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Anna Schaffelhuber und Markus Rehm sind Behindertensportler des Jahres

Auch Rollstuhlbasketballerinnen beim Festakt in Köln ausgezeichnet.

Die Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber gestern Abend im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln (Nordrhein-Westfalen). Sie wurde als Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet. (Foto: Marius Becker/dpa)

Die Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber gestern Abend im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln (Nordrhein-Westfalen). Sie wurde als Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet. (Foto: Marius Becker/dpa)

Monoski-Fahrerin Anna Schaffelhuber, Weitspringer Markus Rehm sowie die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen sind die „Behindertensportler des Jahres 2014“. Bei einem Festakt mit 400 Gästen im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln wurden sie am Samstagabend geehrt. „Die diesjährigen Preisträger haben weltweite Topleistungen erbracht. Sie stehen damit beispielhaft für die vielen Weltklasse-Athletinnen und -Athleten im deutschen Sport der Menschen mit Behinderung“, sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Die 21-jährige Schaffelhuber, die bei den Paralympics in Sotschi bei den alpinen Ski-Wettbewerben gleich fünf Goldmedaillen gewann, war bereits 2011 und 2013 geehrt worden. „Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass ich heute zum dritten Mal Behindertensportlerin des Jahres geworden bin und möchte mich bei allen Fans bedanken, die mich gewählt haben“, sagte die Regensburgerin.

Die querschnittsgelähmte Monoski-Fahrerin hat bisher insgesamt fünfmal paralympisches Gold und einmal Bronze sowie vier WM-Titel, dreimal WM-Silber und zweimal WM-Bronze gewonnen.

Rehm will Preis für inklusives Engagement nutzen

Der unterschenkelamputierte Weitspringer Rehm sorgte in diesem Sommer für Furore, als er bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften als erster Sportler mit Handicap gegen nichtbehinderte Sportler gewann. Nach dem Sieg mit dem paralympischen Weltrekord von 8,24 Metern entstand eine Diskussion um die Inklusion im deutschen Sport.

„Auch diesen Titel werde ich nutzen, um meinen Beitrag zum inklusiven Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Sport und in der Gesellschaft weiter voranzubringen“, erklärte der 26 Jahre alte Welt- und Europameister. Er war wegen eines Auftrittes in einer Fernseh-Show nicht vor Ort.

Die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen (Foto: Marius Becker/dpa)

Die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen (Foto: Marius Becker/dpa)

Die Rollstuhl-Basketballerinnen, Paralympics-Siegerinnen von London 2014, wurden für ihren zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft in Toronto geehrt. Diese Auszeichnung nehmen sie bereits zum dritten Mal entgegen. Nachdem die Vorauswahl von Journalisten getroffen wurde, konnte zwei Wochen lang online über die Platzierungen abgestimmt werden.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Jacqui B Engel

    Gratuliere!

    30. November 2014 at 09:33

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