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Null Interesse – Amtsmitarbeiter in Mecklenburg-Vorpommern ignorieren Schulungen, wenn es um Menschen mit Behinderungen geht.

Manuela Schwesig ist auch SPD-Vize (Foto: dpa)

Manuela Schwesig ist auch SPD-Vize (Foto: dpa)

Die Rechte von Behinderten sollen in Mecklenburg-Vorpommern künftig besser gewahrt werden. Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) stellte dazu am Donnerstag im Landtag einen Maßnahmenplan vor, der allerdings bei der Opposition auf Kritik stieß.

Die Vorhaben seien zu vage formuliert, sagte etwa die Abgeordnete der Linken, Karen Stramm. Auch hapere es schon jetzt an der Umsetzung.

Weshalb so kritisch? 1 statt 0!

So biete das Innenministerium für die Mitarbeiter der Landes- und Kommunalverwaltungen Fortbildungen an, um bei ihnen das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen und deren Bedürfnisse zu schärfen.

Im vergangenen Jahr habe es dafür nicht eine einzige Anmeldung gegeben, in diesem Jahr bislang nur eine aus dem Büro des Bürgerbeauftragten Matthias Crone, sagte Stramm.

Karen Stramm und Multiple Sklerose


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Karen Stramm (l.) ganz privat

„Einschneidend für mein gesamtes Leben war meine Erkrankung an Multipler Sklerose. Die Endlichkeit des Lebens und der Wert von Gesundheit wurde mir bewusst. Durch diese Erkrankung erhielt ich tiefen Einblick in die Belange des Gesundheitswesens und die Probleme, die Schwerkranke und Behinderte meistern müssen.

Zwar hatte ich das Glück, mit meiner Schwester sofort einen guten Hausarzt und bestmögliche Medikamente zur Seite zu haben, aber dennoch habe auch ich persönlich die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in diesem Land schmerzhaft erfahren.

So erhielt ich trotz einer Klage bis vor das Bundesarbeitsgericht kein Recht hinsichtlich einer gleichwertigen Entlohnung, obwohl mir durch die Vorsitzenden Richter aller Instanzen versichert wurde, dass ich moralisch im Recht bin, fehlte es an entsprechenden tarifrechtlichen Regelungen.
Hier reifte bei mir der Entschluss, mich noch mehr für Menschen mit Behinderung einzusetzen und ihnen eine Stimme zu verleihen.

Quelle: karen-stramm.de

(RP/dpa)

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