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Ab wann lässt sich Legasthenie bei Kindern feststellen?

Mit mangelnder Intelligenz hat eine Lese-Rechtschreibstörung nichts zu tun.

Legasthenie – wenn das ABC zur Qual wird (Foto: Stephanie  Hofschlaeger/pixelio.de)

Legasthenie – wenn das ABC zur Qual wird (Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

Erste Anzeichen für eine Lese-Rechtschreibstörung gibt es bei Kindern meist schon sehr früh. Eindeutig festgestellt werden kann sie aber erst ab der zweiten Klasse. In den ersten Schulmonaten sind Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben normal und hängen nicht zwangsläufig mit einer Legasthenie zusammen. Darauf weist Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) hin.

Typisch für Legasthenie sind Schwierigkeiten, einzelne Laute zu unterscheiden, im Gedächtnis zu speichern und abzurufen. Kinder mit einer Legasthenie fangen häufig an, später zu sprechen, haben Probleme, Laute und Silben zu unterscheiden oder können mündliche Anweisungen schlechter befolgen.

Mit mangelnder Intelligenz hat eine Legasthenie nichts zu tun. Die Ursachen für die Störung sind nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich kommen mehrere zusammen. Ein möglicher Grund sind genetische Faktoren, die die Verarbeitung von gehörten und gelesenen Informationen beeinflussen. Um die Chancen der Kinder in Schule und Beruf zu verbessern, sollten Eltern erste Anzeichen früh bei einem Facharzt abklären lassen und entsprechende Therapieangebote nutzen.

(dpa)

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