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Projektleiter/in „Klimaschutz und Inklusion“ gesucht

ROLLINGPLANET-Tagebuch: Andy Holzer +++ Der ganz normale Wahnsinn +++ Todkrankes Baby Charlie +++ Tauber Fußballprofi Simon Ollert +++ Tischtennis

TAGEBUCH
FREITAG, 16. JUNI 2017
Stellenangebot

Ungewöhnliche Jobchance mit dem Thema „Klimaschutz und Inklusion“

Mitarbeiter des Geschäftsbereichs „Dienste für Menschen mit Behinderung“ der Stiftung Friedehorst. (Foto: Stiftung Friedehorst)

Mitarbeiter des Geschäftsbereichs „Dienste für Menschen mit Behinderung“ der Stiftung Friedehorst. (Foto: Stiftung Friedehorst)

Die Bremer Stiftung Friedehorst sucht einen Leiter (m/w) für ihr Projekt „Klimaschutz und Inklusion: Nachbarn mit und ohne Behinderung handeln gemeinsam für das Klima“. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Realisierung, Weiterentwicklung und Planung des Vorhabens unter inklusionspädagogischen Vorzeichen sowie die Vernetzung mit Stadtteil- und überregionalen Akteuren. Die Stelle mit 29,25 Std./Woche ist auf zwei Jahre befristet. Bewerbungsschluss ist 15. Juli 2017, weitere Infos: Greenjobs

DONNERSTAG, 15. JUNI 2017
TV-Tipp

Andy Holzer: „Gott hat mich mit der Blindheit nicht bestraft“

Andy Holzer (Foto: obs/GORE-TEX®)

Andy Holzer (Foto: obs/GORE-TEX®)

Blind bergsteigen und klettern? Andy Holzer beweist, dass es geht – wie zuletzt, als ihm der Gipfelsturm auf den Mount Everest gelang. Moderator Andreas Korn begegnet dem 50-jährigen Österreicher für die heutige ZDF-Sendung „Ein guter Grund zu feiern“ (17.50 Uhr).
In seinen Feiertagssendungen (an diesem Donnerstag ist Fronleichnam) begibt sich der Journalist und Reporter Andreas Korn immer wieder zu außergewöhnlichen Menschen und in herausfordernde Situationen, die den Horizont erweitern. Blind klettern ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch des Vertrauens. Und so wird der Aufstieg zu einem Sinnbild für herausfordernde Situationen auf dem Lebensweg.
Andy Holzer ist blind von Geburt an. Neben seinem Beruf als Heilmasseur und Heilbademeister ist er als Ski-Langläufer, Windsurfer und Mountainbiker aktiv. Er sieht seine Blindheit nicht als Behinderung, sondern als Auftrag und Herausforderung, anderen Mut zu machen im Leben. Sein Glaube habe ihn immer getragen, sagt Holzer: „Gott hat mich mit der Blindheit nicht bestraft, sondern er wusste, dass ich es bin, der die Kraft hat, das zu schaffen.“ (PM)

MITTWOCH, 14. JUNI 2017
Rollstuhlbasketball

„Matze“ Heimbach verstärkt Doneck Dolphins Trier

Matthias Heimbach ist seit acht Jahren Nationalspieler. (Foto: Doneck Dolphins Trier/Rolli-Pictures)

Matthias Heimbach ist seit acht Jahren Nationalspieler. (Foto: Doneck Dolphins Trier/Rolli-Pictures)

Nach einer Saison ist für Matthias „Matze“ Heimbach (34) Schluss bei den BG Baskets Hamburg. Der mit einem Punkt klassifizierte Nationalspieler, der an zwei Paralympics teilnahm, wechselt zu Doneck Dolphins Trier und freut sich auf Superstar Dirk Passiwan: „Endlich kann ich auch national mit ihm zusammenspielen.“ Heimbach ist seit einem Motorradunfall querschnittgelähmt.
Bereits vor einigen Tagen hatte Trier die Verpflichtung des 20-jährigen US-Amerikaners Correy Rossi (2,0 Punkte) aus Michigan bekannt gegeben. Die Dolphins wollen dem Vernehmen nach „in das Play-off-Becken eintauchen“. (RP)

WfbM

Werkstätten für Menschen mit Behinderung: Ausgenutzt statt ausgebildet

Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Würzburg. (Foto: Christiane Gläser/dpa)

Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Würzburg. (Foto: Christiane Gläser/dpa)

Sie drücken Gummischeiben in Deckel. Den ganzen Tag. Jeden Tag. Sie bekommen dafür weniger als den Mindestlohn und ihr Auftraggeber wird vom Staat belohnt. Was sie dabei lernen: Es gibt ein Produkt namens Bördelscheibe. Was sie nicht lernen: Fähigkeiten, die ihnen zu einem richtigen Job verhelfen könnten. Dass Menschen mit Behinderung so ihre Zeit in den Werkstätten verbringen, die sie eigentlich weiterbilden sollen, wird sich nicht ändern. Zumindest suggeriert das die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. taz

DIENSTAG, 13. JUNI 2017
Der ganz normale Wahnsinn

83-Jähriger fuhr zum zweiten Mal Rollstuhlfahrer an

Pfarrkirche in St. Johann am Walde (Foto: Wikipedia/Bwag, CC-BY-SA 4.0)

Pfarrkirche in St. Johann am Walde (Foto: Wikipedia/Bwag, CC-BY-SA 4.0)

