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30 Workshops zu den Themen Rechte, Selbstbestimmung und Leben in der Gemeinde

Archivfoto: BeB-Arbeitsgruppe im Haus Rheinsberg (Foto: Thomas A. Golka, Fürst Donnersmarck-Stiftung

Heute bis Mittwoch treffen sich 240 Menschen mit Behinderung aus ganz Deutschland unter dem Motto „Einmischen, Mitmischen, Selbstmachen – Aktiv und mittendrin!“ im Haus Rheinsberg – Hotel am See bei Berlin.

Vom 5. bis zum 8. Februar 2012 findet dort nach 2006 und 2009 bereits der dritte Kongress des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) von und für Menschen mit Behinderung statt. In den rund 30 Workshops geht es um Rechte, um Selbstbestimmung und um das Leben in der Gemeinde.

„Immer noch ausgegrenzt“

Höhepunkt ist der Besuch des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, der von Dienstag Nachmittag bis Mittwoch Mittag am Kongress teilnehmen und sich den Fragen und Meinungen der Teilnehmenden stellen wird. In seinem Grußwort machte Hüppe unter Verweis auf das Kongressmotto deutlich: „Menschen mit Behinderungen sollen also überall mitmachen dürfen. Und sie sollen überall dabei sein können, zusammen mit nicht behinderten Menschen: in Kindertagesstätten, Schulen und Betrieben, in Sportvereinen oder im Internet. Heute gibt es noch viele Hürden. Behinderte Menschen werden immer noch ausgegrenzt. Oft merken das Menschen ohne Behinderung gar nicht, weil sie nie mit behinderten Menschen zu tun hatten. Das muss sich ändern.“

Treffen alle drei Jahre

Die Rheinsberger Kongresse des BeB finden seit 2006 alle drei Jahre statt und bringen Menschen mit Behinderung aus ganz Deutschland zusammen. Auch diesmal war die Veranstaltung, die in erheblichem Umfang von der Aktion Mensch bezuschusst wurde und ansonsten vom BeB, der Fürst Donnersmarck-Stiftung und natürlich den Teilnehmenden selbst getragen wird, bereits kurze Zeit nach der Ausschreibung ausgebucht – das zeigt, wie groß die Nachfrage nach den Themen „Rechte“, „Selbstbestimmung“ und „Leben in der Gemeinde“ ist. Das Programm wurde wie schon in den Jahren zuvor von einer Vorbereitungsgruppe erarbeitet, in der von Beginn an Menschen mit Behinderung maßgeblich beteiligt waren und ihre Interessen, Ideen und Anliegen einbrachten.

UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen

Zentraler Bezugspunkt des Kongresses ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, um die es in zahlreichen Workshops gehen wird. Hierzu hat der BeB die Broschüre „Freiheit mit Unterstützung!“ veröffentlicht, in der der Handlungsbedarf in den einzelnen Themenfeldern benannt und Lösungswege aufgezeigt werden. Die Broschüre liegt auch in einfacher Sprache vor, so dass Menschen mit Behinderung in die Diskussion einbezogen sind.

Über den BeB

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) ist ein Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Seine rund 600 Mitgliedseinrichtungen halten Angebote für mehr als 100.000 Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung aller Altersstufen bereit. Damit deckt der BeB wesentliche Teile der Angebote der Behindertenhilfe sowie der Sozialpsychiatrie in Deutschland ab. Als Zusammenschluss von evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen fördert, unterstützt und begleitet der BeB Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörige.

Quelle und weitere Informationen: www.beb-einmischen.de; dort ist auch die Broschüre in einfacher Sprache zu finden.

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