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Mischlingshund greift Blindenführhund und Polizisten an

ROLLINGPLANET-Tagebuch: Sexualbegleitung +++ Rollstuhlbasketball: Oliver Jantz +++ Zahnärztin zieht 22 gesunde Zähne +++ Schädigte Roche-Medikament das Gehirn? +++ Knochenmarkspenden

TAGEBUCH
DONNERSTAG, 1. JUNI 2017
Thüringen

Bissiger Hund

(Symbolfoto: Gabriela Neumeier/pixelio.de)

(Symbolfoto: Gabriela Neumeier/pixelio.de)

Ein Hund hat in Suhl einen Blindenführhund angegriffen und am Kopf verletzt. Als das Tier auch auf die herbeigerufenen Polizisten losging, schoss ihm ein Beamter in die Schulter, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die blinde Frau, deren Hund verletzt wurde, erlitt einen Schock. Sie war mit dem Tier am Vormittag an einem Wohnhaus vorbeigelaufen, als der beißwütige Mischling aus der Tür rannte und angriff.
Eine Nachbarin hörte die Hilferufe der Frau und holte sie zu sich ins Haus. Als die Beamten eintrafen, lag der Mischlingshund zunächst friedlich auf dem Grundstück seiner Besitzerin, versuchte aber einen Polizisten zu beißen, als dieser zum Funkwagen zurückging. Der Beamte zog daraufhin seine Waffe und schoss einmal auf das Tier.
Die Halterin brachte ihren Hund zum Tierarzt. Gegen sie ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Was mit ihrem Hund geschieht, muss jetzt das Veterinäramt in Suhl entscheiden. (dpa/th)

MITTWOCH, 31. MAI 2017
Sexualität

Warum Pia Hoffmann intime Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung anbietet

Pia Hoffmann (Foto: tantrawelten.de)

Pia Hoffmann (Foto: tantrawelten.de)

Sex ist längst im Mainstream angekommen. Man lebt sich sexuell aus, kann sich virtuell informieren, spricht offen darüber. Wenn es aber um Sex mit Behinderten und alten sowie demenzkranken Menschen geht, werden die Stimmen leiser.
Für Pia Hoffmann sind sexuelle Erfahrungen auch mit dieser Gruppe Menschen kein Tabu: Sie ist der festen Meinung, dass jeder ein Recht auf seine eigene Sexualität hat. Seit zwölf Jahren arbeitet die Duisburgerin als Sexualbegleiterin, was keinesfalls mit einer Prostituierten gleichzusetzen ist. Pia verkauft nicht ihren Körper, vielmehr bietet sie eine intime und unterstützende Dienstleistung für Menschen an, die eine körperliche oder geistige Behinderung haben oder aufgrund ihres Alters eingeschränkt sind.
„Es geht nicht um reine Befriedigung. Mein Credo ist, dass ich niemanden anbiete, Sexualität zu erleben, wie er oder sie das eben gerade möchte. Wenn ich mit jemanden zusammen bin, wollen wir gemeinsam eine für beide Seiten bereichernde und lustvolle Zeit haben“, so die Sexualbegleiterin. refinery29

DIENSTAG, 30. MAI 2017
Rollstuhlbasketball

Oliver Jantz ersetzt Dirk Passiwan

Oliver Jantz (Foto: Team zur Nieden)

Oliver Jantz (Foto: Team zur Nieden)

