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Die ersten Pläne von Malu Dreyer als Ministerpräsidentin
Die Beck-Nachfolgerin will vieles anders machen, mit einem neuen Politikstil reagieren und auch künftig offen mit ihrer MS-Erkrankung umgehen.
Der Noch-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, und die Noch-Sozialministerin und Bald-Ministerpräsidentin Malu Dreyer (beide SPD) am Freitag bei ihrer Pressekonferenz in der Staatskanzlei in Mainz. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)
Nach dem angekündigten Rückzug von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), der aus gesundheitlichen Gründen aufgibt, will die designierte Nachfolgerin Malu Dreyer (ROLLINGPLANET berichtete: Dreyer wird Deutschlands erste Ministerpräsidentin mit Multipler Sklerose) Rheinland-Pfalz mit einem neuen Politikstil regieren. Die 51-jährige Sozialministerin kündigte an, die Themen Bürgerbeteiligung und soziale Gerechtigkeit zu Schwerpunkten zu machen.
Im Gegensatz zu Deutschlands dienstältestem Regierungschef Beck wolle sie auch auf manche Festtermine verzichten, berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf Parteifreunde. Die seit langem mit Multipler Sklerose lebende Politikerin kündigte an, sich nach Ablauf der Amtsperiode auch der nächsten Landtagswahl stellen zu wollen.
Offen mit Multiple Sklerose umgehen
„Natürlich trete ich an, um das Land in den nächsten Jahren zu führen und um nach 2016 an der Spitze einer demokratisch gewählten Regierung zu stehen“, sagte Dreyer der „Rheinpfalz am Sonntag“. Sie soll Anfang kommenden Jahres Ministerpräsidentin werden.
Dreyer möchte offen mit ihrer MS-Erkrankung umgehen. Sie wolle deutlich machen, „dass in dieser Gesellschaft heutzutage vieles möglich ist und dass eine Einschränkung dieser Art kein Hindernis mehr ist, bestimmte Ämter auszuführen”, sagte sie der „Rheinpfalz am Sonntag“. Sie hatte angekündigt, mitunter auch im Rollstuhl unterwegs zu sein.
(dpa)




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