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Arbeitgeber muss von Diabetes nichts wissen

Betroffene dürfen sogar lügen, ohne dass eine Einstellung rückgängig gemacht werden kann.

Beim Bewerbungsgespräch sind sogar Lügen zur Frage nach Diabetes erlaubt (Foto: S. Hofschläger_pixelio.de)

Beim Bewerbungsgespräch sind sogar Lügen zur Frage nach Diabetes erlaubt (Foto: S. Hofschläger_pixelio.de)

Viele Menschen mit Diabetes haben Angst, bei der Jobsuche ihre Krankheit zu erwähnen – in der Furcht, Arbeitgeber könnten sie als weniger leistungsfähig halten. Tatsächlich müssen Betroffene ihre Krankheit beim Bewerbungsgespräch nicht erwähnen.

Auf die direkte Frage nach Diabetes dürfen Kandidaten sogar lügen, erklärt Jens Kröger, Diabetologe und Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Hilfe.

Dies sei kein Grund, eine Einstellung rückgängig zu machen oder dem Arbeitnehmer zu kündigen. Dem Betriebsarzt könne man von der Erkrankung aber erzählen – hier gelte die ärztliche Schweigepflicht.

Schwere Diabetiker sollten ihre Krankheit beim Chef bekanntgeben, wenn sie als schwerbehindert gelten und damit Vergünstigungen bekommen möchten. Schwerbehinderten steht zum Beispiel Zusatzurlaub zu. Betroffene haben außerdem einen besonderen Kündigungsschutz.

(dpa/tmn)

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