Déjà-vu-Erlebnis im österreichischen Sankt Johann am Walde: Ein 74-jähriger querschnittgelähmter Mann blieb mit seinem Elektrorollstuhl neben der Mettmacher Landesstraße stehen, um sich mit einem Hausbewohner zu unterhalten. Kurz darauf kam ein 83-Jähriger mit seinem Auto entgegen, übersah den Rollstuhlfahrer und fuhr diesen an. Passanten kamen sofort zu Hilfe.
Was sich dann herausstellte, konnten aber selbst die Polizisten nicht glauben: Denn vor eineinhalb Jahren, am 8. Dezember 2015, ereignete sich knapp 50 Meter weiter schon einmal ein gleicher Unfall – mit den beiden selben Beteiligten. (ag)

Menschenrechtsgericht

Ärzte müssen (vorerst) todkrankes Baby weiter behandeln

In Großbritannien müssen Ärzte ein todkrankes Baby weiter am Leben halten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verlängerte am Dienstag in Straßburg eine entsprechende vorläufige Anordnung bis auf weiteres.
Die Eltern möchten den zehn Monate alten Charlie, der an einer seltenen genetischen Erkrankung leidet, für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Die britischen Ärzte, die den Jungen bisher behandeln, sind allerdings überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie wollen die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen.
Eine Klage der Eltern gegen die Entscheidung der Mediziner blieb in Großbritannien erfolglos. Nun prüft der Menschenrechtsgerichtshof den Fall. Mit der vorläufigen Entscheidung über die Fortsetzung der Behandlung hat er sich in der Sache noch nicht festgelegt. Die Eltern müssen ihre Beschwerde noch begründen. Sollten sie dies nicht tun, endet die Anordnung der lebensverlängernden Behandlung am kommenden Montag um Mitternacht. (dpa)

MONTAG, 12. JUNI 2017
Fußball

Memmingen verpflichtet gehörlosen Stürmer Ollert

Der FC Memmingen hat Simon Ollert vom FC Ingolstadt verpflichtet. Der Stürmer soll die Offensive des bayerischen Regionalligisten verstärken und mithelfen, den Abgang von Torjäger Stefan Schimmer zu kompensieren. Eine bemerkenswerte Verpflichtung ist der Transfer deshalb, weil Ollert gehörlos ist. Das vermeintliche Handicap des 20-Jährigen spielte bei der Verpflichtung keine Rolle. Ollerts Berater Christian Nerlinger, ehemaliger Profi und Manager des FC Bayern, war nach Vereinsangaben am Transfer des Mittelstürmers maßgeblich beteiligt. „Er hört weniger, dafür sieht er mehr. Das periphere Sehen und seine Technik sind herausragend“, so Nerlinger.
Ollert ist von Geburt an auf beiden Ohren taub und trägt ein Spezialhörgerät beim Fußballspielen. Er ist neben Stefan Markolf (1. FSV Mainz 05) der zweite gehörlose Fußballprofi in Deutschland. Abseits seiner aktiven Karriere setzt sich Ollert für die Förderung von Kindern mit Hörverlust ein. Gemeinsam mit Sponsoren organisiert er in diesem Zusammenhang internationale Fußballcamps. (ag)

SAMSTAG, 10. JUNI 2017
Tischtennis

4. Bayreuth Open mit 286 Teilnehmern aus 36 Nationen

Ehrenamtliche Helfer beim Aufbau. (Foto: Bayreuth TT Open)

Ehrenamtliche Helfer beim Aufbau. (Foto: Bayreuth TT Open)

In der kommenden Woche finden vom 13. bis 18. Juni 2017 inzwischen schon zum vierten Mal die Bayreuth Open im Para-Tischtennis statt. 286 Spieler und Spielerinnen aus 36 Nationen werden in der Oberfrankenhalle an den Tisch gehen und um Weltranglistenpunkte, Medaillen und Preisgelder kämpfen.
Das deutsche Team ist bei seinem Heimspiel mit 29 Startern naturgemäß stark vertreten, da Bundestrainer Volker Ziegler allen Spielern aus der zweiten Reihe den Start in Bayreuth freigegeben hat. Neben einigen Newcomern treten natürlich auch prominente Gesichter des deutschen Para-Tischtennis in der Oberfrankenhalle an. So sind etwa die Team-Weltmeister der Wettkampfklasse 3 Thomas Brüchle und Thomas Schmidberger, live in Aktion zu sehen, genau wie der Silbermedaillengewinner der WK5 von Rio, Valentin Baus.

Am Mittwoch und Donnerstag werden die Einzel-Konkurrenzen ausgespielt, bevor es am Freitag und Samstag um die Titel in den Team-Wettbewerben geht.

Die deutschen Starter im Überblick:
WK1: Janina Sommer, Walter Kilger
WK2: Bianca Neubig, Tim Bunte
WK3: Thomas Brüchle, Jan Gürtler, Thomas Schmidberger
WK4: Lisa Hentig, Sandra Mikolaschek, Jan Elsner, Dietmar Kober
WK5: Valentin Baus, Selcuk Cetin, Jörg Didion
WK6: Thomasz Kusiak, Tim Laue, Klaus Mewes, Thomas Rau
WK7: Corinna Hochdörfer
WK8: Johannes Urban, Joshua Wagner
WK9: Lena Kramm, Yannik Rüddenklau
WK10: Marlene Reeg
WK11: Hartmut Freund, Florian Hartig, Alexandros Kalpakidis, Maximilian Kröber, Dennis Mielke

Weitere Infos: www.bayreuth-tt-open.de

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