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Inklusionsgeblubber ergreift nun auch offiziell Behinderte in Niedersachsen
Der „Landesrat für Menschen mit Behinderungen“ heißt künftig „Inklusionsrat der Menschen mit Behinderungen“ und verkündet neue Personalien.
ROLLINGPLANET hat zu dem Begriff Inklusion bekanntlich ein gestörtes Verhältnis. Wir unterstützen natürlich voll und ganz die Mission – aber wir können das Wort kaum noch hören und lesen. Deswegen unsere genervte Überschrift.
Der „Landesrat für Menschen mit Behinderungen“ in Niedersachsen wird sich umbenennen und künftig „Inklusionsrat der Menschen mit Behinderungen“ heißen. Dies teilte heute das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration mit. Die Umbenennung sei wichtig, damit „allen deutlich wird: Der Gedanke einer inklusiven Gesellschaft ist über die UN-Behindertenrechtskonvention, einer Menschenrechtskonvention, in Deutschland eingeführt.“ Wir haben das Deutsch nicht richtig verstanden, aber wir wissen ja alle, um was es geht: Hauptsache, „Inklusion“ und „UN-Behindertenrechtskonvention“ sind erwähnt.
Mit der Umbenennung, so kündigt man in Hannover an, sind auch inhaltliche Veränderungen verbunden: „Wir stellen uns neu auf“, erklärt Karl Finke, Behindertenbeauftragter dieses Bundeslandes und bundesweit sicherlich einer der engagiertesten seiner Branche. Und das sind die Ziele: „Arbeit, Wohnen, Bildung und das alltägliche Miteinander behinderter und nichtbehinderter Menschen mit uns verwirklichen. Nicht Zuständigkeiten zwischen Land und Kommune hin und her schieben, sondern inklusiv vorgehen unter Mitentscheidung von uns behinderten Menschen. Den Weg zu einem inklusiven Niedersachsen starten, jetzt!“
Neu: Gudrun Kneiske-Spitzer und Horst Limke
Karl Finke weiter: „Wir haben uns auch im Rahmen des geplanten Wechsels personell neu aufgestellt. Die kommunalen Behindertenbeiräte und Behindertenbeauftragten sollen künftig durch Gudrun Kneiske-Spitzer aus Wolfsburg und Horst Limke aus Vechta die gemeinsamen Ziele im Landesbehindertenbeirat vertreten. Der Vorrang gemeinsamer Bildung von der Krippe über die Schule bis hin zur Erwachsenenbildung wird unsere Arbeit ständig begleiten. Auf die verschobene Anhörung des Landes Niedersachsen zum Entwurf des niedersächsischen Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention wird sich der Landesrat für Menschen mit Behinderungen gezielt vorbereiten. Hierzu hat er erstmalig in Deutschland eine eigene Broschüre ,Handreichung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonventionen in den Kommunen in Niedersachsen‘ vorgelegt.
„Wir sind gut vorbereitet und fordern alle Kommunen auf, wie beispielsweise Oldenburg und Salzgitter, lokale Aktionspläne mit uns zu erarbeiten“, so Monika Nölting, eine der Autorinnen der Broschüre.
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