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Amerika: Der Süden ist in, der Norden ist out

Mexiko Stadt

Argentinien, Brasilien und Mexiko boomen: Der neue Reisetrend heißt Südamerika, während die USA und Karibik stagnieren.

(ots) – Gespaltene Reisewelten auf dem amerikanischen Kontinent: Während sich Südamerika weiterhin im Aufwind befindet, verzeichnet Nordamerika nur einen leichten Anstieg von internationalen Urlaubern und schwache Auslandsreisen der US-Bürger. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle ITB World Travel Trends Report.

Südamerika weist sowohl im In- als auch Auslandsreisemarkt ein starkes zweistelliges Wachstum auf, angefeuert von dem wirtschaftlichen Boom in Ländern wie Brasilien und Argentinien. In den USA trübt die wirtschaftliche Unsicherheit die Reiselust vieler US-Amerikaner. Reisen nach Nordamerika sind in den ersten acht Monaten des Jahres leicht gestiegen, Auslandsreisen blieben jedoch auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr. Die UNWTO prognostiziert für nächstes Jahr ein Wachstum von vier bis fünf Prozent internationaler Reisender aus dem amerikanischen Kontinent, verglichen mit einem Anstieg von 6,4 Prozent im Jahr 2010.

Erfolgsstory Südamerika

Über einen anhaltenden Reiseboom können sich hingegen viele Staaten in Südamerika freuen. Auch wenn die Wachstumsraten inzwischen langsamer steigen als in den vorhergehenden Jahren: Die Zahl der Auslandsreisen von Südamerikanern ist in den ersten acht Monaten des Jahres um 15 Prozent gestiegen. Als besonders reisefreudig präsentieren sich die Brasilianer. Unterstützt von dem starken Inlands-Wirtschaftswachstum und der starken Währung gaben sie 45 Prozent mehr Geld für internationale Reisen aus als noch im Jahr zuvor.

Die drei aufstrebenden lateinamerikanischen Märkte – Brasilien, Argentinien und Mexiko – zeichnen sich vor allem durch ihre relativ jungen, gut ausgebildeten und wohlhabenden Reisenden aus. Mit dem Ausbau der Billigfluggesellschaften in Südamerika wird sich die Zahl der Langstrecken-Trips weiter erhöhen. Auch Reisen nach Südamerika stehen bei vielen internationalen Urlaubern auf dem Wunschzettel weit oben: Die Zahl der internationalen Reisenden stieg um 13 Prozent an, während die Karibik und Zentralamerika nur ein mäßiges Wachstum von jeweils vier Prozent verbuchen konnten.

Foto: Wikipedia/Jorge 2701. Diese Datei wird unter der Creative Commons CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright zur Verfügung gestellt.

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