kommenden Wochenende in Trier eintreffen. Bereits von 2009 bis 2011 spielte der Student der Sport-Wissenschaften zwei Spielzeiten in Europa (2009 FC Barcelona; 2010 Rieti/ITA). (RP)

Experte fordert staatliche Investitionen in die Altenpflege

Der Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät in Vallendar am Mittelrhein, Frank Weidner, fordert mehr staatliche Investitionen in die Altenpflege. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass der Staat bei einer immer älter werdenden Gesellschaft die Pflege subventionieren müsse, sagte Weidner in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd. „Das kostet Milliarden, aber die werden ja auch wo anders investiert“, fügte er hinzu.

Weidners Angaben zufolge ist das Sozialsystem in Deutschland noch immer zu sehr auf die Selbsthilfe ausgerichtet. „Darum hält sich der Staat zunächst einmal zurück“, betonte er. Doch in Zukunft würden immer weniger Familien ihre Angehörigen pflegen können, weil beispielsweise Frauen berufstätig seien. „An dieser Stelle brauchen wir mehr staatliche Regelangebote und nicht nur Modellprojekte“, fügte der Wissenschaftler hinzu.

Gerade in ländlichen Regionen mangele es an wohnortnahen Angeboten der Betreuung und Pflege. Diese sei auf dem Land allerdings auch aufwendiger und kostenintensiver. „Die besondere Herausforderung dort ist, dass Infrastruktur vorgehalten werden muss.“

Weidner, der auch Direktor des Instituts für angewandte Pflegeforschung ist, warnte zudem vor einem Pflegenotstand besonders in ländlichen Regionen. „Der Fachkräftemangel in der Pflege ist da. Der Markt ist leer gefegt“, unterstrich er. Schon jetzt reiche auch in Rheinland-Pfalz die Ausbildung nicht mehr aus, um den künftigen Bedarf zu decken. „Wir haben seine sehr angespannte Situation“, sagte Weidner.

Der Experte sprach sich in diesem Kontext für eine Aufwertung des Pflegeberufs aus. Derzeit seien die Bezahlung zu niedrig, die Arbeitsbelastung extrem hoch und die Karrierechancen schlecht. Weidner schlägt vor, besonders auf dem Land die Kompetenzen zwischen Ärzten und Pflegepersonal neu auszurichten. „Da muss nicht dauernd der Hausarzt durch die Gegend fahren. Das kann auch eine gute Pflegekraft“, sagte Weidner. (dapd-rps)

Hüppe fordert bessere Integration in Sportclubs

Nach den Paralympischen Sommerspielen in London hat der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung eine bessere Integration in Sportvereinen gefordert. Die Briten hätten Deutschland einiges voraus im unverkrampften Umgang mit dem Thema Behinderung, sagte Hubert Hüppe am Montag im Deutschlandradio Kultur. „Bei uns werden ja im Kindergarten behinderte Kinder von nichtbehinderten Kindern getrennt, obwohl das überhaupt keinen Sinn macht.“

Dadurch komme man auch in getrennte Welten, warnte Hüppe. Er würde sich wünschen, „dass sich Vereine mehr für Menschen mit Behinderung öffnen.“ Auch in der Schule könne der gemeinsame Sport ausgebaut werden. (dpa)

Paralympics (I): Behindertenbeauftragte wünscht sich gemeinsames Olympisches Feuer

Von den Paralympics in London erhofft sich die bayerische Behindertenbeauftragte Irmgard Badura neue Impulse für das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. „Ich wünsche mir für die zukünftigen Spiele noch mehr Gemeinsamkeit, beispielsweise dass es nur noch eine gemeinsame olympische und paralympische Flamme gibt“, sagte Badura am Montag in London. Die Gesellschaft müsse bei dem Thema Behinderung noch mehr zusammenwachsen.

Auch Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) sagte, die bayerischen Sportler hätten großartige Ergebnisse erzielt. Nun gelte es, den Schwung aus den paralympischen Spielen mitzunehmen. (dapd)

Paralympics (II): Sprinter Czyz nach Verbandsangaben vor Karriereende

Wojtek Czyz bei seinem 200-Meter-Lauf in London (Foto: dpa)

Klammheimlicher Abschied? Nach verbandsinterner Kritik gegen seine Technik-Dopingvorwürfe steht der viermalige Paralympics-Sieger Wojtek Czyz möglicherweise vor dem Karriereende. „Ich gehe davon aus, dass Wojtek Czyz seine Karriere beenden wird. Er ist bereits am Sonntagmorgen ohne Verabschiedung abgereist“, sagte Verbandspräsident Friedhelm Julius Beucher dem “Göttinger Tageblatt” (Montagausgabe).