Die deutsche Herren Nationalmannschaft hat einen weiteren EM-Test erfolgreich absolviert. Beim Vier-Länder-Turnier am vergangenen Wochenende im schweizerischen Nottwil zeigte man mit Siegen über Frankreich (68:55), Polen (73:70) und den Gastgeber Schweiz (83:62) drei überzeugende Leistungen und sicherte sich damit den Turniersieg.
Zudem wurde auch die Entscheidung für eine Nachnominierung auf Grund des verletzungsbedingten Ausfalls von Dirk Passiwan getroffen. Nicolai Zeltinger und Ralf Neumann werden dem DBS vorschlagen, Youngster Oliver Jantz von den Hannover United mit auf die Reise zu den Europameisterschaften auf Teneriffa zu nehmen. Der 19-jährige Guard schafft damit als weiterer Junior den Sprung aus der U23 Truppe von Peter Richarz in die Riege der A-Nationalmannschaft und durfte sich im Rahmen der U22-EM in Spanien 2014 bereits mit einer Silbermedaille bei einem internationalen Wettbewerb dekorieren.
Bereits am kommenden Wochenende wird er als zwölfter Mann beim World Super Cup in Frankfurt aufrollen und zusammen mit Böhme, Haller und Co. versuchen, an den Erfolg aus dem letzten Jahr und an die Siege der vergangenen Tage anzuknüpfen. (PM/tj)

MONTAG, 29. MAI 2017
Russland

Zahnärztin zieht 22 gesunde Zähne – Patientin klagt

Eine Zahnärztin in St. Petersburg soll einer Patientin 22 gesunde Zähne gezogen haben. Die Ärztin sei wegen Betrugs angeklagt, teilten die russischen Ermittler am Montag mit. Sie habe aus der unnötigen Behandlung lediglich Profit schlagen wollen, lautet der Vorwurf. Die Ärztin habe der 43 Jahre alten Frau zudem eine Zahnbrücke in schlechter Qualität angebracht. Für die Behandlung soll die Ärztin insgesamt rund 850.000 Rubel (rund 13.500 Euro) kassiert haben.
Der Vorfall habe bereits vor drei Jahren stattgefunden. Die Behörden untersuchen nun weitere Beschwerden, bei denen die Ärztin ähnliche Behandlungen unternommen haben soll. (dpa)

SONNTAG, 28. MAI 2017
Multiple Sklerose

Multiple-Sklerose: Schädigte Roche-Medikament das Gehirn?

Die Zentrale des Pharmakonzerns Roche in Basel. (Foto: dpa)

Die Zentrale des Pharmakonzerns Roche in Basel. (Foto: dpa)

Der Pharmakonzern Roche aus der Schweiz lässt den Fall eines Patienten untersuchen, der nach der Einnahme des neuen Medikaments Ocrevus gegen Multiple Sklerose an einer Gehirninfektion erkrankt ist. Grundsätzlich gilt: Mittel gegen MS schwächen das Immunsystem und erhöhen das Risiko schwerer Infektionen. Deutschlandfunk

SAMSTAG, 27. MAI 2017
Blutkrebs

So viele Menschen wie noch nie zu Knochenmarkspende bereit

In der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sind rund 5,1 Millionen Menschen registriert.

In der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sind rund 5,1 Millionen Menschen registriert.

In Deutschland sind mit gut 7,4 Millionen Menschen so viele Knochenmarkspender registriert wie noch nie zuvor. Das geht aus Zahlen des Zentralen Knochenmarkspenderregisters Deutschland hervor. In der größten Datei, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), sind rund 5,1 Millionen Menschen registriert. Das teilte die Organisation mit Sitz in Tübingen zum Weltblutkrebs-Tages (28. Mai) mit.
Die DKMS hat im Jahr 2016 weltweit 7028 Stammzellspenden an Blutkrebs-Patienten vermittelt – nach eigenen Angaben ebenfalls eine noch nie erreichte Zahl (2015: 6999). In den meisten Fällen reiche eine ambulante Entnahme der Stammzellen aus, nur in 20 Prozent der Fälle ist nach Angaben der DKMS eine etwas aufwendigere Knochenmarkspende nötig.
Durch die Expansion der vergangenen Jahre nach Polen, Spanien, Großbritannien und die USA hat die DKMS weitere Spender hinzugewonnen und kommt nach eigenen Angaben auf weltweit 7,3 Millionen registrierte Personen. „Die DKMS arbeitet mit Hochdruck daran, die Situation für Blutkrebs-Patienten weltweit zu verbessern, denn Blutkrebs kennt keine Grenzen und kann jeden plötzlich treffen“, teilte eine Sprecherin mit. In Deutschland gibt es insgesamt 26 Spenderdateien. (dpa)

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