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Durch Schreiben Kriegserlebnisse verarbeiten
Ein neues, spannendes Projekt für Senioren, das hoffentlich möglichst wenige ROLLINGPLANET-User anspricht.
Das wünschen wir möglichst wenigen Menschen: Erlebnisse während des Zweiten Weltkrieges und der Zeit danach können Menschen noch im Alter belasten. Die Betroffenen leiden Jahrzehnte später beispielsweise unter Schlafstörungen, Angst oder Schmerzen.
Bei bis zu zwölf Prozent der über 60-jährigen Deutschen gibt es Anzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), haben Forscher aus Leipzig, Greifswald und Zürich im vergangenen festgestellt und dagegen eine Schreibtherapie entwickelt (ROLLINGPLANET berichtete: Zweiter Weltkrieg noch immer ein Trauma).
Die Klinik für Psychiatrie der Universität Greifswald bietet nun für Betroffene eine Schreibtherapie an. Das Angebot richtet sich an Menschen über 65 Jahre und ist für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern kostenlos. Sechs Wochen lang sollen Betroffene versuchen, vergangene Erlebnisse schriftlich aufzuarbeiten. Voraussetzung ist, dass die Senioren zur Zeit keine Psychotherapie machen.
Die Kommunikation zwischen Therapeut und Patient erfolgt dabei nur schriftlich. Das Konzept soll älteren Menschen die Möglichkeit geben, zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung traumatische Dinge aufzuschreiben und mit Hilfe eines Therapeuten zu verarbeiten. Alle Daten werden anonymisiert. Anhand von Fragebögen werden die Effekte der Behandlung gemessen.
Webseite und Infos: www.lebenstagebuch.de
(dpa/RP)




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