Czyz hatte bei den Paralympics seinem Teamkollegen Heinrich Popow Technik-Doping vorgeworfen. Angeblich nutzte Goldsprinter Popow ein verbessertes Kniegelenk, dass Czyz nicht zur Verfügung gestanden hätte. Am Ende stellte sich heraus, dass das Gelenk wohl frei verfügbar war, Popow als Werbeträger seines Prothesenherstellers aber direkt an der Modifikation des Teiles mitwirken konnte. Der Verband habe Bronzemedaillengewinner Czyz aufgefordert, sich für “diesen unglaublichen Akt der Unfairness öffentlich zu entschuldigen”, sagte Beucher. (dpa)

Paralympics (III): Wowereit empfängt Berliner Team

Nach dem Ende der Paralympics in London hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die behinderten Olympioniken aus der Hauptstadt ins Rote Rathaus eingeladen. Die Sportler haben sich nach Angaben der Senatskanzlei heute um 13 Uhr in das Gästebuch der Stadt eintragen.

Vorab würdigte der Regierende die Medaillenbilanz der blinden Schwimmerin Daniela Schulte, unserer Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier der Paralympics. „Gold über 400 Meter Freistil, Silber über 200 Meter Lagen, dazu noch ein Weltrekord – besser kann eine Bilanz nicht sein”, sagte Wowereit. Berlin als Sportstadt könne stolz auf die Erfolge und das Auftreten der Sportler sein. (dapd)

Paralympics (IV): Fast wie van der Vaart – Athleten in Hamburg gefeiert

Rund 100 Fans und Freunde haben am Montag rund 20 Athleten und Betreuer aus der deutschen Mannschaft in Hamburg-Fuhlsbüttel bei ihrer Rückkehr aus London begrüßt. Dabei waren die Goldmedaillengewinnerinnen im Rollstuhlbasketball Edina Müller und Maya Lindholm sowie Radsportlerin Dorothee Vieth, Zweite im Einzelzeitfahren und Dritte im Straßenrennen. Das Hamburger Haydn-Orchester, in dem Vieth sonst selbst als Musikerin mitwirkt, sorgte für die musikalische Umrahmung beim Empfang.

Trainer Holger Glinicki (Archivfoto: Andreas Joneck)

Der Kieler Tischtennisspieler Thomas Rau bekannte, kaum Zeit zum Verschnaufen zu haben. „Ich muss morgen schon wieder arbeiten. Aber das ist auch richtig, denn der Zoll hat mich lange freigestellt“, berichtete der Athlet. Zu den Gefeierten zählte auch der Hamburger Basketball-Nationaltrainer Holger Glinicki, der das Damen-Team zu Gold geführt hatte. Der im Rollstuhl sitzende Coach hatte für Furore gesorgt, als er nach dem Triumph seiner Mannschaft in die Themse sprang.

Sportsenator Michael Neumann sagte am Flughafen: „Die hohe Medienpräsenz hat eine Begeisterung ausgelöst, das konnte in Hamburg nur van der Vaart überlagern.“ Neumann bedauerte, dass er am Samstag nicht das Endspiel der Basketballerinnen in London sehen konnte. Er habe zwar eine Eintrittskarte gehabt, aber der Lufthansa-Flug sei gestrichen worden.

Nicht alle Nord-Athleten waren an Bord der Maschine. Heiko Kröger, der im Segeln Silber gewann, und Kai-Kristian Kruse, der Olympia-Zweite im Rudern, waren bereits in den Tagen zuvor nach Hamburg gereist. (dpa)

Paralympics (V): Britische Medaillen-Gewinner auf Londons Straßen gefeiert

Auch einen Tag nach seinem offiziellen Ende hatte der Sportsommer 2012 mit den Olympischen Spielen und den Paralympics die Londoner Innenstadt fest im Griff. Mit einer feierlichen Parade haben sich am Montag die britischen Athleten von Zehntausenden Fans auf den Straßen der Themse-Metropole verabschiedet. Der Zug, der um 13.30 Uhr im Londoner Bankenviertel startete, zog anschließend in Richtung Buckingham Palace weiter.

Etwa 800 Athleten des Team GB, darunter Olympiasieger wie Jessica Ennis und Mo Farah sowie erfolgreiche Paralympics-Athleten wie Jonnie Peacock und Ellie Simmonds, ließen sich auf 21 offenen Wagen von der Menge feiern. Insgesamt 63 Goldmedaillen hatten sich die Athleten aus dem Gastgeberland bei Olympia und Paralympics gewonnen. (dpa)

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