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Hamburg: 180 x Tu was für Behinderte
Lange hat es gedauert: Die Hansestadt beschließt Landesaktionsplan für ein selbstbestimmtes Leben von Behinderten.
Barrierefreie U-Bahnhaltestellen, leicht verständliche Informationsangebote oder Unterstützung für ein Leben in einer eigenen Wohnung – mit rund 180 Maßnahmen soll ein Landesaktionsplan Menschen mit Behinderungen in Hamburg ein selbstbestimmtes Leben erleichtern.
Der Senat verabschiedete gestern das Konzept. Es setze die UN-Behindertenrechtskonvention auf Landesebene um, heißt es. „Der Landesaktionsplan ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine Gesellschaft, in der es normal ist, verschieden zu sein“, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD). Die Pressekonferenz wurde in die Gebärdensprache übersetzt.
“Gemeinschaftsprojekt“ mit Behindertenvertretern
Der Plan sei ein Gemeinschaftsprojekt fast aller Hamburger Behörden in enger Abstimmung mit den Organisationen behinderter Menschen. Die Maßnahmen, die Stück für Stück umgesetzt werden sollen, erfassen unter anderem die Bereiche Bildung, Arbeit, Bauen, Stadtentwicklung und Gesundheit. „Ich fordere alle Vereine und Organisationen auf, sich dem Senat anzuschließen und eigene Aktionspläne zu entwicklen. So können wir gemeinsam ein Hamburg schaffen, in dem alle Menschen willkommen sind“, erklärte Scheele.
Nach Angaben der Sozialbehörde ist Hamburg das siebte Bundesland, das ein solches Konzept verabschiedet. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die allen Menschen eine gleichberechtigte Teilnahme an der Gesellschaft ermöglichen soll, war 2009 von der Bundesrepublik ratifiziert worden.
Anfang des Jahres hatte es heftige Diskussionen um das neue Hamburger Inklusionsbüro gegeben (ROLLINGPLANET berichtete).
(dpa)
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