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Weil Bordell nicht barrierefrei ist: Stadt Essen verweigert die Genehmigung

Außerdem in unserem heutigen Klatsch & Tratsch-Ticker: Aggressionen gegen Menschen mit Behinderung, Jack Osbourne, Gehörloser hört Tatütata nicht und verursacht Unfall.

Prostituierte in einem Bordell (Foto: dpa)

Puff muss behindertengerecht sein

Weil ein geplantes Bordell in der Schacht-Neu-Cöln-Straße im Essener Stadtteil Bergeborbeck nur über Treppen zu erreichen gewesen wäre, verweigerte die Stadtverwaltung die Genehmigung. Dies berichtete die WAZ. Das Vorhaben sei nicht genehmigungsfähig, teilte demzufolge Planungsamtsleiter Thomas Franke im besten Amtsdeutsch dem Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung mit. Dies habe die bauordnungsrechtliche Prüfung ergeben. Laut gültiger Rechtsprechung müsse auch ein Bordell behindertengerecht sein. Das Gebäude verfügt jedoch über keinen Aufzug, die Zimmer liegen im ersten Stock. ROLLINGPLANET meint ohne Amtsdeutsch: Ficken für alle!
Aufmerksam geworden durch einen Hinweis von ROLLINGPLANET-Userin Ulrike.

Aggressives Trio flippt aus

Der Rollstuhl eines 68-jährigen Bochumers ist bereits am Freitag (28. September) der Zerstörungswut eines bislang unbekannten Trios zum Opfer gefallen. Der Mann wollte um 16.25 Uhr vom Bahnsteig der Linie 318, Fahrtrichtung Hattingen, mit dem Fahrstuhl zur Verteilerebene des Bochumer Hauptbahnhofes hochfahren. Im Aufzug befanden sich bereits drei männliche Personen. Als der Rollstuhlfahrer diese bat, auf ihn zu warten, rasteten die Männer aus. Alle drei Unbekannten traten aus dem Aufzug heraus und gingen auf den Rentner zu. Sie hielten den Rollstuhl fest und traten auf diesen ein. ROLLINGPLANET fragt sich: Ersatzhandlung für was? Als der Bochumer nun sein Telefon in die Hand nahm, um die Polizei zu rufen, wurde ihm dies durch einen der Männer weggenommen und auf den Boden geschmissen. Dort zerbrach das Glasdisplay. Erst jetzt ließ das Trio vom Rollstuhl des Bochumers ab. Durch die Gewalteinwirkung hatten sie ein Vorderrad abgetreten und die Fußstützen beschädigt. Anschließend fuhren die drei Täter mit dem Fahrstuhl hinauf zur Verteilerebene und entfernten sich in unbekannte Richtung.

Die Täter werden wie folgt beschrieben: 1. Mann: 20-30 Jahre alt, etwa 180 cm groß, sportlich kräftige Statur, kurz geschorene, dunkle Haare, glatt rasiertes Gesicht, bekleidet mit einem hellen Oberteil und einer dunklen Jeans. 2. Mann: 20-30 Jahre alt, etwa 175 cm groß, dunkle Haare, sportlich schlanke Figur, ungepflegter stoppeliger Bart. 3. Mann: 20-30 Jahre alt, etwa 175 cm groß, an den Seiten nach unten wachsender Oberlippenbart, sportlich kräftige Figur, bekleidet mit einem dunkelblauen Kapuzenpullover. Alle drei Personen sollen vermutlich südosteuropäischer Herkunft gewesen sein.

Das Kriminalkommissariat 31 der Bochumer sucht Zeugen. Unter der Rufnummer 0234/909-8105 (-4441 außerhalb der Geschäftszeiten) werden Hinweise erbeten und entgegengenommen.

