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Angie hat uns sehr lieb

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: IWN)

Bundeskanzlerin Angela Merkel greift in ihrem wöchentlichen Video-Podcast das Thema „Menschen mit Behinderung“ auf. Dafür gibt es von ROLLINGPLANET einen dicken Knutscher.

Behinderte müssten einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft haben, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Podcast. Es gebe Fortschritte, aber längst noch nicht genug.

Ihr gehe es um eine umfassende Teilhabe von behinderten Menschen an allen Bereichen des Lebens. Deshalb, so die Kanzlerin, habe die Bundesregierung im vergangenen Jahr einen Aktionsplan mit über 200 Maßnahmen verabschiedet. Aber auch die Kommunen seien gefragt.

„Darüber und über vieles mehr werde ich mit Vertretern des Deutschen Behindertenrates sprechen“, kündigte Merkel an. „Damit Behinderte in unserer Gesellschaft ihren Platz haben – einen gleichberechtigten Platz neben allen anderen Bürgerinnen und Bürgern.“

Für alle, die schneller lesen als gucken, hier der Text:

Das sagt Angie

Regelmäßig treffe ich mich mit den Vertretern des Deutschen Behindertenrates. Nächste Woche, am Donnerstag, wird wieder ein solches Gespräch stattfinden. Ich tue dies deshalb, weil mir die Anliegen von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft ausgesprochen wichtig sind, und weil ich weiß, dass wir zwar Fortschritte gemacht haben bei der Integration von Menschen mit Behinderungen, aber längst noch nicht genug.

Im vergangen Jahr hat die Bunderegierung den Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen verabschiedet. Dabei haben wir uns auf über 200 Maßnahmen verständigt. Alle Ressorts der Bundesregierung nehmen an der Umsetzung dieser Maßnahmen teil.

Besonders betrifft das natürlich Bereiche, in denen es um das Bauen, das Wohnen und auch den Verkehr geht. Und ich kann sagen, dass wir gerade beim Umbau von Wohnungen und ähnlichen Maßnahmen in den nächsten Jahren über 500 Millionen Euro einsetzen.

Es geht aber natürlich auch um umfassende Teilhabe an allen Bereichen des Lebens. Da-zu gehört das Lernen in der Schule und in der Hochschule genauso wie der Bereich der Arbeit oder der Bereich des Sports. Bei der Berufsausbildung haben wir im Rahmen des Ausbildungspaktes gestiegenen Wert darauf gelegt, dass auch Menschen mit Behinderungen an der Berufsausbildung teilnehmen können.

Der Anteil von Menschen mit Behinderungen im Öffentlichen Dienst ist gestiegen. Und wir haben im Rahmen des Ausbildungspaktes – zusammen mit den Arbeitgebern, das heißt den Ländern und dem Bund, genauso wie mit den Gewerkschaften – erhebliche Fortschritte und Absprachen erzielt.

Genauso notwendig ist es natürlich, dass im täglichen Leben Behinderte Möglichkeiten haben, sich zu artikulieren und auszudrücken. Die Innenministerkonferenz zum Beispiel hat es ermöglicht, dass Notrufe in Zukunft von Gehörlosen auch per SMS abgesandt werden können. Das Land Berlin hat dies zum Beispiel schon umgesetzt. Und auch die Behördennummer 115 soll in Zukunft über die Gebärdensprache erreichbar sein.

Bei der Integration von Behinderten in das tägliche Leben hat natürlich nicht nur der Bund Aufgaben zu erledigen, sondern genauso Länder und Kommunen. Das Leben vielen Menschen spielt sich vor allen Dingen in den Städten und Dörfern ab. Deshalb geht es dort auch ganz besonders darum, barrierefreie Zugänge zu allen öffentlichen Gebäuden genauso wie zu Bussen und Bahnen zu ermöglichen. Schritt für Schritt kommen wir auch auf diesem Wege voran.

Darüber und über vieles mehr werde ich mit den Vertretern des Deutschen Behindertenrates sprechen. Wir werden auf der einen Seite über Fortschritte reden. Aber ich bin mir ganz sicher: Gerade aus dem Gespräch mit den Vertretern der Behinderten, die jeden Tag auch über die Unzulänglichkeiten in unserem Leben Informationen bekommen, werde ich lernen, was wir in Zukunft noch zu tun haben. Und ich darf Ihnen versprechen: Die Bundesregierung wird versuchen, das, was in unseren Möglichkeiten liegt, auch umzusetzen. Damit Behinderte in unserer Gesellschaft ihren Platz haben – einen gleichberechtigten Platz neben allen anderen Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft.

Im Deutschen Behindertenrat (DBR) haben sich alle wichtigen Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, das mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland repräsentiert. Derzeit hat der Sozialverband VdK den Vorsitz im Deutschen Behindertenrat inne.

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