Arbeitsagentur wirft Ländern Pflege-Blockade vor

Vorstandsmitglied wirft Bundesländern vor, seit Jahren nichts gegen den Fachkräftemangel zu unternehmen.

Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung (Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung (Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Die Bundesagentur für Arbeit wirft den Bundesländern Untätigkeit im Kampf gegen den Mangel an Pflegekräften vor und warnt vor drastischen Engpässen.

„Es ist nicht zu verstehen, dass die Länder, die doch ein vitales Interesse an genügend qualifizierten Altenpflegekräften haben müssten, sich seit Jahren nicht bewegen“, sagt Vorstandsmitglied Raimund Becker in der heutigen Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Flächendeckender Fachkräftemangel

Dabei gehe es vor allem um die Finanzierung des dritten Förderjahres für arbeitslose Umschüler, die Verkürzung der Ausbildung und die Öffnung der Pflegeschulen für diese Personengruppe.

Pfleger gehören schon heute zu den gesuchtesten Fachkräften in Deutschland. Die Arbeitsagentur spricht laut Bericht von einem „flächendeckenden Fachkräftemangel“.

Derzeit dauere es im Bundesdurchschnitt 115 Tage, eine offene Stelle mit einem Altenpfleger zu besetzen. Das sei mehr als 40 Prozent über dem Durchschnitt für alle Berufe. Mit dem demografischen Wandel werde sich die Situation noch verschärfen, schreibt das Blatt.

(dapd)

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