Berlin: Brutale Überfälle auf Behinderte

Nach zwei brutalen Übergriffen auf Behinderte in Berlin sucht die Polizei in beiden Fällen weiter nach den Tätern. Ein Mann mit Down-Syndrom war vor einer Woche am S-Bahnhof Olympiastadion von Unbekannten geschlagen worden, eine Rollstuhlfahrerin wurde in Altglienicke am Donnerstag Opfer von zwei Gewalttätern. Obwohl es nach dem Überfall auf den 31-jährigen Hertha-Fan einen Zeugenaufruf der Polizei gab, waren bis Samstag noch keine Hinweise eingegangen, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Die Täter hatten den Fußball-Fan am 26. September auf dem S-Bahnhof Olympiastadion zunächst geschlagen und dann mit seinem eng um den Hals geknoteten Schal zurückgelassen. Das Opfer war nahezu bewusstlos, als es von Beamten der Bundespolizei gegen 20 Uhr gefunden wurde. Der Mann wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Auch im Fall der überfallenen Rollstuhlfahrerin sind die Täter weiter unbekannt. Die 33-Jährige war nach Polizeiangaben am Donnerstagabend an der Ecke Normannenstraße/Grünauer Straße unvermittelt von zwei Männern angegriffen worden. Einer habe sie aus dem Rollstuhl hochgezogen, Geld gefordert und der Frau einen MP3-Player entrissen. Dann habe er auf sie eingeschlagen.

Der andere Räuber stand währenddessen hinter der Frau und verdrehte ihr einen Arm. Dann stießen die Räuber ihr Opfer zu Boden und flüchteten mit dem Portemonnaie der Frau. Die 33-Jährige musste ins Krankenhaus gebracht werden. (dapd)

Rüsselsheim: Behinderter Kater stranguliert

ROLLINGPLANET kümmert sich auch um behinderte Tiere, deswegen darf diese Nachricht natürlich nicht fehlen: Kater Jamie, der bereits lahmend von seinen Besitzern aus dem Tierheim geholt worden war, wurde im Garten von Unbekannten stranguliert und mit blutunterlaufenen Augen von seinen Besitzern aufgefunden. Immerhin: Jamie überlebte, Anzeige wurde erstattet. (Quelle: Main Spitze)

Rollstuhlfahrer überquerte rote Ampel

Ein Rollstuhlfahrer ist in der Nacht zum Sonntag in Berlin-Reinickendorf von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Der 51-Jährige hat nach ersten Erkenntnissen den Kurt-Schumacher-Damm bei rotem Ampellicht überquert, wie die Polizei mitteilte. Dabei stieß er mit einem 20-jährigen Autofahrer zusammen, der bei Grün in südliche Richtung unterwegs war. Durch den Aufprall wurde der 51-Jährige aus dem Rollstuhl geschleudert. Er musste mit mehreren Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Autofahrer blieb unverletzt, seine beiden Mitfahrerinnen erlitten einen Schock. (dapd)

Jack Osbourne: Blitzhochzeit

Wenige Wochen nach der Geburt seiner kleinen Tochter Pearl wurde Jack Osbourne (26) im Juni mit der Diagnose Multiple Sklerose konfrontiert. Der Sohn der Rocklegende Ozzy Osbourne (63) hat an diesem Wochenende seiner Freundin Lisa Stelly (26) das Ja-Wort auf Hawaii gegeben. Was die Klatschpresse natürlich zu der dramatische Aussage verführt: TROTZ SCHOCKIERENDER DIAGNOSE unter der Haube… Heirat TROTZ MULTIPLE SKLEROSE… Man lernt eben nie aus.

Crash: Gehörloser hört die Polizei-Sirene nicht

So sieht ein Auto aus, wenn man sich der Polizei in den Weg stellt (Foto: Polizeipräsidium München)

München: Auf dem Weg zu einem Einsatzort ist ein Streifenwagen mit Martinshorn und Blaulicht in der Nacht zum Mittwoch auf der Kreuzung Paul-Heyse-Straße/Schwanthalerstraße mit einem Peugeot zusammengestoßen. Dessen Fahrer, ein 45-jähriger Gehörloser, hatte den Polizeiwagen nicht bemerkt. Alle Beteiligten kamen mit einem Schrecken oder leichten Verletzungen davon, wenn man davon absieht, dass der Peugeot nicht mehr besonders fahrtüchtig wirkt.

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