""

Ältere Männer sollten ihn rechtzeitig wieder rausziehen: Als Väter stellen sie ein Risiko dar

(Foto: pixelio.de/Angelina S)

In Deutschland sind fünf Prozent der Väter bei der Geburt ihres Kindes älter als 50. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass das fortgeschrittene Alter des Vaters mehr Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes hat als bislang angenommen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

(pte) – Während Frauen nur bis zu einem gewissen Alter schwanger werden können, sind (nichtbehinderte) Männer prinzipiell ihr ganzes Leben lang im Stande, Kinder zu zeugen. Mit steigendem Alter der Mutter häufen sich auch Krankheiten wie Trisomie 21. Während das Risiko bei Müttern im Alter von 25 bei eins zu 1.000 liegt, ist im Alter von 40 jedes hundertste und im Alter von 48 bereits jedes zehnte Kind gefährdet.

Samenspender über 40 nicht erlaubt

Ab Mitte 30 sinkt auch die Qualität der Spermien bei Männern. Laut Aussagen von Experten steigt die Gefahr einer Fehlbildung im Erbgut mit jeder weiteren Zellteilung. Ein 50 Jahre alter Mann hat bereits 600 Zellteilungen hinter sich. Während es in Deutschland jährlich rund 35.000 Väter über 50 gibt, hat in den USA bereits jedes zehnte Kind einen 50plus-Vater. Dennoch geben 85 Prozent der Männer als optimales Alter die Zeitspanne zwischen 25 und 35 an, welches medizinisch gesehen auch das perfekte Zeugungsalter ist.

Immer mehr Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Gendefekte der Kinder von 50plus-Vätern. Krankheiten wie Autismus, Kleinwüchsigkeit oder Missbildungen häufen sich im Alter. Deswegen gibt es auch bei Samenspendern in vielen Ländern strenge Auflagen und eine Altersbeschränkung von 40 Jahren.

Auch für die Mütter erhöhtes Risiko

Forscher der New York Medical School haben herausgefunden, dass die Schwangerschaft auch für die Mutter zum Risiko werden kann, wenn der Vater älter ist. Frauen mit älteren Männern neigen – unabhängig von ihrem Alter – zu Schwangerschafts-Bluthochdruck. Ist das der Fall, muss die werdende Mutter unter Beobachtung bleiben, da es zu Nierenversagen und inneren Blutungen kommen kann.

Frühgeburten in der 32. Woche sind bei Vätern über 50 Jahren doppelt so hoch als bei 25-jährigen Vätern. Die Gefahr, das erste Jahr nicht zu überstehen, ist doppelt so hoch. Zu dieser Erkenntnis kamen dänische Mediziner. Zudem leiden Frühlinge häufig an Atemwegserkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Hirnblutungen.

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

1 Kommentar

KOMMENTAR SCHREIBEN