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Tierisch: Eine halbe Schnauze und ein mysteriöses Auge

ROLLINGPLANET kümmert sich bekanntlich nicht nur um behinderte Menschen. Hier sind zwei Sonntagsgeschichten, die Ihr Herz bestimmt höher schlagen lassen.

Kabang: Fröhlich trotz Behinderung (Foto: dapd)

Bitte ein Happy end für Kabang

Wer beim Anblick dieses Fotos nicht gerührt ist, dem können wir auch nicht helfen. Schon gar nicht bei der Geschichte, die dahinter steckt: Die hellbraune Mischlingshündin Kabang auf der philippinischen Insel Mindanao warf sich im Dezember 2011 furchtlos vor ein schnelles Motorrad, um die elf Jahre alte Tochter ihres Herrchens und deren dreijährige Cousine zu schützen.

Superrettungstat gelungen, allerdings ist Kabang seither etwas behindert und lebt nur mit einer halben Schnauze. Nase und Oberkiefer ihres Gesichts fehlen, die Zunge hängt einfach schlapp aus dem Maul. Dafür ist Kabang in ihrer Heimat nun eine gefeierte Heldin („Hero Dog“). Und das Beste: Kabang soll laut Medienberichten trotz ihrer Verstümmelung ein fröhlicher, verspielter, liebenswürdiger Charakter geblieben sein. Was für uns ROLLINGPLANET-Behinderte natürlich ein Vorbild sein sollte. Ihr Besitzer hatte sich geweigert, sie einschläfern zu lassen. Das wiederum sollte ein Vorbild für alle PraenaTest-Erfinder sein. Ärzte in den USA wollen jetzt die Verletzungen von Kabang behandeln. Karen Kenngott, eine Krankenschwester aus Buffalo, hatte über eine Online-Kampagne 22.000 Dollar Spendengelder aus 22 Ländern zusammenbekommen.

Das Riesenauge von Florida

Gucken Sie bitte genau hin (falls Sie noch können): Ist das Ihr Auge? (Foto: dpa)

Falls Sie ein Riesentintenfisch sind und ein Auge verloren haben sollten – das Fundstück von Floridas Küste ist es nicht. Das Rätsel ist gelöst: Bisher war angenommen war, dass das von einem Spaziergänger in Florida gefundene baseballgroße Glubschorgan einem Kalmar gehörte. Laut einem Interview in der „Welt“ hat der Zoologe Dan-E. Nilsson aus Schweden jedoch eindeutig herausgefunden, dass der frühere Besitzer ein Schwertfisch gewesen sein muss:

„Das Auge stammt definitiv von einem Schwertfisch. Und zwar aus mehreren Gründen. Das Auge eines Riesen-Kalmars, das als einziges eine ähnliche Größe hätte, wäre niemals so stabil wie das Auge auf dem Foto. Es wäre sofort kollabiert, übrig bliebe nur eine Tüte Schleim. Außerdem ist die blaue Iris sehr markant, diese finden Sie auf keinen Fall bei einem Riesen-Kalmar. Es gibt nur wenige Tiere, die Augen von dieser Größe besitzen – Riesen-Kalmare, Schwertfische und Wale. Riesen-Kalmar kann ich definitiv ausschließen und einen Wal auch, weil auch diese Tiere keine solch blaue Iris besitzen. Die ist wirklich sehr spezifisch für den Schwertfisch.“

Das Gemeine: Nilsson vermutet, dass ein Angler dem Tier das Auge als Souvenir herausgeschnitten haben muss, um es dann, weil zu glitschig, verloren hat. So sind sie, unsere Menschen, weshalb unsere Hoffnung, dass dieser ROLLINGPLANET irgendwann mal ein ganz lieber, fröhlicher Kabang-Planet wird, vermutlich völlig daneben ist.

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