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Sexuell erregte Frauen ekeln sich weniger (und Männer auch)

Speichel, Sperma und Schweiß – wirklich lecker ist das eigentlich nicht. Damit Frauen sich trotzdem verführen lassen, gibt es offenbar eine biologische Lösung: Sexuelle Erregung senkt einer Studie zufolge die Ekelschwelle.

Suppe (das sind übrigens keine menschlichen Spermien, sondern welche vom Stierbullen) (Foto: Andreas Gebert/dpa)

6 Fakten zum Blowjob »

1. Schlucken oder spucken?
Leserinnen des Frauenmagazins Jolie antworten darauf: Die knappe Mehrheit (53 Prozent) bevorzugt es, nach dem Blowjob auszuspucken, 47 Prozent schlucken das männliche Ejakulat.

2. Macht Sperma dick?
Nein. Eine Ladung Mannessaft hat etwa 5 Kalorien.

4. Die Sache mit dem Geschmack
Der Geschmack von Sperma ist von Mann zu Mann unterschiedlich und zum großen Teil von der Ernährung und Lebensweise abhängig. Auch die Farbe, die Textur und die Menge ist ganz unterschiedlich.

5. Geschmack verbessern – geht das?
Ja. Besonders positiven Einfluss hat zum Beispiel die Ananas. Der in der Frucht enthaltene Zucker macht das Sperma süßer. Von Nikotin, Alkohol und Knoblauch sollten die Herren der Schöpfung aber lieber die Finger lassen – sie wirken sich negativ auf den Geschmack des Spermas aus.

6. Ansteckungsgefahr
Wichtig: Auch beim Oralverkehr kann man/frau sich mit Krankheiten wie z.B. dem HI-Virus infizieren. Deshalb unbedingt Kondome benutzen oder im Zweifelsfall am Anfang lieber auf Oralverkehr verzichten!

Quelle: Jolie.de



Sexuell erregte Frauen ekeln sich weniger als solche mit kühlem Kopf. Niederländische Forscher testeten insgesamt 90 junge Frauen und fanden heraus: Die Teilnehmerinnen, die einen „frauenfreundlichen Softporno“ gesehen hatten, stuften sich selbst als weniger geekelt ein und erledigten mehr abstoßende Aufgaben als andere. Die Frauen, die nur einen lustigen Sportfilm oder einen neutralen Film gesehen hatten, waren den Wissenschaftlern zufolge schneller und häufiger geekelt. Das Team um Charmaine Borg von der Universität Groningen veröffentlichte seine Ergebnisse im Fachblatt „Plos One“.

Wenn schmutziger Sex nicht stört

„Sex kann schmutzig sein, aber die meisten Menschen scheint das nicht zu stören“, schreiben die Autoren in der Studie. Dabei seien Liebesspiel und Ekel beide evolutionär von hoher Bedeutung – aber dennoch völlig gegensätzlich assoziiert. Und das, obwohl erotische Mitbringsel wie Speichel, Schweiß, Sperma und Körpergeruch zu den stärksten Ekel-Auslösern gehörten. Für die Fortpflanzung sei es somit wichtig, dass sexuelle Erregung die Ekelschwelle senke.

Die Forscher teilten die 90 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren in drei gleichgroße Gruppen auf. 30 Teilnehmerinnen bekamen einen Sexfilm zu sehen, den andere Frauen – in einem Vorversuch – als besonders erregend bewertet hatten. Die zweite Gruppe sah Sportclips, die sie zwar freudig erregen – aber nicht erotisch elektrisieren sollten. Die dritte Gruppe sah neutrale Bilder einer Zugfahrt.

Danach gaben sie selber auf einer Skala von eins bis zehn an, wie stark erregt sie sich fühlten. Die Wissenschaftler stellten ihnen dann jeweils 16 abstoßende Aufgaben. So sollten die Frauen beispielsweise aus einer Tasse mit einer Fliege darin trinken, den Knochen eines toten Tieres in der Hand halten oder getragene Unterhosen in einen Wäschesack packen.

Ähnliche Ergebnisse wie bei den Männern

Die Gruppe erregter Frauen bewertete vor allem die Ekel-Aufgaben, die irgendwas mit Sex zu tun hatten, als weniger abstoßend als die anderen Teilnehmerinnen. Auf einer Skala von Null bis Zehn bewerteten sie die Tests mit einem Durchschnittswert von 5,4 – die Probandinnen der anderen Gruppe stuften sie mit 6,9 und 6,6 als ekliger ein. Sie erledigten auch die meisten der Aufgaben (89,33 Prozent), während die Sportclips-Gruppe im Schnitt nur 65,33 Prozent und die neutrale 74,01 Prozent der Tests schafften.

Die Softporno-Gruppe empfand auch die Aufgaben, die keine sexuellen Assoziationen mit sich brachten, als weniger widerlich – allerdings fiel der Unterschied hier nicht so eindeutig aus.

Die Studie zeige, dass die Auswirkung der sexuellen Erregung auf Ekelgefühle enorm wichtig sei, um ein vergnügliches Liebesspiel zu ermöglichen, schreiben die Forscher. Ältere Untersuchungen hätten schon belegt, dass sich Erregung auf Männer ganz ähnlich auswirke.

(dpa)

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