(Anti-)Doping-Krieg Paralympics gegen Russland geht weiter

Doch nicht so einfach wie geglaubt: Die Verbannten lassen nicht locker, aber der Weltverband des Behindertensports hat keinen Bock auf Prozesse.

Abschlussfeier der Paralympics 2016 in Rio. (Foto: dpa)

Abschlussfeier der Paralympics 2016 in Rio. (Foto: dpa)

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) fordert von Russland die Rücknahme der Klagen gegen den Ausschluss der russischen Behindertensportler. Dies wurde dem Nationalen Paralympischen Komitees Russlands (RPC) in einem Brief mitgeteilt. „Wir sagen, so lange unsere Entscheidungen nicht gerichtsfest sind, können wir nicht unsere Kriterien zur Aufhebung der Suspendierung festlegen“, sagte IPC-Sprecherin Eva Werthmann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

In Moskau kritisierte RPC-Vizepräsident Pawel Roschkow den Weltverband. Schon im Oktober laufe die Voranmeldefrist zu den Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang in Südkorea 2018 ab. „Wir brauchen Kriterien vom IPC, anhand derer wir uns vorbereiten könnten. Aber bislang schicken sie uns nur völlig unverständliche Forderungen und wollen auch, dass wir die Gerichtsverfahren einstellen“, sagte Roschkow der Agentur Tass zufolge.

Das IPC hatte wegen des mutmaßlichen systematischen Staatsdopings die Mitgliedschaft des RPC aufgehoben. Dadurch waren die russischen Sportler von den Paralympics in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Mehr als 100 russische Behindertensportler legten dagegen Einspruch ein. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte die Sperre bestätigt. „Sobald der russische Verband seinen Verpflichtungen nachkommt und die Bedingungen erfüllt, wird die Sperre mit sofortiger Wirkung aufgehoben“, hatte das IPC bereits Ende August verkündet.

(dpa)

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