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Grüner Star kommt ohne Schmerzen – und plötzlich sind Sie blind

Vom 10. bis 16. März ist Weltglaukomwoche. Was Sie unbedingt über die zweithäufigste Krankheit, die das Sehvermögen gefährdet, wissen sollten.

Fortgeschrittene Glaukomkrankheit, mit großer Aushöhlung des Sehnervenkopfes, zu erkennen an den bereits am Papillenrand „bajonettförmig“ abknickenden Blutgefäßen.

Fortgeschrittene Glaukomkrankheit, mit großer Aushöhlung des Sehnervenkopfes, zu erkennen an den bereits am Papillenrand „bajonettförmig“ abknickenden Blutgefäßen.

Vor dieser Gefahr hat ROLLINGPLANET schon einmal gewarnt (Diese Nachricht kann Ihr Augenlicht retten: Warum Glaukom so gefährlich ist) – aber wir machen es heute gerne nochmals.

Wer immer häufiger Gegenstände am Rand seines Sehfeld übersieht und deshalb dort anstößt, sollte das nicht als Unaufmerksamkeit abtun. Denn dahinter könnte eine ernste Augenerkrankung stecken, die unbehandelt zu weiteren Einschränkungen des Gesichtsfeldes führen kann, weil der Sehnerv immer weiter abstirbt.

Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands in Düsseldorf anlässlich der Weltglaukomwoche vom 10. bis 16. März hin. Das Glaukom (Grüner Star) ist mit 18 Prozent die zweithäufigste Krankheit, die das Sehvermögen gefährdet (nach der altersbedingten Makuladegeneration, 50 Prozent).

Meistens keine Schmerzen

Meistens hat der Betroffene keine Schmerzen und bemerkt die anfänglichen Ausfälle am Rand seines Sehfeldes auch nicht. Der Grund: Das zweite Auge ergänzt die Lücken im Seheindruck, und das Gehirn überbrückt sie ebenfalls. Der Berufsverband empfiehlt daher allen, deren Eltern oder Geschwister am Glaukom erkrankt sind, ihren Sehnerv frühzeitig regelmäßig untersuchen zu lassen.

Der Sehnerv stirbt den Angaben zufolge unter anderem ab, wenn der Druck im Augeninneren zu groß ist. Dazu könne es kommen, wenn die Abflusswege der Flüssigkeit, die die Linse umspülen, nach und nach verstopfen. Um den Sehnerv zu entlasten, reiche es meistens, den Augeninnendruck per Augentropfen abzusenken. In schwierigen Fällen könne per Laser oder Operation behandelt werden.

(dpa, Foto: Wikipedia/Snoop. GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder eine spätere Version.)

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