""

Aktionsplan der SAP: Das steht wirklich drin

Der Software-Gigant hat als erster DAX-Konzern und einer der ersten Arbeitgeber in Deutschland einen Inklusionsplan veröffentlicht.

Die Softwarefirma SAP aus Walldorf (Baden-Württemberg) nimmt Inklusion offensichtlich ernst (Foto: dpa)

Die Softwarefirma SAP aus Walldorf (Baden-Württemberg) nimmt Inklusion offensichtlich ernst (Foto: dpa)

Das Beispiel macht hoffentlich Schule: „Soziale Verantwortung übernehmen heißt, gesellschaftliche Belange in den unternehmerischen Alltag einzubeziehen und einen aufmerksamen Blick für das Umfeld zu haben“, erklärt die SAP AG.

Im Mai hatte SAP mit der Ankündigung Furore gemacht, Hunderte von autistischen Mitarbeitern einstellen zu wollen: Sie sollen bis 2020 ein Prozent der Belegschaft ausmachen. Insgesamt beschäftigt der Konzern derzeit weltweit rund 65.000 Mitarbeiter (ROLLINGPLANET berichtete).

Nun hat der größte europäische und weltweit viertgrößte Softwarehersteller mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf nachgelegt – und einen Aktionsplan 2013-2016 für Menschen mit Behinderung veröffentlicht, der sich hier herunterladen lässt: http://www.sap.com/germany/about-sap/aktionsplan.epx

Bis Ende 2016 sollen schrittweise alle Maßnahmen der verschiedenen Handlungsfelder umgesetzt werden – vom Erwerb weiterer Hörunterstützungen bis hin zur Erarbeitung von Hilfsmitteln zur Einstellung behinderter Mitarbeiter.

SAP erkennt UN-BRK an

Das Unternehmen verspricht: „Damit unterstützt SAP ausdrücklich die Behindertenkonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) zum ,Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen‘ und verpflichtet sich mit selbst gesetzten Zielen und konkreten Maßnahmen zur gezielten Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Ziel ist, „die Barrierefreiheit am Arbeitsplatz, gleichberechtigte und chancengleiche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsleben und das selbstverständliche, respektvolle Miteinander behinderter und nicht behinderter Mitarbeiter bei SAP zu gewährleisten.“

In enger Zusammenarbeit, teilt SAP mit, hätten Schwerbehindertenvertreter, Betroffene, Vertreter des Betriebsrates, der Personalabteilung und des Arbeitsbeauftragten für Menschen mit Behinderung bei SAP den Inklusionsplan erstellt. Der Aktionsplan werde in den nächsten dreieinhalb Jahren gemeinsam mit betroffenen Kolleginnen, Kollegen, Partnern und Mitarbeitern umgesetzt. Die Ergebnisse sollen transparent gemacht und der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.

Das sagt der Personalchef

„Der SAP-Aktionsplan ist ein entscheidender Schritt um ein selbstbestimmtes, barrierefreies Miteinanderarbeiten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen in allen Unternehmensbereichen zu ermöglichen“, sagte Wolfgang Fassnacht, SAP-Personalleiter für Deutschland. „Beeinträchtigungen werden erst dann zur Behinderung, wenn sie auf Hindernisse stoßen.“

SAP‘s Mitarbeiter- und Organisationsstrategie, die auch den Aspekt Diversity umfasst, sei ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. SAP strebe nach einem Arbeitsumfeld, das Vielfalt willkommen heißt und die Anforderungen, Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen Mitarbeiters berücksichtigt sowie die Vielfalt von kultureller und ethnischer Herkunft, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und Identität als auch körperlicher Fähigkeiten wertschätzt.

Damit die Umsetzung des Aktionsplans fester Bestandteil der Unternehmenskultur wird, würden die Handlungsfelder in die Mitarbeiter- und Organisationsstrategie der SAP integriert.

(PM)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN